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Newsletter November 2012



NEWSLETTER NOVEMBER

Erstaunlich lange sind sie in vielen Regionen grün geblieben dieses Jahr, die Bäume. Und umso plötzlicher scheint es die Natur nun eilig zu haben, flattert uns Farben um die Nase und legt uns Gold zu Füssen. Über einen goldenen Herbst dürfen sich diesmal einige Menschen freuen, die sich mit Käse, Wein oder langjährigem Engagement für den Biolandbau und die Marke Knospe von Bio Suisse ausgezeichnet haben und zu Würden kommen. Darüber zu reden: auch das ist Gold.

Ihre Bio Suisse

SWISS CHEESE AWARDS - 4 X KNOSPE


Für die achte Ausgabe der Swiss Cheese Awards war unlängst die Stadt Bellinzona Gastgeberin. Nach der Einweihung durch den Direktor des Bundesamtes für Landwirtschaft, Bernard Lehmann, gab es reichlich Arbeit für die über hundert Käse-Experten und auch reichlich Medaillen.

Die 115 Experten prüften insgesamt 714 Käse, welche wiederum in fast dreissig Kategorien unterteilt waren. Aus allen Kategoriensiegern ermittelte die Sonderjury den Swiss Cheese Champion als Hauptgewinner. Den begehrten Titel teilen sich Charles und Patrick Hauser aus Le Lieu VD für ihren Vacherin Mont-d'Or AOC. Damit sind sie offiziell beste Schweizer Käser dieses Jahres. Alle Sieger jeder Kategorie erhielten eine Medaille. Zu je einer Medaille können wir vier Knospe-Betrieben gratulieren: der Augstbordkäserei Turtmann VS für ihren Wallis 65 Valdor, der Seiler Käserei AG für ihren Raclette classic eckig, der Fromages Spielhofer SA BE für ihren Tête de Moine AOC sowie Jürg Flükiger von der Sennerei Splügen GR für seinen Splügner Kräuterzauber. Letzterer kann damit zu einem World Cheese Award auch noch die Landesmedaille für den zauberhaften Käse aus der Region um Splügen vorweisen. Erfahren Sie mehr über den Anlass und seine Gewinner

URCHUCHI - BIODIVERSITÄT, GENUSSVOLL


"Pflanzen sind wie Bücher: Sie helfen unsere Neugier wachzuhalten." Diese Weisheit stammt nicht von Herrn von Goethe, sondern von Martin Weiss, dem Autor der beliebten URCHUCHI-Buchreihe. Gemeinsam mit dem kreativen Küchenchef und ProSpecieRara-Schulgarten-Profi Albi von Felten hat er ein neues Kochbuch veröffentlicht. Doch halt: Der Begriff "Kochbuch" ist diesmal so ziemlich untertrieben.

Martin Weiss und Albi von Felten haben tief in so manchen Schweizer Kochtopf geblickt, aber auch in die Natur mit ihren Angeboten. Darunter befinden sich auch solche, die schon fast in Vergessenheit geraten sind. Alte Gemüse-, Obst- und Beerensorten sind nicht nur Kulturgut, sie sind auch Geschmacksgut für uns, das wir künftigen Generationen erhalten sollten. Das sorgfältig gestaltete und reich illustrierte ProSpecieRara-Kochbuch mit dem Titel Blaue Schweden, Grüne Zebra, Roter Feurio lehrt uns nicht nur 150 feine Rezepte leicht nach zu kochen, sondern es eröffnet uns, was Biodiversität mit den über 200 Porträts verschiedener Sorten heissen kann. Es vermittelt zudem zahlreiche Tipps zum Einkaufen und auch zum Gärtnern. "Wahrer Genuss ist die Frische der Natur, die Kraft der Jahreszeiten und die Einzigartigkeit der Biodiversität", sagt Albi von Felten. Hier ist ein Nachschlagewerk entstanden mit wertvollen Hintergrundinformationen und Geschichten rund um Ingredienzen, deren Weg in unsere Kochtöpfe eine Bereicherung von A(nbau) bis Z(Zerkauen oder auf der Zunge zerfliessen lassen) bedeutet. Mehr Informationen

KLIMAWANDEL - BIOLANDBAU TUT GUT


Ist Bio gut fürs Klima oder nicht? Diese Frage wird immer wieder kontrovers diskutiert. Nun liegt eine neue Studie vor. Der Biolandbau bindet mehr Kohlenstoff aus der Atmosphäre in die organische Bodensubstanz zurück und trägt so zur Minderung des Klimawandels bei. Zu diesem Schluss kam eine Gruppe von internationalen Klimaexperten unter der Leitung des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frick AG. Was fanden sie heraus?

