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Newsletter August 2012



NEWSLETTER AUGUST

Reden wir übers Wetter, das ist immer ein Thema: Alle Jahre wieder ist Sommer, doch die Jahreszeiten vergehen und gleichen sich nicht. "Zu" viel Wasser hier, "zu" viel Trockenheit da. "Zu" viel Kälte für die einen, "zu" viel Sonne für die anderen. Und - oh Schreck - alles auf einmal wäre des Guten oder Üblen viel zu viel. Wählen wir eine andere Variante, und lassen wir das Wörtchen "zu" weg, und freuen wir uns über den Sommer. Einfach so, gerade jetzt.

Ihre Bio Suisse

KNOSPEHOF-APP - NEU, LEICHT, SCHNELL


Wer nach dem Biohofladen gleich um die Ecke sucht oder am ganz anderen Ende der Schweiz, wer Ausschau hält nach dem geeigneten Biorestaurant fürs nächste Familientreffen oder nach Wochenmarktangeboten mit Bioprodukten, der darf sich über ein neues Angebot freuen. Für die Suche gibt's jetzt die Knospehof-App von Bio Suisse.

Zwar ist dieser etwas andere "Apple" (noch) nicht Knospe-zertifiziert, dafür ist Bio Suisse mit einer praktischen "App" im breiten Angebot der berühmten Applikationen für iPhones (in einigen Tagen) und für Android (ab sofort) präsent. Und bei der neuen Knospehof-App ist alles Bio und gratis. Per Smartphone ist jederzeit von unterwegs das gesamte Informationsangebot von www.knospehof.ch abrufbereit. Dazu gehört beispielsweise eine Agenda mit aktuellen Anlässen, wie Biomärkte in der ganzen Schweiz oder diverse Hoffeste, Hoftheater, offene Türen usw. auf Biohöfen. Besonders aufschlussreich ist auch ein Saisonkalender, der zeigt, wann welche Biofrüchte und -gemüse Erntezeit haben und obendrein, auf welchen Höfen diese Produkte erhältlich sind. Also: Knospehof-App im App Store (Apple oder Android) runterladen und: profitieren. Da sich neue Biobetriebe jederzeit selbst registrieren können, lohnt es sich, auf Knospehof-App immer wieder nach dem Neusten zu sehen.

TIERE - EU UND SCHWEIZ


Ende Juni hat der Bundesrat den Bericht "Auswirkungen des EU-Agrarfreihandels auf das Tierschutzniveau und die bäuerliche Tierhaltung" verabschiedet. Der Bundesrat kommt darin zum Schluss, dass ein umfassendes Abkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich zwischen der Schweiz und der EU keine Senkung des Tierschutzniveaus in der Schweiz zur Folge hätte. Die Interessengemeinschaft Agrarstandort Schweiz IGAS, der auch Bio Suisse angehört, nimmt Stellung dazu.

Die Mitglieder der IGAS befürworten die Verhandlungen über ein Abkommen mit der EU im Agrar-, Lebensmittel- und Gesundheitsbereich, wollen aber gleichzeitig den politischen Prozess aktiv begleiten und mitgestalten. Zum erwähnten Bundesratsbericht äussern sie sich folgendermassen: "Bei Abschluss eines umfassenden Abkommens im Agrar- und Lebensmittelbereich würden beide Parteien grundsätzlich die Gleichwertigkeit der jeweiligen Tierschutzbestimmungen anerkennen. Die Schweiz könnte aber weiterhin - wie dies auch gewisse EU-Mitgliedsstaaten handhaben - an strengeren Tierschutzbestimmungen festhalten. Es ist bekannt, dass die EU das in der Schweiz geltende Transitverbot betreffend Schlachttiertransporte aufgrund der Binnenmarktbestimmungen und des gemeinsamen Veterinärraumes Schweiz-EU in Frage stellt. Der Bundesrat hat jedoch ganz klar festgehalten, dass er sich bei allfälligen Gesprächen mit der EU weiterhin für die Beibehaltung dieses Transitverbots stark machen werde."

