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Newsletter Dezember 2013



NEWSLETTER DEZEMBER

Das Jahreskarussell dreht und dreht, und jedes Kind weiss: Im Dezember dreht es etwas anders, etwas schneller, etwas glanzvoller. Denn jetzt haben Traditionen Hochkultur. Uraltes Brauchtum - davon einiges bis zur Unkenntlichkeit verkitscht - soll mehr Wärme, Geborgenheit, Menschlichkeit, kurz eine etwas liebevollere Welt in die dunklen Wintertage streuen. Ob Weihnachten zum viel besungenen "Fest der Liebe" wird, hängt indes ganz allein von uns selber ab.
Wir wünschen allen unseren Leserinnen und Lesern liebevolle Festtage.

Ihre Bio Suisse

PRODUKT DES MONATS - BIOWEINE KENNEN


Biowein heisst Genuss auf höchstem ökologischem Niveau. Und gute Geschmackserlebnisse, verbunden mit gutem Wissen und Gewissen, sind unschlagbare Werte. Diese vermitteln vollumfänglich den Bioweinen gewidmete Seminare mit dem ausgewiesenen Kenner Werner Müller von VinCultura. Zusammen mit erfahrenen Winzern und Önologen profitieren die Teilnehmenden in der deutschsprachigen Schweiz von Degustationen und wertvollem Wissen.

Lassen Sie sich in Sachen Biowein reinen Wein einschenken. Knospe-Wein heisst Genuss auf höchstem ökologischem Niveau. Und gute Geschmackserlebnisse - verbunden mit gutem Wissen und Gewissen, das sind unschlagbare Werte. Diese Werte vermitteln die neuen Seminare von VinCultura in Zusammenarbeit mit Bio Suisse und ihrer Marke Knospe. Der ausgewiesene Kenner Werner Müller von VinCultura begleitet Sie zusammen mit erfahrenen Winzern zu den Wahrheiten, die Bioweinen zugrunde liegen. Besondere Anbau- und Verarbeitungsmethoden im Vergleich zur konventionellen Weinproduktion, Kellerrichtlinien, Unterschiede zwischen den Verordnungen in der EU, der Schweiz, der Knospe und anderen Labels wie beispielsweise Demeter werden keine Geheimnisse mehr bergen für Sie. Und natürlich werden in diesen Seminaren mit max. 20 Personen mit Degustationen auch alle Sinne genüsslich angesprochen. Wann und wo?

GRAND PRIX BIO SUISSE - WEGE IM JURA…


Kennen Sie "Les chemins du bio"? Das ist 1. ein Wanderwegnetz von Biohof zu Biohof im Herzen des Juras. Das ist 2. eine Aufforderung, Biohöfe in einer wunderschönen Schweizer Region kennen zu lernen und dort zum Essen oder zum Übernachten einzukehren… Und das ist 3. das Gewinnerprojekt des diesjährigen Grand Prix Bio Suisse.

Dass die fünfköpfige Jury dieses Förderpreises die jurassischen Wege eingeschlagen habe, sei nicht von Anfang an klar gewesen, betonte Jurypräsident Josef Lang, Historiker und Vizepräsident der Grünen Schweiz an der Preisverleihung. Diese fand im November im Rahmen der Delegiertenversammlung von Bio Suisse in Olten statt. Die Jurorinnen und Juroren waren mit unterschiedlichen Favoriten ins Auswahlverfahren eingestiegen, was deutlich macht, dass von den acht beurteilten Projekten auch andere den Preis verdient hätten. Die Geschichte der Vereinigung "les chemins du bio" begann 2008 mit der Idee einer kleinen Gruppe von Biobäuerinnen und Biobauern, die den Grundstein für ein Agrotourismuskonzept von besonderer Qualität legten.
Ihr Projekt zeigt denn auch die Vitalität und das Potenzial kleinbäuerlicher Familienbetriebe auf. Heute gehören 18 Biobauernfamilien dazu, die mit ihren Höfen die Regionen Ajoie, Pichoux, Franches-Montagnes, Vallée de Delémont und den Clos du Doubs verbinden. Wie Präsident Bernard Froidevaux und Koordinator Jean-Claude Cattin an der Preisübergabe in Olten bestätigten, wird das Preisgeld von CHF 10'000 zum weiteren Ausbau des bestehenden Streckennetzes dienen. Zu unserer aller Entdeckungsfreude

FUTTERIMPORTE - WARUM?


