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Newsletter Februar 2014



NEWSLETTER FEBRUAR

Der zweite Monat im Jahr ist auch der "Narrenmond". Jetzt, eigentlich noch mittendrin im Winter, ist es da und dort an der Zeit, mit Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsritualen uralter Tradition den frostigen Dämonen so richtig Angst einzujagen. Und Hand aufs Herz: Etwas Narrenfreiheit kann auch in anderen Bereichen hilfreich sein, gruselig kalte Dämonen zu vertreiben. Denn: Narren offenbaren uns zuweilen Wahrheiten, die wir aus Furcht davor verschweigen, dass es kalt um uns wird. Willkommen im Narrenmond.

Ihre Bio Suisse

PRODUKT DES MONATS - APFEL IM WETTBEWERB


Er ist knackig und rundum eine wirklich attraktive Erscheinung. Vor dreissig Jahren wurde er in Tschechien geboren, oh pardon: gezüchtet. Mitte Oktober wird er normalerweise geerntet und bleibt - gut gelagert - fein und knackig geniessbar bis Anfang April. Während sich seine Schale von Natur aus wachsig anfühlt, ist das Fruchtfleisch fest und feinzellig. Richtig: Es geht hier um einen der Stars unter den Äpfeln, den Topaz.

Der Topaz ist ein echtes Erfolgsmodell. Er sieht gut aus und er schmeckt auch so: saftig, frisch und würzig. Ausserdem eignet er sich besonders für den Bioanbau, denn er ist robust, wenig krankheitsanfällig und gedeiht sehr gut ohne chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel. Kein Wunder, lieben ihn Gross und Klein und darunter auch die Bioapfelproduzenten. Der Topaz spielt deshalb die Hauptrolle im aktuellen Bio Suisse Wettbewerb. Verlost werden unter anderem zwei Wochenende für je zwei Personen auf dem idyllischen Bio-Schlosshotel Wartegg. Dort warten zum Beispiel kulinarische Köstlichkeiten der mehrfach ausgezeichneten Küche in historischen Mauern mit englischer Parkanlage und noch so manches mehr. Lassen Sie sich das nicht entgehen - viel Glück!

VOLKSINITIATIVEN - ERNÄHRUNGSSICHERHEIT UND LEBENSMITTEL


Sowohl der Schweizer Bauernverband SBV als auch die Grünen Schweiz stehen hinter Initiativen, die sehr wichtige Fragen stellen. In beiden Volksinitiativen geht es um das Thema Ernährung. Stärkung der Inlandproduktion einerseits, Schweizer Standards für Importprodukte andererseits.

"Beiden Initiativen ist zugute zu halten, dass sie sich für die Produktion von qualitativ hochstehenden und nachhaltig produzierten Nahrungsmitteln einsetzen. Hinter diesen Grundanliegen stehen zwar auch wir im Vorstand von Bio Suisse, werden aber beide Initiativen weder unterstützen noch ablehnen", sagt Präsident Urs Brändli. Warum? Aus Sicht des Vorstandes sind die Anliegen der SBV-Initiative bereits in der Verfassung (Artikel zu Landwirtschaft, Raumplanung, Nachhaltigkeit) oder im Landwirtschaftsgesetz enthalten. Bio Suisse möchte die durch diese Initiative gebundenen Ressourcen vielmehr zur Umsetzung der bestehenden rechtlichen Grundlagen vorteilhafter einsetzen. Was die Lebensmittel-Initiative der Grünen anbelangt, enthält diese einige problematische Punkte. So wird beispielsweise die ökologische Rolle der Transporte überbetont, während gravierende Probleme wie offene Nährstoffkreisläufe, Pestizidbelastung, Gentechnik, Lebensmittelverschwendung und Biodiversitätsverlust nicht ausdrücklich thematisiert werden. Bio Suisse würde die Ausarbeitung eines Gegenvorschlags begrüssen und sich aktiv daran beteiligen. Seine Haltung zu beiden Initiativen wird der Vorstand den Delegierten im April vorstellen. Weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier

MOST - SÜSS, SÜSSER AM BESTEN


Olivier Schupbach aus Bramois VS ist einer unserer Knospe-Landwirte, die auf Bio umgestellt haben, weil sie von der Nachhaltigkeit dieser Landwirtschaftsform felsenfest überzeugt sind. Seine Überzeugung, gepaart mit seinem Können, trägt beste Früchte: Am Qualitätswettbewerb des Schweizer Obstverbandes wurde er vor kurzem zum Jahressieger im Süssmostwettbewerb gekürt. Bio Suisse ist stolz auf diesen Walliser.

