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Newsletter März 2012



NEWSLETTER MÄRZ

Endlich: Der Monat mit dem offiziellen Frühlingsanfang ist da. Auch wenn uns Astronomen immer wieder belehren, dass das sogenannte "Frühlingsäquinoktium" nicht durch ein bestimmtes Datum definiert wird, sondern durch eine besondere Position der Erde entlang ihrer Bahn um die Sonne, sind wir uns einig: Auf ein paar Tage früher oder später kommt es nach dem langen Winter jetzt nicht mehr an. Hauptsache Frühling - endlich.

Ihre Bio Suisse

BIOLANDBAU - WELTWEITES WACHSTUM


Wo fand das grösste Bioflächenwachstum in Europa statt? Welches Land hat den höchsten Bioanteil verglichen mit seiner gesamten Landwirtschaftsfläche? Wo werden am meisten Biolebensmittel eingekauft? Solche und viele andere Fragen beantwortet die neuste Auflage eines weltweit beachteten Standardwerks.

"The World of Organic Agriculture" bietet Zahlen, Fakten und Hintergründe zum Biolandbau auf allen Kontinenten. Die aktualisierte Neuauflage wurde im Februar im Rahmen der bekannten Nürnberger Messe BioFach präsentiert. In dem gemeinsam vom FiBL und der Internationalen Vereinigung Biologischer Landbaubewegungen (IFOAM) veröffentlichten Buch berichten langjährige Kenner der Bioszene über die Entwicklungen weltweit. Helga Willer vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick AG hat das Nachschlagewerk mit zahlreichen Statistiken und Informationen zum Biolandbau aus 160 Ländern zusammengestellt. Zur aktuellsten Entwicklung äussert sie sich zusammenfassend: "Der Weltmarkt für Bioprodukte wächst weiter, und die ökologische Anbaufläche ist stabil geblieben". Die Studie wurde vom Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft, vom International Trade Centre sowie von der NürnbergMesse unterstützt. Sie ist erhältlich über FiBL oder IFOAM.

MEDIENKONFERENZ - ZAHLEN UND FAKTEN


Frisch zusammengestellt und kommentiert: Was hat das Jahr 2011 für Bio Suisse und ihren Einsatz zur Förderung des Biolandbaus in der Schweiz gebracht? Die Zahlen und Fakten zum Geschäftsjahr 2011 liegen auf zur Jahresmedienkonferenz.

Ein Korngarbenmotiv ziert das Wappen der Gemeinde Birmenstorf im Kanton Aargau. Ein Zufall? In dieser 780 ha grossen Gemeinde zwischen Zürich, Baden und Brugg verarbeitet die Mühle Lehmann seit über 20 Jahren Biogetreide zu Futter und Mehl. Sie war die erste Schweizer Mühle überhaupt, die biologisches Futter unter der Bio Suisse Marke Knospe herstellte. Albert Lehmann und sein Familienbetrieb sind bis heute dem Biolandbau verbunden geblieben. Ganz sicher kein Zufall also, dass sich gerade an diesem Ort Medienvertreter aus der ganzen Schweiz über die Entwicklung des Biolandbaus in der Schweiz und der Knospe, aber auch über die Besonderheiten der Bioverarbeitung informieren werden. Am 3. April werden Präsident Urs Brändli und Geschäftsführer Daniel Bärtschi das Geschäftsjahr von Bio Suisse kommentieren sowie den Medien Red und Antwort stehen. Bis dahin sind Zahlen, Daten und Fakten aus den Vorjahren einsehbar auf www.bio-suisse.ch.

BIO GRISCHUN PREIS - SCHAUGÄRTEN


"Unser Preis ist ein Förder- und ein Anerkennungspreis zugleich", sagt Andi Schmid, Geschäftsführer von Bio Grischun. Zum achten Mal hat die Organisation der Biobäuerinnen und Biobauern des Bündnerlandes den Bio Grischun Preis verliehen. Und acht Jahre ist es her, seit die Geschichte der Preisträgerinnen begann, als einige Bündner Biobäuerinnen ihre reizvollen Gärten für ein breites Publikum öffneten.

Personen oder Institutionen erhalten diesen Preis, die sich durch Engagement und ausserordentliche Leistungen für die Entwicklung des biologischen Landbaus in Graubünden verdient machen. Und das können die diesjährigen Gewinnerinnen ganz bestimmt von sich behaupten. Heidi Kohler, Projektleiterin am Landwirtschaftlichen Beratungszentrum Plantahof in Landquart, zuständig für dieses Siegerprojekt, erklärt: "Das Bewusstsein um Saisonalität und Regionalität ist wichtig, und damit ist es auch wichtig zu wissen, was wann und wo wächst". Deshalb sollen die Schaugärten neu auch Schulklassen zugänglich gemacht werden. Lerneffekt wird grossgeschrieben von Obersaxen bis Braggio und überall dort, wo die Gärten zu finden sind. Denn laut Heidi Kohler sollen auch die Preisträgerinnen, die Bäuerinnen Esther Schnider-Bachmann, Ramona Cathomas, Marionna Caduff und Corina Bott-Falett lernend profitieren: Die CHF 2012 Preisgeld werden für die Weiterbildung eingesetzt. Wir dürfen uns bestimmt freuen auf paradiesische Gärten im Bündnerland.

