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Newsletter November 2013



NEWSLETTER NOVEMBER

Wenn's draussen kälter und dunkler wird, wächst unsere Sehnsucht nach Gemütlichkeit, Gemeinsamkeit und wärmenden Gerichten. Was gibt es Wohligeres, als in guter Gesellschaft wieder einmal ein Fondue oder ein herzhaftes Käsegericht zu geniessen? Mit Biokäse lässt sich genussvoll schlemmen und dabei ein gutes Gewissen bewahren. Warum? Die Antworten stecken in diesem Newsletter. Und das ist jetzt ganz sicher kein Käse ;-)

Ihre Bio Suisse

PRODUKT DES MONATS - KNOSPE-KÄSE… UND WETTBEWERB


Wer schon einmal einen Alpaufzug miterlebt hat, der weiss, wie lustig Kühe sein können. Mit Luftsprüngen freuen sie sich auf den bevorstehenden Alpsommer. Aber das ganze Jahr hindurch geniessen Kühe von Knospe-Bauern viel Freiheit. Sie werden nach den strengen Vorschriften von Bio Suisse gehalten, bekommen besonders viel und regelmässig Auslauf und viel Gras, Klee und Kräuter zu kauen… wie übrigens auch ihre Kollegen, die Ziegen und Schafe.

Weil Knospe-Kühe oft im Freien sind und nicht auf Hochleistung getrimmt werden, sind sie robust und widerstandsfähig. So kann bei ihnen auch auf den vorbeugenden Einsatz von Antibiotika verzichtet werden. Sie erhalten übrigens 100 Prozent Biofutter, und Kraftfutter - wie Soja und Mais - wird kaum beigemischt. Biomilch ist besonders würzig und weist einen hohen Anteil an gesunden Omega-3-Fettsäuren auf. In dem aus solcher Milch gewonnenen Käse steckt nicht nur wegen des achtsamen Umgangs der Bauern mit ihren Tieren ganz viel Natur. Die über 100 Sorten Biokäse - auch zahlreiche Ziegen- und Schafkäsespezialitäten sind darunter - werden speziell schonend verarbeitet und sind frei von Zusätzen wie Aroma-, Farbstoffe oder gar Geschmacksverstärker. Originalität und Charakter verleihen ihnen alleine die Milch und das Käsehandwerk. . Vielfältige Rezepte zu Biokäse sind übrigens auf unserer um weitere 80 Rezepte bereicherten Rezeptplattform zu finden.
Wen erstaunt's, dass die mit viel Herzblut hergestellten Biokäse-Spezialitäten in nationalen und internationalen Wettbewerben oft besonders gut abschneiden? Oh, und apropos Wettbewerb: Falls Sie an zwei Gratisübernachtungen im Whitepod-Resort im Wallis interessiert sind, hier winkt Ihre Chance

AGRARPOLITIK - KOMPROMISS FÜR BIOLANDBAU


Im Oktober hat der Bundesrat die neuen Verordnungen zur Agrarpolitik 2014 -17 in Kraft gesetzt. Für Bio Suisse ist die neue Agrarpolitik ein vertretbarer Kompromiss für den Biolandbau. Ökologische Anliegen werden insgesamt gestärkt - auch wenn der Biolandbau nur leicht davon profitiert.

Positiv an der neuen Agrarpolitik beurteilt Bio Suisse, dass das neue System ökologische, soziale und ökonomische Ziele besser aufeinander abstimmt und so der Nachhaltigkeit insgesamt mehr Gewicht verleiht. So werden ökologische Anliegen wie Biodiversität, sparsamer Ressourceneinsatz und das Tierwohl gezielter unterstützt. Gleichzeitig fördert die neue Agrarpolitik den Ackerbau und verbessert dadurch die Versorgungssicherheit im Inland. Marktverzerrende Instrumente in der Tierhaltung werden abgebaut, was den Milch- und Fleischmarkt nachhaltig entlasten dürfte. "Bio Suisse ist zwar nicht begeistert von der neuen Agrarpolitik, der Biolandbau steht nach den Anpassungen aber alles in allem etwas besser da als vorher", schätzt Martin Bossard, Leiter Politik von der Geschäftsstelle in Basel, die Lage ein. Ein Grossteil der Biobetriebe wird allerdings nicht mehr Direktzahlungen erhalten als heute. Auch Biobetriebe werden den Verlust der allgemein ausgerichteten Direktzahlungen mit zusätzlichen Leistungen kompensieren müssen. Die Politik bietet ihnen jedoch für das Erbringen von ökologischen Leistungen künftig zusätzliche und auf Bio zugeschnittene Möglichkeiten. Wie sich das neue System in der Praxis bewährt, wird ausschlaggebend sein, und Bio Suisse wird dannzumal nötigenfalls mit gezielten Verbesserungsvorschlägen reagieren. Mehr zum Thema