Die Schweiz kann sich zu 60 Prozent mit Lebensmitteln aus dem eigenen Land versorgen. Der Rest muss importiert werden. Mit der zunehmenden Nachfrage nach Bio kommt auch Bio Suisse nicht aus ohne Importe - Futtermittelimporte zum Beispiel für die Produktion von Milch, Fleisch, Eiern. "Ich bin froh, dass zumindest ein Teil aller Schweizer Importe dem strengen Standard der Bio Suisse Richtlinien entspricht", sagt Knospe-Landwirt Markus Schütz. Warum?

"Unsere Richtlinien schützen erstens die Umwelt und die Produzenten vor Ort, sie garantieren zweitens den Schweizer Konsumenten einen hohen Qualitätsstandard bei gleichzeitiger sicheren Versorgung des Marktes und verhindern drittens Öko- und Sozialdumping gegenüber uns Schweizer Produzenten", erklärt der Knospe-Landwirt. Er hält unter anderem auch Legehennen auf seinem Hof in Strengelbach ZH. Gerade bei Hühnern, aber auch bei Schweinen kann nicht auf Futtermittelimporte verzichtet werden. Hühner und Schweine sind Allesfresser und benötigen eine hohe Menge an Proteinen, um ausreichend ernährt zu sein und artgerecht zu leben, denn sie können diese Proteine - nicht wie die Wiederkäuer - aus Gras gewinnen. Hühner und Schweine aus Knospe-Haltung müssen mindesten zu 95% mit Biofutter ernährt werden (die Ausnahme von 5% gilt für Futter, das im Handel nicht biologisch erhältlich ist). Dieses Futter besteht aus Getreide, Eiweisskomponenten wie z.B. Soja, Raufutter und verschiedenen anderen Bestandteilen.
Die Schweizer Futtermittelproduktion reicht leider nicht aus, um das gefragte Biofleisch oder auch die Bioeier zu produzieren. Bio Suisse hat sich mehrere Ziele gesetzt, die Importe von Futtermitteln weiter zu verringern: Zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick AG werden aktiv neue Bioproduzenten gesucht, alternative Getreidesorten und Viehrassen geprüft, Eiweissquellen wie Fliegenlarven getestet, und der Futtergetreide- und Futtereiweisskomponenten-Anbau gefördert. Mit der Branche hat Bio Suisse dieses Jahr vereinbart, schrittweise die Importe aus China zu reduzieren und engagiert sich auf Bundesebene dafür, dass Eiweissfutter künftig vermehrt in der Donauregion beschafft werden kann.
Wie wär's nach diesen Erklärungen zur Auflockerung mit einem Wettbewerb zum weihnachtlichen Thema Backen mit Knospe-Rohstoffen?

LANDFRAUENKÜCHE - ROMANA, DIE BESTE


Romana Zumbühl ist "Landfrauenköchin 2013". Nicht nur weil sie zusammen mit ihrem Mann einen Knospe-Hof bewirtschaftet, sind wir von Bio Suisse besonders stolz auf sie. Am siebten Wettbewerb "Landfrauenküche" des Schweizer Fernsehens mit insgesamt sechs anderen Landfrauen ging es der fünffachen Familienmutter jedoch nicht in erster Linie ums Gewinnen. Sie wollte vielmehr die Zuschauer für authentisches, regionales und saisonales Essen gewinnen. Fein!

Der Familientisch ist den Zumbühls vom Brunnmatthof in Altbüron LU wichtig. Eine "Oase" nennen sie das Zelebrieren gemeinsamen Essens. Romana Zumbühl hat sich nach der kaufmännischen Lehre als Kräuter- und Heilpflanzenfachfrau weitergebildet und bietet auf ihrem Hof heute in dieser Richtung verschiedene Kurse an. "Den Kontakt und die Begegnung mit verschiedensten Menschen empfinde ich als Bereicherung und gebe mein Wissen und meine vielfältige Erfahrung mit Kräutern und Heilpflanzen gerne weiter", sagt sie. Nicht nur wunderbare Salben, Tinkturen, Ölen usw. weiss sie freudig zu verarbeiten, Romana gibt auch Kochkurse und sorgt bestens dafür, dass die Kurs-, Seminar- und Feriengäste auf ihrem Hof auch zum Geniessen kommen - mit feinem Essen natürlich in wohliger Umgebung mit wunderbarer Aussicht. Überzeugen Sie sich selbst.