Kohlendioxid ist ein Treibhausgas, dessen ansteigende Konzentration in der Atmosphäre für den Klimawandel mitverantwortlich ist. Die Studie bestätigt das grosse Potenzial des Biolandbaus als klimafreundliches Anbausystem. Die Forschergruppe hat erstmals Daten von 74 Vergleichsstudien aus der ganzen Welt ausgewertet. In diesen Studien wurde organischer Kohlenstoff im Humus von Böden unter biologischer und konventioneller Bewirtschaftung gemessen. Das Resultat: Kohlenstoffvorräte in biologisch bewirtschafteten Böden sind durchschnittlich um 3,5 Tonnen pro Hektare höher als in nichtbiologisch bewirtschafteten Böden. Aufgrund von 20 Studien konnten die Forschenden zudem berechnen, dass biologisch bewirtschaftete Böden bis zu 450 kg mehr atmosphärischen Kohlenstoff pro Hektare und Jahr speichern können. Doch Kohlenstoffrückbindung in der Landwirtschaft ist nur ein Teil der nötigen Massnahmen zur Minderung des Treibhausgasausstosses. Emissionsreduktionen sind global und in allen Sektoren notwendig, um das Problem des Klimawandels in den Griff zu bekommen. Die renommierte Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) hat die Ergebnisse der Analyse veröffentlicht

JUBILÄUM - 40 JAHRE IFOAM


Als 1972 der Präsident des französischen Bauernverbandes "Nature et Progrès" zum internationalen Zusammenschluss für die Zukunftssicherung der ökologischen Landwirtschaft aufrief, begann die Geschichte von IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements). Als Plattform setzt sich der Dachverband seither weltweit für die Interessen seiner mittlerweile 870 Mitgliedorganisationen in über 120 Ländern ein. Zum Anlass ihres 40-Jahre-Jubiläum organisiert IFOAM vom 23. bis 28. November unter anderem auch die "Bonner Nachhaltigkeitstage".

Für sechs Tage wird Bonn wieder Hauptstadt sein, und zwar diejenige des internationalen Austauschs für Nachhaltigkeit mit einer Reihe von Foren, Referaten, Podiumsdiskussionen. Die 40-jährige IFOAM hat hochkarätige Spezialisten aus der ganzen Welt dazu eingeladen. IFOAM-Geschäftsführer Markus Arbenz dazu: "Es gibt zwar 40 Jahre zu feiern, aber wir schauen vor allem vorwärts und entwickeln mit Menschen aus aller Welt, wie Biolandbau dereinst konkret aussehen wird, wenn wir vollständig nachhaltig sind."
Als langjähriges Mitglied von IFOAM hat Bio Suisse beschlossen, zum Zeichen der Solidarität eines vom internationalen Dachverband vorgeschlagenen "Geburtstagsgeschenke" zu finanzieren. Die Zuwendung aus der Schweiz geht an die junge Nepalesin Sabitri Dahal. Sie setzt sich im Rahmen verschiedener Projekte und innerhalb einer Arbeitsgruppe für Biolandbauinitiativen unermüdlich und engagiert dafür ein, das Leben der Menschen in ihrem Land zu verbessern. Und hier geht's zum Jubiläumsblog

BIOWEINE - 3 X AUSGEZEICHNET!


Nicht nur am Rheinknie konnten sich die Besucher anlässlich der Basler Weinmesse Ende Oktober/Anfang November davon überzeugen, dass Bioweine von Knospe-Winzern voll im Trend sind. Immer häufiger nehmen Biowinzer für ihre Tropfen Auszeichnungen sowie die Anerkennung von Fachleuten und Geniessern auf dem nationalen und internationalen Parkett entgegen. Bio ist erfolgreich, und das bestätigt sich auch beim Wein.