McGRISCHUN - KNOSPE IM BURGER


McGrischun heisst die neuste Kreation von McDonald's Schweiz. Mittendrin in diesem Burger mit Bündner Wurzeln liegt eine Scheibe Bündner Bio-Bergkäse, hergestellt nach den Richtlinien von Bio Suisse. Reinbeissen und ausprobieren darf man ihn im Rahmen der "Schwiizer Wuche" von McDonald's ab 11. November bis 1. Dezember in über 150 Restaurants.

Durch diese Zusammenarbeit mit der Nummer 1 der Schweizer Gastronomie kommt Bio Suisse dem vermehrten Bedürfnis nach Bio auch bei einem jungen, urbanen Publikum entgegen. "McDonald's hat ein sehr gutes Qualitäts- und Nachhaltigkeitskonzept, was für uns ein wichtiges Kriterium der Zusammenarbeit ist," sagt Jürg Schenkel, Marketingleiter von Bio Suisse, "und es ist uns ein Anliegen, dass Bio-Produkte auch in der zunehmend wichtiger werdenden Ausser-Haus-Verpflegung vermehrt zu finden sind". Schweizer Rindfleisch, Bündner Bio-Bergkäse und Bündnerfleisch IPG in einem Ciabatta-Brot: das verspricht der McGrischun. Was den Bio-Bergkäse in seiner goldenen Mitte anbelangt, stammt dieser aus Bergkäsereien, die der Genossenschaft "Sortenorganisation Bündnerkäse" mit Sitz in Chur angeschlossen sind. Sie alle verarbeiten auch Milch von Knospe-Kühen und liegen mindestens tausend Meter über Meer. Die Molkerei von Bever auf 1'700 M.ü.M. ist sogar die höchstgelegene Europas. Der nach altbewährtem Rezept von Hand hergestellte Käse darf im Tal bis zu neun Monate reifen und seinen typisch würzigen Geschmack in Ruhe entwickeln, bevor er uns zu geschmackvollen Höhenflügen begleiten darf. Mehr zum Thema

GENIESSEN - SLOW-FOOD MESSE


Biolebensmittel sprechen alle Sinne an - und sie sind nicht nur gut für uns, sondern auch für die Natur und unsere Umwelt. Dies erfahren Besucherinnen und Besucher am Slow-Food-Market in Zürich, der vom 8. bis 10. November zum dritten Mal seine Türen öffnet.

An dieser Messe über genussvolle Leckereien und Produkte aus nachhaltiger Landwirtschaft hat auch die Biodiversität im Alpenraum ihren Platz. Kleinere Produzenten präsentieren ihre Spezialitäten - vom Biohonig aus dem Tessin über Käse-Delikatessen, spezielle Gemüse-, Früchte- oder Kartoffelsorten bis hin zum nachhaltig produzierten Salsiz aus verschiedenen Bergregionen.
Das Herz der Veranstaltung bildet "der Markt für alle Sinne", die riesige Markthalle mit einem bunten Angebot an Produzenten und Herstellern, wo es echte Trouvaillen zu entdecken, über Landwirtschaft und Essen zu diskutieren und einzukaufen gibt. Hier erklären Biowinzer ihre Faszination für einen lebendigen, natürlichen Rebberg, Imker vermitteln, was Bienen alles für Mensch und Umwelt leisten, und es wird nicht an Kuriositäten aus der Welt des Pflanzenbaus fehlen: über 20 Kartoffelsorten und mehr als 50 Apfelsorten werden präsentiert. Alle Liebhaber einer authentischen und "langsamen" Küche kommen an dieser Messe auf ihre Rechnung. Neben dem beliebten Sinnesparcours bietet die neue Showküche ein duftendes Spektakel: Ob Öpfelchüechli, neue Kürbisrezepte, fast Vergessenes aus alten Schweizer Kochbüchern oder Leckeres aus der Älplerküche - in der Pfanne brutzelts... Passend dazu präsentieren Dominik Flammer und Sylvan Müller ihr neues Buch "Das kulinarische Erbe der Alpen - Das Kochbuch". Wer das im letzten Jahr erschienene Vorgängerbuch kennt, der weiss: Es ist die helle Freude für Augen und Gaumen.