AGROPREIS 2013 - KNOSPE-SCHAFMILCH


Kennen Sie die Henchoz's aus dem Pays-d'Enhaut? Das sind 1. die grössten Bioschafmilch-Produzenten der Schweiz, das sind 2. insgesamt sechs Familien, die von den Erzeugnissen der Molkerei "Le Sapalet" in Rossinière VD leben, und 3. haben diese im November den Agropreis 2013 gewonnen. Mehr über diese erfolgreichen Pioniere der Schafmilchproduktion.

Der Agropreis, finanziert von der Emmental Versicherung, ist eine Auszeichnung für Innovationen in der schweizerischen Landwirtschaft. Mit dem Innovationswettbewerb werden seit 1993 die Entwicklung neuer Marktideen und die Kreativität Schweizer Landwirte gefördert und prämiert.
Erfolgsgeschichten basieren auch im Pays-d'Enhaut auf dem richtigen Entscheid, verbunden mit Innovationsgeist, Engagement und Durchhaltevermögen. Was mit der Kuhmilchallergie einer der Töchter von Jean-Robert Henchoz und dem Schafkäse eines Hofmitarbeiters aus seiner portugiesischen Heimat begann, entwickelte sich - wie übrigens immer bei gutem Käse - im Reifeprozess zur vollen Entfaltung. Im Jahr 2000 hatte Jean-Robert Henchoz seine Kühe verkauft, um sich der Zucht von Schafen zu widmen und deren Milch zu verarbeiten und zu vermarkten. In der Zwischenzeit hat sich die Angebotspalette vom Käse erweitert auf Milch, Joghurt, Rahm, Butter und Frischkäse. In der Westschweiz sind die Knospe-Produkte der Familie Henchoz begehrt und in zahlreichen Spezialgeschäften erhältlich. Pro Tag verarbeiten die sechs involvierten Familien rund 380 Liter Schafmilch. Der mit CHF 25'000 dotierte Agropreis wird in den Bau einer neuen Käserei investiert. So soll die Erfolgsgeschichte weitergehen.

TIPP DES MONATS - EIN WEG DER LIEBE


Das Jahreskarussell dreht und dreht, und jedes Kind weiss: Im Dezember dreht es etwas anders, etwas schneller, etwas glanzvoller. Denn jetzt haben Traditionen Hochkultur. Uraltes Brauchtum - davon einiges bis zur Unkenntlichkeit verkitscht - soll mehr Wärme, Geborgenheit, Menschlichkeit, kurz eine etwas liebevollere Welt in die dunklen Wintertage streuen. Diese Worte kommen Ihnen bekannt vor?

Ob Weihnachten zum viel besungenen "Fest der Liebe" wird, hängt ganz allein von uns selber ab, ist in den Grussworten zu diesem letzten Bio Suisse Newsletter des Jahres zu lesen. Genau diese Worte führen direkt ins Thema unseres letzten Monatstipps. Zur Einstimmung auf das "Fest der Liebe", zum Planen für einen Ausflug der besonderen Art, als Geschenk an sich selbst oder als Einladung für - liebe - Menschen: Gehen Sie den "Weg der Liebe". Zu finden ist dieser aussergewöhnliche Weg in Wilderswil im Berner Oberland. Er ist ausgeschildert, gratis begehbar, voller Schönheit, und er lädt ein, in Kontakt mit der Natur über die vielen Facetten des Themas Liebe nachzudenken. Wer ihn geht, begegnet auch dieser jüdischen Weisheit: "Wenn du das Gesicht eines Menschen siehst und du entdeckst darin das Gesicht deines Bruders oder deiner Schwester, dann ist die Nacht zu Ende und der Tag angebrochen." Zum Weg der Liebe

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