Wasser ist die Quelle des Lebens

Knospe-Produzent*innen gehen sorgsam mit Wasser um.

Wasser ist eine zunehmend kostbare Ressource. Vielerorts wird das Wasser knapp oder ist verunreinigt. Der Biolandbau sorgt nachhaltig dafür, dass das Wasser sauber bleibt. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Dünger gelangen keine giftigen Stoffe in die Umwelt.

Die Tierhaltung ist dem Standort angepasst, damit keine überschüssigen Nährstoffe in das Wasser gelangen.

Der Boden bleibt möglichst bedeckt wird so bewirtschaftet, dass das Wasser im Boden gebunden bleibt und nicht so schnell verdunstet. Für die Bewässerung wird Wasser sorgsam und effizient verwendet, insbesondere in trockenen Gebieten.

So sorgt Bio für sauberes Wasser

Der Biolandbau schont die natürlichen Ressourcen und pflegt einen nachhaltigen Umgang. Deshalb verwenden Bio Suisse Betriebe Wasser sparsam und zielgerichtet. Chemisch-synthetische Pestizide sind verboten. Auch Unkrautvertilgungsmittel sind nicht erlaubt. Der Einsatz von biologischen Pflanzenschutzmitteln ist klar geregelt. So gelangen keine giftigen Stoffe in Grund- und Oberflächenwasser.

Die Anzahl Tiere und damit auch die Düngung mit organischen Düngern ist dem Standort angepasst. Weil die Böden möglichst lückenlos bedeckt sind, wird die Austragung von Nährstoffen minimiert. Das verhindert auch die Bodenerosion. Und in besonders trockenen Gebieten gelten nochmals strengere Regeln zum Schutz des Wassers.

Die Vorteile für das Wasser sind wissenschaftlich belegt. Der Thünenreport 65 zum Beispiel zeigt auf, dass die Einträge von kritischen Stoffen in das Wasser im Biolandbau deutlich kleiner sind als im herkömmlichen Landbau. Bei 71 Prozent der Paarvergleiche hatte die Bio-Bewirtschaftung klare Vorteile bezüglich Stickstoff- und Pflanzenschutzmittel-Austrägen.

«Das Thema Wasser ist in der Landwirtschaft zentral, deswegen gibt es ab 2021 überarbeitete Richtlinien zum nachhaltigen Wassermanagement.»  Anna Lochmann, Projektleiterin bei Bio Suisse

Sind Erdbeeren aus Spanien bezüglich Wassernutzung nachhaltig?

Ja, denn Knospe-Betriebe in Spanien und anderen trockenen Gebieten müssen die Richtlinien von Bio Suisse vollumfänglich einhalten. Dies heisst beim Wasser konkret:

  • Der Betrieb muss einen Wassermanagement-Plan erstellen. Darin dokumentiert er die Herkunft und Verwendung des Wassers. So minimiert er Risiken und Wasser-Verbrauch. Die Landwirte nutzen wassersparende und effiziente Bewässerungssysteme wie Tröpfchenbewässerung.
  • Knospe-Betriebe dürfen nur Wasser gebrauchen, das sich wieder regeneriert, also kein sogenannt fossiles Wasser.
  • Selbstverständlich halten die die Betriebe auch die nationalen und regionalen Gesetze ein. Dies alles wird jährlich durch unabhängige Kontrollstellen überprüft.