FONDUE - À LA BLUMENTHAL


Passend zum Thema des Monats gehört auch folgende Neuigkeit: Im gemütlichen Chäs-Chalet in Kriens gibt's ab Mitte Oktober bis zum März neben verschiedensten Fondue- und Raclette-Spezialitäten auch Biokäse zu geniessen: Knospe-Bauer und Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal lanciert mit der Marke "Knospe" von Bio Suisse ein zertifiziertes Bioraclette und -fondue als Sortimentserweiterung des urchigen Chäs-Chalets.

Sind Sie auf der Suche nach einem heimeligen Treffpunkt? Ein besonders gemütlicher ist das Krienser Chäs-Chalet, das seine Türen jeweils in der kalten Jahreszeit von Oktober bis März öffnet. In gemütlicher Bärgler-Atmosphäre lassen sich dort neben Glühwein-Apéro und den üblichen Käse-Spezialitäten neu nun auch Biofondue und -raclette geniessen. Die zertifizierte Biokäsemischung "Knospe" von Renzo Blumenthal ist exklusiv: Jedes Fondue ist von Grund auf frisch gemacht, und der Käse stammt von glücklichen Schweizer Knospe-Kühen. Auch ganz allgemein findet sich im Chäs-Chalet eine grosse Fondueauswahl, vom normalen "Moitié-Moitié" bis hin zum "de luxe" mit Champagner und Trüffel. Selbst für Laktose-intolerante Gäste steht mit dem Fondue aus Schafskäse eine Variante parat. Und dank Renzo Blumenthal kommen nun auch alle Biokäseliebhaber auf ihre Rechnung. Für Gourmets mit Gewissen.

GASTRONOMIE - NACHHALTIG UND SOZIAL


Dass sich Biorestaurants speziell für Nachhaltigkeit einsetzen und auch im sozialen Bereich mit Engagement ans Werk gehen und Verantwortung für ihre Mitarbeitenden übernehmen, zeigen immer wieder erfreuliche Meldungen. Kürzlich durfte das Biorestaurant Traube in Ottikon ZH den Green Smiley-Award, entgegennehmen. Dieser Preis von Heineken zeichnet Schweizer Gastronomiebetriebe für ihr Engagement für Mensch und Umwelt aus.