An den regionalen Ausscheidungen zum Wettbewerb hatten mehr als 500 Obstbaubetriebe sowie bäuerliche und kleingewerbliche Mostereien teilgenommen. 56 Säfte aus der ganzen Schweiz waren im Finale. Voraussetzung für die Teilnahme: Von der eingereichten Ware mussten mindestens 200 Liter produziert worden sein. Neben Olivier Schupbach wurde auch Guido Horber aus Gossau SG zum Jahressieger gekrönt, und zehn weitere Produzenten erhielten eine Goldmedaille. An der Preisverleihung im Januar im Rahmen der Agrovina in Martigny VS beurteilte die Jury das Qualitätsniveau als hoch. Der Geschmack von naturreinem Schweizer Süssmost und Mischsäften ist so vielfältig wie die Früchte, aus denen er gepresst wird. Im Kurzfilm unseres Knospe-Kinos erklärt Jahressieger Olivier wie er arbeitet

METZGEREIEN - MEDAILLEN WIE HEU


Gleich fünf Medaillen auf einmal hat sich Familie Buffoni am Wettbewerb des Schweizer Fleischfachverbands geholt. Bereits an der Qualitätsprämierung für die begehrten "Gourmet Knospen" von Bio Suisse haben sich die Buffonis aus Illnau ZH schon verdient gemacht. Und ein weiterer Fleischverarbeiter, der auch nach Knospe-Richtlinien arbeitet - die Zentrum Metzg aus Windisch AG - erhielt ihre Medaillen sozusagen im Dreierpack: Gold, Silber und Bronze.

Enrico, Evandro, Agnes und Manuela heissen die Mitglieder des Familienunternehmens Buffoni. Sie haben schon über hundert Medaillen nach Illnau getragen. Die fünf neusten Medaillen haben sie mit ihrem "Füürtüüfeli", diesem extra-scharfen Schweinswürstli, und mit ihrem Hausschüblig verdient. Beide erhielten Gold. Die Mitglieder der Prüfungskommission waren aber auch von ihrem Fleischkäse, ihren Cervelats und ihren Wienerli überzeugt und verliehen diesen Produkten die Bronzemedaille. Für ihre Römerbratwurst heimste des Team der Zentrum Metzg Gold, für den Chämibraten Silber und für die Pouletbälleli mit Pistazien Bronze ein. Am Wettbewerb des Schweizer Fleischfachverbandes hatten über 170 gewerbliche und industrielle Fleischverarbeitende mit an die 800 Produkten teilgenommen. Aber werfen Sie doch kurz einen Blick in die Medaillen-Metzgereien der Dream-Teams Buffoni und der Zentrum Metzg

STANDARDWERK - ÖKOLANDBAU IN EUROPA


Pünktlich zur "Internationalen Grünen Woche" in Berlin, wo sich im Januar Landwirtschaftsexponenten trafen, und auch im Vorfeld der Weltleitmesse Biofach, die vom 12. bis 15. Februar in Nürnberg die Herzen der Anhänger von Biolebensmitteln aus aller Welt höher schlagen lässt, ist ein neues europäisches Biostandardwerk erschienen: "Ökologischer Landbau in Europa".