Gleich dreimal Auszeichnungen gab es in den letzten Wochen: Das Weingut La Torre in Poschiavo GR produziert in den Weinbergen von San Siro bei Bianzone im Veltlin einen ökologischen Wein, der internationale Anerkennung findet. Neben zwei weiteren Medaillen hat Kellermeister Marcel Zanolari mit seinem Cabernet Sauvignon beim 20. internationalen Wettbewerb für Weine aus Bergregionen den begehrten Preis "Bio Cervim 2012" erhalten, der dem besten Wein aus ökologischem bzw. biodynamischem Anbau vorbehalten ist. Der Cabernet Sauvignon wurde dabei nicht nur als bester Wein aus ökologischem Anbau ausgezeichnet, sondern gewann zudem eine Goldmedaille innerhalb der verschiedenen Kategorien und holte damit auch den Sonderpreis "Premio Eccellenza CERVIM 2012". Bertrand Favre vom Domaine du Miolan in Choulex GE erhielt für seinen Gamaret 2011 den "Prix Bio" im Rahmen der Galaveranstaltung des Grand Prix du Vin Suisse 2012. Kommentar der Jury: "Am Gaumen ist der Wein rund und ausbalanciert, körperreich, mit harmonischen Tanninen. Die Fruchtigkeit hallt lange nach… " Und der Dritte im Bunde ist Biowein-Pionier Reynald Parmelin, der mit der "Trophée Bio Vaud" anlässlich der "Sélection des Vins Vaudois" einen neuen Titel zu seinen bereits zahlreichen Auszeichnungen hinzufügen durfte. Parmelin feiert übrigens dieses Jahr sein 20-Jahre-Bioweinbau-Jubiläum. Herzliche Gratulation und: Santé!

CASEIFICIO - KNOSPE-KOOPERATIVE


Puschlaver Biokäse ist ein Qualitätsprodukt erster Güteklasse. Die Kooperative Caseificio Valposchiavo hat sich seit vielen Jahren mit Überzeugung und mit Stolz der Bioproduktion verschrieben. Sie verarbeitet Milch von an die fünfzehn Landwirtschaftsbetrieben aus der Region zwischen Berninapass und Veltlin. Unlängst hat die Kooperative ihre neue Produktionsstätte eingeweiht.

Mit der neuen Infrastruktur ihrer Produktionsanlage Li Gleri in San Carlo im Puschlav hat die Bio-Kooperative Caseifici beste Voraussetzungen für die Weiterentwicklung eines wichtigen Wirtschaftszweigs dieser südlichen Region Kantons Graubünden geschaffen. Das Gebäude der Caseificio Valposchiavo entspricht modernsten und rationellen Anforderungen und bietet Besuchern über eine Galerie die Möglichkeit, Einblick in die Verarbeitungsschritte des "Formaggio Bio Valposchiavo" zu erhalten. Hightech und Tradition: Die sieben Mitarbeitenden der Molkerei werden auch in Zukunft für die Verarbeitung und den Verkauf qualitativ hochstehender Produkte aus Knospe-Milch wie Käse oder Joghurt sorgen, die nun mit modernsten Anlagen nach alter Überlieferung und im Einklang mit der Natur hergestellt werden. Öffnen Sie die Türe für einen kurzen Besuch

TIPP DES MONATS - EQUI-TABLE


Haben Sie auch schon lange danach gesucht? Das erste Fairtrade-Restaurant ist da. Es heisst EquiTable und ist seit Anfang des Monats in Zürich, im Kreis 4 an der Stauffacherstrasse 163 im ehemaligen Sankt Meinrad zu finden.

Fair von A bis Z : Für die Initianten dieser Neuheit musste alles stimmen: "Ein fairer Vermieter und Vormieter, ein schönes und preiswertes Inventar, ein betriebsbereites, hübsches Lokal und eine sehr attraktive Lage in einem belebten Quartier mitten in der Stadt Zürich mit einem für das Konzept passenden Publikum machen das Sankt Meinrad zur idealen Wirkungsstätte von EquiTable", sagt Roland Jenni, selbständiger Berater für Entwicklungsprojekte insbesondere im Fairen Handel. Zusammen mit dem Küchenteam teilt Jenni die Begeisterung für nachhaltige Gastronomie. Mit hochwertigen Produkten und deshalb höheren Rohstoffkosten will sich EquiTable im Premiumbereich positionieren und 13-14 Punkte GaultMillau anstreben. In einem zweiten Schritt sollen weitere Flagschiffe auch in Bern und Basel eröffnet und bei erfolgreicher Markteinführung um zwei bis drei Standorte und ein Catering erweitert werden. Ein fairer Plan für Fairtrade. Bitte sehr, treten Sie näher

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