Den ersten Preis des Heineken Green Smiley-Awards erhielt dieses Jahr das Restaurant Traube in Ottikon bei Gossau ZH. Der kleine Gasthof bietet 30 Jugendlichen mit schwierigem Hintergrund einen Ausbildungsplatz und setzt sich damit engagiert dafür ein, dass die Jugendlichen später eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Das Restaurant Traube führt auf seiner Karte ausschliesslich Produkte aus biologischer Landwirtschaft. "Der kleine Gastrobetrieb schafft Lebensfreude", so ein Jury-Mitglied. Und mit der biologischen Küche werde der ökologische Landbau unterstützt, das sei ein wichtiges Engagement für die Umwelt, lautete die Vergabe des Preises.
Auch in Sachen Restenverwertung und sparsamem Einsatz von Ressourcen engagieren sich Biorestaurants mit viel Erfindergeist für die Umwelt: Das Buffet Dreieck in Zürich etwa kocht mit intakten, aber nicht mehr verkäuflichen Biolebensmitteln aus den Läden und setzt sich damit gegen die enorme Lebensmittelverschwendung ein. Was im kleinen Zürcher Bistro in den Kochtopf kommt, ist schweizweit einzigartig: Es sind fast ausschliesslich Biolebensmittel, die in den Geschäften im Abfall landen würden. Weil beispielsweise die Verpackung beschädigt, das Ablaufdatum knapp überzogen oder das Gemüse krüppelig ist. "Wir wollen zeigen, was man aus Lebensmittelüberschüssen alles machen kann", sagt Leiterin Rosmarie Schaub. Von der Köchin ist damit zwar hohe Flexibilität und ein gerüttelt Mass an Spontaneität gefordert, denn erst am Vortag weiss sie, aus welchen Produkten sie am nächsten Mittag ihren Gästen etwas Geschmackvolles auf den Teller zaubern kann. Aber auch sonst überzeugt die Beiz mit Ökogeist: Essen zum Mitnehmen gibt's nur im Mehrweggeschirr, Abfall wird möglichst vermieden, Servietten etwa sind aus Stoffresten oder stammen aus dem Brockenhaus.
Originelle Ideen zum Thema Lebensmittel-Verwertung sucht auch die Stiftung für Konsumentenschutz SKS. Mit einem Wettbewerb macht die Organisation gemeinsam mit dem Bundesamt für Umwelt auf die enorme Lebensmittelverschwendung aufmerksam: 100 Kilogramm Nahrungsmittel wirft jede Schweizerin und jeder Schweizer pro Jahr weg. Damit diese Zahl kleiner wird, sind clevere Ideen gesucht. Los geht's!

TIPP DES MONATS - NEUER STAR DER WEINSZENE


Der Biowinzer Tom Litwan darf sich dieses Jahr besonders freuen. Mit den Biotropfen aus seinem Rebberg im Aargauischen Schinznach-Dorf traf er voll ins Schwarze: Der 35-jährige Jungwinzer wurde von "Gault Millau" zu den "100 besten Schweizer Winzern" auserkoren. Mit seinen Weinen wird er in der Weinszene als "neuer Schweizer Shootingstar" gehandelt und wohl weiterhin von sich reden machen.

Erst über Umwege fand der Aarauer Tom Litwan zu seiner Passion. Der einstige Maurer lernte bei einem längeren Aufenthalt im Burgund den Wein als einmaliges Kulturgut kennen und schätzen. Nach einer Zusatzausbildung als Winzer auf einem Biobetrieb in Biel, dem Besuch der Fachschule für Önologie sowie einem Spitzenjob als Kellermeister in Genf, konnte Litwan vor sieben Jahren endlich seien Traum als Winzer verwirklichen. In Schinznach-Dorf und auf Parzellen der umliegenden Gemeinden baut er seither auf kleinen, aber feinen Rebbergen nach biodynamischer Überzeugung Trauben der Sorten Pinot-Noir, Riesling-Sylvaner und Chardonney an. Die edlen Tropfen, die bisher nur in Baden und Zürich erhältlich sind, überzeugen durch ihren filigranen, eigenständigen Charakter und sind besonders aromatisch. Keltern nach eigenem Gusto und Ehrlichkeit sind ihm wichtig: So genügen ihm beim Pinot Noir, den er im Eichenfass ausbaut, ein relativ geringer Alkoholgehalt von 12,5 bis 13 Prozent, dafür werde der Wein filigran und leicht. "Ich will keine Knaller mit tiefroter Farbe", so Litwan gegenüber der Aargauer Zeitung, "ein ehrlicher, aromatischer Tropfen, den ich selber mag, ist mir lieber." Weder Färbertrauben noch andere Hilfsmittel verdunkeln seinen hellen Rotwein, der dafür mit besonders viel Aroma überzeugt. Auch die Riesling-Sylvaner-Trauben erntete er dieses Jahr früh, weil bereits reif, und er erzielt damit prickelnden Charakter. Grund genug, den Shootingstar unter den Weinmachern zu entdecken. Santé!

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