Das von der IFOAM EUGroup herausgegebene und vom Forschungsinstitut für Biologischen Landbau FiBL in Frick AG sowie weiteren Partnern massgeblich mitgestaltete Werk vereinigt eine kaum je dagewesene Dichte von Daten über die europäische Biolandwirtschaft. Daneben finden sich interessante Recherchen über die Entwicklungen auf dem europäischen Markt. Der gut 200-seitige Band kann ab Mitte Februar beim FiBL in Frick bezogen werden. Und wer die weltweite Biolandwirtschaft, ihre Netzwerke und ihre Exponenten hautnah miterleben möchte, für den lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch in Nürnberg, wo wie bereits in den Vorjahren auch Bio Suisse mit einem Stand vertreten sein wird.

ECO-FESTIVAL - NACHHALTIGKEIT


Die älteste Schweizer Mustermesse, die MUBA Basel, kennt hierzulande fast jedes Kind. An den letzten vier MUBA-Tagen wird dieses Jahr ein Thema gross geschrieben, das vor allem auch unseren Kindern und Kindeskindern zugute kommen wird: Vom 20. bis 23. Februar präsentiert das neue eco.festival (früher NATUR Festival) Ideen für eine zukunftsfähige, lebenswerte Schweiz.

Im Fokus stehen Sonderschauen zu den Themen "Zukunft Mobilität", "Green Fashion", "Markt der Zukunft" und "Swiss Fair Trade". Am Fest der Nachhaltigkeit, der eco.gala, wird am 21. Februar erneut auch der Schweizer Nachhaltigkeitspreis prix eco.swisscanto in verschiedenen Kategorien verliehen. Die Gewinnerin in der Kategorie "Hoffnungsträger" steht bereits fest: Es ist die Berner Rapperin Steff la Cheffe, die sich mit ihren gesellschaftskritischen Texten auch für Nachhaltigkeit einzusetzen weiss. Nominiert sind drei spannende Projekte in der Kategorie "Hauptpreis" und fünf Kandidaten in der Kategorie "Generation Zukunft". Und in letzterer Kategorie darf jede und jeder einem Lieblingsprojekt die Stimme geben

TIPP DES MONATS - UNTERWEGS MIT GEISSEN


Als einer der neuen Umstellbetriebe per 1.1.2014 hatten sich "Eveline, Dominik und die Geissenbande" vor einigen Monaten bei Bio Suisse angemeldet. Die Urner Biobäuerin und Schneiderin und der Zürcher Outdoorguide und Bühnentechniker bewirtschaften ihren Betrieb in Curaglia im Bündnerland. Sie wollen sich nicht nur den Bio Suisse Richtlinien und der Marke Knospe verpflichten, sie haben auch eine grosse Leidenschaft.

Eveline Hauser und Dominik Waldmeier haben Ihre Geissen nicht nur wegen deren wachen und neugierigen Charaktereigenschaften in ihre Herzen geschlossen. Ausser ihren bekannten Qualitäten als perfekte Landschaftspflegerinnen und fleissige Lieferantinnen für Milch zu Knospe- und Alp-Käse sowie für Knospe-Gitzifleisch, haben Geissen noch andere und weniger bekannte Potenziale. Neben 30 Muttertieren halten Eveline und Dominik ein Dutzend zahme und verschmuste Packböcke mit so sympathischen Namen wie Dalton, Klee, BumBum oder Manolito. Dalton und seine Kollegen sind Teil der Karawane "Geissherz". Die Biobäuerin und der Outdoorguide unternehmen mit ihnen ein- oder mehrtägige Trekkings und laden ein, das ursprüngliche und wilde Val Medel zu erwandern. Ihr Angebot eignet sich für alle, die den Kontakt und die Fortbewegung mit Tieren in der Natur und im Rhythmus der eigenen Schritte suchen. "Geeignet Für Kinder ab ca. sechs Jahren bis und mit jung gebliebene 80-Jährige", schreiben die beiden auf ihrer Website. Unterwegs bieten sie Wissenswertes zu Natur und Umwelt, Nutz- und Wildtieren, zur Kultur und Landwirtschaft der erwanderten Region. Ihre prächtigen Bilder wecken Lust auf Ferienpläne und eine Auszeit in einer anderen Welt, aber nicht auf der anderen Seite der Welt.

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