KNOSPE UND EU - WEINWISSEN…


Bereits seit Jahren beachten Knospe-Winzer für ihre nach den Richtlinien von Bio Suisse hergestellten Weine strengere Vorschriften als es die seit kurzem verabschiedeten EU-Richtlinien neu verlangen. Knospe-Weinproduzenten folgen dem Grundsatz, dass Zusatzstoffe oder Verarbeitungshilfsstoffe so wenig wie möglich und so viel wie notwendig verwendet werden sollen. Einzig beim Rotwein ist eine kleine Anpassung notwendig.

Die vom Ständigen Ausschuss für den ökologischen Landbau (SCOF) vereinbarten EU-Vorschriften für "ökologischen Wein" sollen in den kommenden Wochen im Amtsblatt der EU veröffentlicht werden. Mit den neuen Bestimmungen, die ab Ernte 2012 gelten werden, dürfen Bio-Winzer den Begriff "ökologischer Wein" beziehungsweise "Biowein" verwenden. Die neuen EU-Vorschriften betreffen unter anderem Höchstmengen für Sulfite (bis zu 100 mg je Liter im Rotwein und bis zu 150 mg bei Weisswein). Für den Rotwein werden die Knospe-Richtlinien deshalb von aktuell 120mg je Liter Schwefel auf 100 mg je Liter angepasst. Weiterhin enthalten Knospe-Weine jedoch eine Menge weniger Hilfsstoffe, die bei EU-Weinen nach wie vor erlaubt sind: Für sie sind verboten beispielsweise zugekaufte Tannine (erlaubt nur, wenn sie vom eigenen Betrieb stammen); Zitronensäure, Metaweinsäure, Ascorbinsäure und Milchsäure, Eichenchips. Und Nano- und Ultrafiltration. Und Ammoniumphosphat wird nur wenn wirklich nötig benutzt (bei Formolzahl < 14). Alle geltenden Richtlinien zum Knospe-Weinbau finden Sie hier.

KLIMAPREIS


Wer von Martigny der Rhone entlang aufwärts fährt, dem fällt vielleicht auf der linken Talseite oberhalb Fully ein Weingut auf. Die steilen Rebflächen der Domaine de Beudon, 300 Meter über der Talsohle auf einem Felsen, sind nur über eine kleine, private Luftseilbahn erreichbar. Das Weingut liegt nicht nur klimatisch gut, es ist auch gut fürs Klima.

Seit 40 Jahren umsorgt das Winzerpaar Jacques und Marion Granges sein Weingut mit Handarbeit und Liebe zur Natur. Biodynamische Bewirtschaftung, Gärung nur mit Naturhefen, keine Filterung. Dieses ursprüngliche Vorgehen lohnt sich: Die Weine haben an verschiedenen internationalen Wettbewerben zahlreiche Medaillenränge erreicht. Aber auch in Sachen Klimaschutz ist die Domaine de Budon preiswürdig. Bereits seit 1947 gehört ein Kleinstwasserkraftwerk zum Betrieb, das im Laufe der Zeit aufgerüstet wurde und heute zusätzlich 20 Haushalte mit Strom versorgt. Neu steht auch ein Jeep mit Elektromotor für den Einsatz bereit, ausgerüstet mit Seilwinde und Hebekran, damit ein kleiner elektrischer Geräteträger den steilen Rebberg hinauftransportiert werden und in der Folge an einer Seilwinde die Rebzeilen runter und rauf fahren kann. Für ihr langjähriges und immer wieder innovatives Engagement wurden Jacques und Marion Granges kürzlich als Bio Suisse Klimabetrieb des Jahres ausgezeichnet. Ein Blick ins Weingut

TIPP DES MONATS - VERGOLDETE PAPARDELLE


Kein Wunder, hat die Union der europäischen Pasta-Produzenten (Unafpa) diese Teigwaren am letzten "World Pasta Day" Gold verliehen: Jede einzelne Nudel werde mit der Hand abgeschnitten und langsam an der Luft getrocknet, erklärt Carlo Bonetti aus Bad Ragaz. Und das ist bei weitem noch nicht alles.

Um die hohe Auszeichnung im Oktober letzten Jahres machte der bescheidene Wahlschweizer Carlo Bonetti keinen grossen Rummel. Viel wichtiger ist ihm hingegen, dass seine Produkte traditionell hergestellt werden und authentischen Charakter haben. So produziert er auch die im wahren Sinne des Wortes  a u s g e z e i c h n e t e  Papardelle nach Grossmutter-Art - nach Art seiner Grossmutter wohlverstanden. Ausser Hartweizen und gutes Wasser kommen nur schonende Handarbeit und die für den Produktionsablauf notwendige Zeit in Frage. Einfach ausprobieren und geniessen. Erfahren Sie mehr über die Geheimnisse des Bad Ragazer Bionudelexperten und seiner Papardelle.

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