Die EU-Kommission hat unlängst eine neue Tierschutzstrategie für die Jahre 2012 bis 2015 verabschiedet, welche bestehende Massnahmen intensivieren und den Aufbau eines umfassenden Tierschutzrechts vorantreiben soll. Bei der EU sei ein allgemeines Umdenken im Bereich Tierschutz festzustellen, weshalb künftig mit einer weiteren Verschärfung der EU-Tierschutzbestimmungen zu rechnen sei, folgert daraus die IGAS. Mehr zum Thema

STAATSWEIN - RIESLING-SYLVANER 2011


Am Weingut des Forschungsamt für Biologischen Landbau FiBL in Frick arbeiten erfahrene Praktiker der ehemaligen Aargauer Staatstrotte sowie innovative Berater und Forscher des FiBL. Diese Kombination von traditioneller Anbau- und Ausbaukultur mit dem Know-how der neuesten Erkenntnisse aus der Bioforschung hat es in sich. Erst kürzlich wurde ein Wein dieses nicht ganz gewöhnlichen Weingutes zum "Aargauer Staatswein 2012" gekürt.

"Die Weine widerspiegeln den Charakter unseres schönen Kantons und sind Imageträger, auf die der Kanton Aargau stolz sein darf", heisst es in der Medienmitteilung des Kantons Aargau. Mit einer Rekordteilnahme von über 80 Weinen aus allen Anbaugebieten des Kantons erfreut sich der Wettbewerb grosser Beliebtheit. Sicher hat sich diesmal das ausserordentlich gute Jahr 2011 mit einem prächtigen Herbst auf die hohe Qualität der Wettbewerbsweine ausgewirkt. Fachwissen und Handwerk der Winzer trugen das ihre dazu bei. In der Kategorie Riesling-Sylvaner überzeugte der Biowein des FiBL in der Finaldegustation die Jury. Als Sieger trägt er ab sofort den stattlichen Titel "Aargauer Staatswein 2012". Er wird nun an offiziellen Anlässen des Kantons ausgeschenkt, und über die aargauischen Staatsfrauen und -männer hinaus werden sich während angeregten Gesprächen oder Small Talk die Gäste von seiner herausragenden Qualität überzeugen können. Und das ist sicher kein Staatsgeheimnis: Auch andere Tropfen des Weinguts FiBL überzeugen.

AUS ÜBERZEUGUNG - NEUE TV-KAMPAGNE


Rund fünf Jahre lang standen sie im Rampenlicht, die "Helden der Natur" mit ihren erlebnisreichen Geschichten auf der Bio Suisse Werbe-Bühne. Sie kamen, sahen, siegten, wurden berühmt. Nun ist die Zeit des Abschieds gekommen. Bühne frei für Neues. Diesmal begegnen wir Helden einer anderen Art.

Bei der neuen Bio Suisse TV-Kampagne heisst es "Kamera läuft" für den Biobauern. "Wir wollen mit dieser neuen Kampagne die Überzeugung zeigen, die ein Biobauer haben muss, um seine grossartigen Produkte zu produzieren", sagt Sylvia Ziegler, Projektleiterin Marketing-Kommunikation von Bio Suisse. Es geht um die Leidenschaft für den Beruf und das Engagement, ganz mit der Natur und ohne Chemie zu arbeiten. Sylvia Ziegler hat während der Arbeiten für das Projekt ein Online-Tagebuch geführt und laufend ergänzt. Die Bilder dazu lieferte ihre Kollegin Flavia Müller. Das Tagebuch zeigt die Entwicklungsschritte - angefangen mit der Erarbeitung der Strategie, den Vorbereitungen und den Dreharbeiten. Von Anfang an war ein wichtiges Anliegen, auch Knospe-Bäuerinnen und -bauern einzubeziehen. Ihr Fachwissen zählte ebenso wie das der Marketingprofis, und diese gegenseitige Befruchtung hat zum Endresultat geführt. Aber pscht! Die Vorabkampagne (schweizerdeutsch) startet am 27. bis 31. August, jeweils um 20.55 Uhr, auf SF Info. Die Kampagne selbst wird zu sehen sein ab 3. September auf den drei Sendern der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG sowie auf ausgewählten Privatsendern.
Neugierig auf mehr? Hier geht's zu Sylvias Tagebuch

