Die Knospe steht für artgerechte Tierhaltung

Knospe-Tiere können das angeborene Verhalten ausleben mit viel Platz und in einer möglichst natürlichen Umgebung.

Tierwohl kommt bei Bio Suisse vor Höchstleistungen. Deshalb leben die Tiere auf Knospe-Betrieben so, wie es ihrer Art entspricht: Kühe dürfen nach Herzenslust die Weiden erkunden, Hühner im Sand scharren und Schweine in Gruppen zusammenleben. Auch Fische leben in natürlichen Gewässern oder naturbelassenen Becken mit genügend Platz.

Knospe-Kühe sind Weidetiere

Natürlicherweise laufen und grasen Kühe viele Stunden am Tag. Zwischendurch legen sie sich hin und käuen wieder. Wie die anderen Wiederkäuer fressen Ziegen und Schafe auch Gras und Heu.

Artgerecht gehalten, gehören diese Tiere deshalb, sobald dies von der Saison her möglich ist, auf die Weide. Den Winter und die Zeit ums Melken verbringen die Tiere in ihren Ställen. Diese bieten ausreichend Platz, sind hell und mit Einstreu zum angenehmen Liegen versehen. Viele Ställe sind als Laufställe eingerichtet, wo sich die Tiere frei bewegen und auch ins Freie können. Falls ein Stall Anbindehaltung hat, ist der tägliche Auslauf im Laufhof oder auf der Weide umso wichtiger. Kühe und Rinder sind Herdentiere. Deshalb werden sie in Gruppen gehalten.

«Sobald das Gras zu wachsen beginnt, haben meine Kühe nichts mehr im Stall verloren» Daniel Maag, Knospe-Bauer

Die artgerechte Haltung von Kühen und Rindern in den Richtlinien

  • Tiere auf Knospe-Höfen haben regelmässigen Auslauf gemäss den Bestimmungen der RAUS-Verordnung, das heisst konkret mindestens 26 Tage Auslauf auf der Weide während der Vegetationszeit und 13 mal im Monat im Laufhof während des Winters.
  • Artgerechte Fütterung: So erhalten Kühe, Rinder, Ziegen und Schafe mindestens 90 Prozent Raufutter (EU-Bio 60 Prozent), wie dies einer artgerechten Ernährung von Wiederkäuern entspricht.
  • Vollspaltenböden und vollperforierte Böden im Stall sind verboten.
  • Elektrische Kuhtrainer sind verboten, d.h. Bio-Kühe erhalten keinen Stromschlag, wenn sie nicht an der dafür vorgesehenen Stelle pinkeln oder koten.
  • Keine unnötigen Eingriffe am Tier.

Knospe-Schweine fühlen sich sauwohl

Knospe-Produzent*innen halten ihre Schweine in kleinen Gruppen mit stetigem Zugang zu einem Auslaufbereich. Die Stallungen sind mit Stroh und anderer Einstreu ausgestattet – zum Liegen, Wühlen oder einfach nur zum Herumtollen. Das Bio-Futter kommt aus Europa. Bio-Ferkel werden mindestens 6 Wochen gesäugt, das ist fast doppelt so lange wie andere Ferkel.

Knospe-Hühner picken Gras und Körner

Knospe-Hühner leben in kleineren Herden und haben täglichen Zugang zu einer Weide mit Schattenplätzen und einer Wasserstelle. Die Ställe sind grosszügig, hell und bieten einen geschützten Aussenbereich mit Sandbad zur Pflege des Gefieders. Neben dem Bio-Futter aus der Krippe erhalten Knospe-Hühner täglich Körner zum Picken. Das entspricht ihrem natürlichen Instinkt.

Wohl wie ein Fisch im Wasser

Knospe-Fische verbringen mindestens die Hälfte ihrer Lebenszeit in einer natürlichen Umgebung. Erst mit eineinhalb Jahren darf man sie als Speisefische verkaufen. Das sichert langsames Wachstum und gute Qualität. Zudem sind Rückhaltezonen vorgeschrieben, um nebst Strömung auch Ruhestellen zu bieten. Maximal dürfen 20 Kilogramm Fische in 1000 Liter Wasser gehalten werden – bei der konventionellen Haltung gibt es keine Limite. Auch das Futter muss aus nachhaltiger Produktion stammen.