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Newsletter Oktober 2011



NEWSLETTER OKTOBER

Sonnenblumen, Kohl- und Salatköpfe wachsen heute dort, wo einst die Luft nach Kerosen roch und Flugzeuge dröhnten. Auf dem Areal des Flughafens Tempelhof des lange Jahre geteilten Berlins entsteht einer der grössten Stadtgärten Europas. Ein schönes Symbol gerade im Oktober, wo unsere Nachbarinnen und Nachbarn ihren Tag der deutschen Einheit feiern. Vielerorts stehen jetzt Erntedankfeste an und auch Oktoberfeste - vielleicht mit einem guten Biobier aus Berggetreide? Wie dem auch sei: Prosit auf die Ernte und… die nächste Aussaat!

Ihre Bio Suisse

AGROPREIS 2011 - STIMME FÜR KARTOFFELN


Bis zum 12. Oktober noch können Sie für das innovativste Projekt in der Schweizer Landwirtschaft Ihre Stimme geben und gleichzeitig eine Flussfahrt für zwei Personen nach Amsterdam gewinnen. Auch ein Knospe-Produzent ist unter den vier Nominierten.

Mit dem Anbau von herkömmlichen Kartoffelsorten konnte sich Marcel Heinrich gegenüber der Konkurrenz aus dem Flachland nicht behaupten. Deshalb baut die Biobauernfamilie auf dem Knospe-Hof La Sorts in der Region Filisur GR Sorten an wie Corne de gatte, Parli oder Vitelotte noir. Das sind Kartoffelsorten, die in den Bergen gut gedeihen und mit einem unverwechselbaren Geschmack überzeugen. Trotz der Südlage der Region Filisur erfordert der Anbau auf einer Höhenlage von 1000m.ü.M. Geschick und Sorgfalt, und viele Erfahrungswerte und Informationen musste sich Marcel Heinrich in den letzten Jahren selbst aneignen. Auf einer Fläche von 1,7 Hektaren konnten in diesem Jahr rund 27 Tonnen geerntet werden. Sein Ziel, alten Sorten ein modernes, jugendliches Image zu verpassen und einen Standortnachteil in einen Vermarktungsvorteil umzuwandeln, hat der Biobauer heute erreicht. Die wunderbaren Kartoffeln vom Biohof Las Sorts sind übrigens auch vom 7. bis 10. Oktober an der Gourmesse in Zürich präsent. Wir wünschen ihrem Anbauer viele Stimmen und damit viel Glück im Wettbewerb um den Agropreis. Hier geht's zur Abstimmung.

PRIX MONTAGNE - BIO-BRAUGERSTE GEWINNT


Mit dem Prix Montagne haben die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete (SAB) und die Schweizer Berghilfe einen neuen Preis geschaffen. Dieser zeichnet Projekte aus, die im Berggebiet zur Wertschöpfung und Beschäftigung und auch zur wirtschaftlichen Vielfalt beitragen. Erste Preisträgerin - unter 50 eingereichten Projekten - ist die von Bio Suisse zertifizierte Genossenschaft Gran Alpin.

Die Produzenten-Genossenschaft Gran Alpin setzt sich seit vielen Jahren für den ökologischen Bergackerbau ein. Die Nachfrage nach Braugerste und auch nach köstlichem Bio-Bier aus Braugerste aus den Bergen steigt. Da die bislang eingesetzte Braugerste der Sorte "Ria" immer krankheitsanfälliger wurde, war eine neue, resistentere Sorte gefragt. Seit zwei Jahren finden unter der Ägide von Gran Alpin in Ardez Experimente statt. Diese werden finanziert von Bio Suisse, dem kantonalen Amt für Landwirtschaft und der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Das Projekt hat nun zu einer geeigneten Sorte geführt, die erfolgreich angebaut wird. Mehr zum Projekt von Gran Alpin.

FACHKOMMISSION ACKERKULTUREN - MITGLIED GESUCHT


Kennen Sie sich im Bioackerbau und dessen Markt besonders gut aus? Dann sind Sie als neues Fachkommissionsmitglied gefragt.

Die Fachkommission Ackerkulturen berät den Bio Suisse Vorstand in verbandspolitischen Fragen. Sie unterstützt die Geschäftsstelle in der Marktentwicklung und der Absatzförderung. Die Mitarbeit in der Fachkommission eröffnet interessante Einblicke in den Biomarkt Schweiz und bietet wichtige Gestaltungsmöglichkeiten für dessen Weiterentwicklung. Gesucht sind Sie als engagiertes und kommunikatives Mitglied mit fundierten Kenntnissen in biologischem Anbau und guter Vernetzung in der Branche. Angesprochen? Hier erfahren Sie mehr.