O SOLE BIO… - DER MARKT AM SEE


Wer, wie die Bauernfamilien der Bio Region Zentralschweiz, mitten im Herzen der Schweiz lebt und arbeitet, der macht die Dinge von Herzen. Deshalb ist es ganz natürlich, dass hinter einem Anlass wie O SOLE BIO an der lauschigen Uferpromenade der Stadt Zug reines Herzblut steckt - Bioherzblut von A bis Z.

Der Zentralschweizer Anlass am Wochenende des 1. und 2. September ist mehr als nur ein Markt der Bioszene. Mit viel Einsatz und Liebe zum Detail bereiten sich die Knospe-Bauernfamilien aus der Region vor und zeigen, was ihnen wichtig ist: Authentizität, standortgerechte und ökologische Produktion, artgerechter Umgang mit Tieren. Ob Marktgemüse, knackige Würstli, knusprige Brot- und Backwaren oder Süssmost frisch ab Presse - für jeden Geschmack findet Klein und Gross das Passende. Aber auch Brauchtum und Handwerk ist zu bestaunen. Speziell für die Kinder kommt Biobauer Wilhelm Tell mit seiner Familie und vielen Tieren an den Zugersee. Und während des ganzen Wochenendes spielen Musikformationen auf. O SOLE BIO ist ein Fest für Freunde, Familie und alle, die gerne in reizvollem Rahmen flanieren.

www.osolebio.ch

FILMTIPP DES MONATS - "EINE HANDVOLL ZUKUNFT"


Dass "Urban Farming" im Trend liegt, ist ein begrüssenswertes Phänomen weltweit. Ganz nach dem Motto "act local, think global". Die beiden Journalistinnen Jeanne Woodtli und Sonja Mühlemann haben den Fokus auf die Gartenkooperative ortoloco gelegt und die Kamera in die Hand genommen. Entstanden ist der erste deutschsprachige Dokumentarfilm über solidarische Landwirtschaft.

Die Kooperative ortoloco ist im Frühling vor zwei Jahren aus dem Boden geschossen und hat Blüten getrieben. 400 Genossenschafter zählt sie in der Zwischenzeit. Diese verpflichten sich, mindestens fünf halbe Tage im Jahr mitzuhelfen. Ihr Lohn: Wöchentlich erhalten sie einen Teil des geernteten Gemüses. Wertvolle Erfahrungen inklusive. Die 1,4 Hektaren Land, die alle diese Stadtgärtnerinnen und -gärtner bewirtschaften, sind vom Biohof Fondli gepachtet, der zwischen Dietikon und Spreitenbach im Kanton Zürich gelegen ist. Samuel und Anita Lê Spahn bewirtschaften ihren Biohof nach den Richtlinien der Knospe von Bio Suisse. Der Film der beiden Freundinnen Jeanne Woodtli und Sonja Mühlemann zeigt nicht nur die fruchtbare Idee des Pionierprojektes Kooperative ortoloco und ihrer Reifungsprozesse, sondern auch die vielen unterschiedlichen Menschen, die gemeinsam mit grünen Daumen die Zukunft anbauen. Und gemeinsam geteilte Freuden, Erlebnisse und Begegnungen zählen ja bekanntlich doppelt. Am 10. August ist der Film "Eine Handvoll Zukunft" im Kino Xenix in Zürich zu sehen. Im Herbst ist er anlässlich der Burgdorfer Kulturnacht programmiert: 20. Oktober im Kino Krone. Die DVD (CHF 15) ist erhältlich über die Homepage der beiden Filmemacherinnen.

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