WILLKOMMEN - MARTIN ROTH


Der neue Bio Suisse Product Manager für Ackerkulturen und Wein hat ein klares Ziel vor Augen: "Motivierende und vielseitige Aufgaben für ein sympathisches und starkes Label in einem interessanten Marktumfeld übernehmen".

Auf Martin Roth wartet in der Tat ein vielseitiges und herausforderndes Tätigkeitsfeld bei Bio Suisse. Der 26-jährige neue "PM" hat durch seine landwirtschaftliche Lehre unter anderem auf einem Biobetrieb und durch seine Arbeitseinsätze als Betriebshelfer in Landwirtschaftsbetrieben mehrerer Regionen der Schweiz von der Pike auf gelernt. Durch Praktika in Kanada und in Australien konnte er in Getreidebaufarmen internationale Erfahrungen sammeln. Nach der Berufsmaturität in naturwissenschaftlicher Richtung am Strickhof in Lindau ZH hat er im letzten August seine Lehr- und Wanderjahre mit einem Bachelor of Science in Agronomie an der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft in Zollikofen abgeschlossen. Damit ist Martin Roth bestens gerüstet, um seine neuen Aufgaben im Dienste der Knospe sportlich anzupacken. Apropos sportlich: Mit Mountainbike, Langlauf sowie Ausdauer- und Wintersport hält er sich in der Freizeit fit. Wir heissen Martin Roth auf der Geschäftsstelle in Basel herzlich willkommen und wünschen ihm einen erfolgreichen Start.

WILLKOMMEN - NORMEN BÖTTCHER


Am liebsten isst er Pasta mit Tomatensauce, Riz Casimir oder auch Gratins in allen Varianten. Und wenn es um Nahrungsmittel geht, weiss er genau, wovon er spricht. Der neue Mitarbeiter im sechsköpfigen Team des Bereichs Verarbeitung und Handel ist ein Kenner der Materie und nicht nur, wenn es um seine Lieblingsessen geht.

Normen Böttcher, 26 Jahre, ist im Kanton Luzern aufgewachsen. Dort hat er während seiner Studienjahre durch verschiedene Betriebspraktika in der Lebensmittelherstellung seine theoretischen Kenntnisse vertiefen können. Die Herstellung, die Evaluation und das Marketing, aber auch die Qualitätssicherung und die Entwicklung von Bäckerei- und Konditoreiwaren zum Beispiel bergen kaum mehr Geheimnisse für ihn. Normen Böttcher hat an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil nach einem Bachelor-Abschluss in Lebensmitteltechnologie mit Vertiefung Ernährung ein Masterstudium absolviert. "Food and Beverage Innovation" lautet seine Spezialisierung in diesem Masterprogramm, was so viel heissen will wie die Entwicklung von neuen Lebensmitteln und Getränken in einer Weise, die einerseits ökonomisch rentabel ist und Konsumentenbedürfnisse erfüllt, aber auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt. Kein Wunder, beschäftigt er sich auch in seiner Freizeit gerne mit Fachliteratur zum Thema Ernährung. Mit Klavierspiel, Disco Fox, Jive und RocknRoll sorgt er für den kalorienabbauenden Ausgleich dazu. Die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle von Bio Suisse freuen sich sehr, in Zukunft auf Normen Böttcher zählen zu dürfen.

TIPP DES MONATS - LABELSALAT


Was hätten Sie gerne: Bio-Rüebli, fair gehandelten Kaffee, Fleisch von glücklichen Tieren? Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten möchten umwelt- und sozialverträgliche Produkte einkaufen. Nur: Der Labelsalat kann einem die Wahl ganz schön schwer machen. Pusch, die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz, schafft Abhilfe.

Hinter jedem Label steht ein mehr oder weniger komplexes System mit Kriterienkatalog, Zertifizierungssystem und Kontrollstellen. Doch die Vielfalt an Labels nimmt stetig zu und damit auch die Verwirrung. Pusch bietet im November in Zürich, Olten und Luzern garantiert konsumentenfreundliche Abendkurse zum Thema Labels und bewusster Konsum an. Eine sympathische Initiative, an der zu erfahren ist, was hinter den wichtigsten in der Schweiz gebräuchlichen Labels steht, und welche Handlungsspielräume beim Einkaufen von sozial verträglichen und ökologischen Produkten gegeben sind.

Pusch, Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz

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