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Newsletter Dezember 2011



NEWSLETTER DEZEMBER

Da ist er wieder, der Monat mit den Gegensätzen, die sich anziehen. Der kürzeste Tag begrüsst die längste Nacht. Niemals im Jahr sind sich Ende und Neubeginn so nah wie jetzt. Was Wunder, kann da Besinnlichkeit aufkommen: Wir blicken rückwärts, wir schauen vorwärts, ziehen Bilanz. Wir wünschen uns Glück und Gesundheit, was das Zeug hält bis ganz zum Schluss und über den Anfang hinaus. Alle Jahre wieder und so auch jetzt: Danke für Ihr Interesse am Newsletter. Freudvolle Festtage und ein glückliches 2012!

Ihre Bio Suisse

BIO SUISSE RICHTLINIEN - WELTWEITE ANERKENNUNG


Im November erhielt Bio Suisse den Bescheid des IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements), dass sie weltweit zu den ersten Bio-Organisationen gehört, deren Richtlinien in der "IFOAM Family of Standards" aufgenommen wurden.

Der Verband IFOAM hat es sich zum Auftrag gemacht, weltweit die Öko-Bewegung in ihrer gesamten Vielfalt zu führen, zu unterstützen und zu vereinen. Ziel ist die Schaffung von ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltigen Systemen, die auf den Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft basieren. Zu den Mitgliedern von IFOAM gehören neben Landwirtschaftsverbänden auch multinationale Zertifizierungsagenturen, welche die Glaubwürdigkeit und die Nachhaltigkeit der ökologischen Landwirtschaft als ein Mittel zur Zukunftssicherung gewährleisten. Durch internationale Konferenzen, Treffen von Komitees und anderen Ausschüssen fördert IFOAM den permanenten, konstruktiven Dialog über den Status und die Zukunft der ökologischen Landwirtschaft. "Diese weltweite Anerkennung der Bio Suisse Richtlinien durch IFOAM ist für uns eine grosse Freude und eine sehr schöne Bestätigung", sagt Urs Brändli. Gleichzeitig sieht der Bio Suisse Präsident darin eine Aufforderung, den hohen Standard der Knospe auch in Zukunft aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln. Informationen zu IFOAM

BIO SUISSE FÖRDERPREIS - KLIMANEUTRALER WEINBAU


Zum sechsten Mal wurde er vergeben: Der zum Anlass des 30-jährigen Bestehens von Bio Suisse mit CHF 10'000 dotierte Förderpreis ging an die Walliser Genossenschaft ValNature. Sie hat sich auf vorbildliche Weise der klimaneutralen Produktion und Verarbeitung von Weintrauben verschrieben.

Rebbau ist im Wallis oft sehr arbeitsintensiv. Wer wirtschaftlich mithalten will, ist auf Mechanisierung angewiesen. Mit Diesel oder Benzin betriebene Rebbaugeräte, Traktoren oder Lkws setzen viel CO2 frei, verursachen Belastungen durch Abgase und Lärm. Die Genossenschaft ValNature mit Sitz in Susten-Leuk setzt auf elektrische Geräte und Transportfahrzeuge, ein Kleinst-Wasserkraftwerk, Photovoltaik-Anlagen, die Ausdehnung biologisch und biodynamisch bewirtschafteter Rebflächen. Begrünung und horizontale Terrassierung ermöglichen es, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und die Biodiversität zu fördern. Mit dem Anbau pilzresistenter und damit sehr widerstandsfähiger Sorten geht die Genossenschaft gegen den Mehltau im Rebbau vor. Jury-Präsidentin Maya Graf, Nationalrätin und Mitbewirtschafterin eines Bio-Landwirtschaftbetriebes, ehrte die Preisträger anlässlich der Delegiertenversammlung von Bio Suisse in Olten: "Sie zeigen mit Ihrem Wirken vor allem auch für kleinbäuerliche Strukturen wie Familienbetriebe einen vorbildlichen Weg auf, wie persönliches Engagement lebt, was eine starke Beziehung zum Ort, zum Boden, zum Wasser, zu den Pflanzen, zum Wetter und zu den Jahreszeiten bewirken und umsetzen kann. Das ist zukunftsweisend." Mehr zum Förderpreis und zu ValNature

INNOVATIONSWETTBEWERB - WURMERDE


"Ohne Regenwürmer gäbe es keine fruchtbaren und vitalen Böden", weiss der Agronom und Forscher Lukas Pfiffner vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick. Pro Natura hat den Schwerstarbeitern unserer Böden das ganze Jahr 2011 gewidmet. Und mit den wertvollen, lichtscheuen Kraftprotzen haben die Biobauern Esther und Hans Fuhrer aus Aeschi bei Spiez am "Suisse-Tier-Innovationswettbewerb" einen Preis geholt.

Auf ihrem Bio-Landwirtschaftsbetrieb produziert Familie Fuhrer Biowurmerde, die als hervorragender organischer Dünger eingesetzt werden kann. Zudem sind die Würmer auch für die Störfischfütterung bestens geeignet. "Wurmerde wurde bisher leider nur vereinzelt und in geringen Mengen angeboten. Die Problematik liegt in der langwierigen und technisch schwer umsetzbaren Produktion", weiss Hans Fuhrer. Er und seine Frau haben mit ihrem Wurmstall-Projekt Erfolg. Das Prinzip beruht auf der Tatsache, auf einer Seite die Rohstoffe einzubringen und die Wurmerde auf der anderen Seite zu ernten. Die offene Konstruktion bietet zudem eine gute Sauerstoffversorgung und somit besonders tierfreundliche Haltungsbedingungen. Dies hat auch die Jury des Suisse-Tier-Innovationswettbewerbs überzeugt. Die Wurmerde ist als wirksames Düngemittel mit vielen Vorteilen für Biobetriebe und für den Biogemüsebau einsetzbar. Sie ist ganz allgemein für Gärtnereien und Gartencenter und alle Hobbygärtner geeignet, die sich an gesunden Gemüsen und Pflanzen erfreuen. Mehr über Wurmerde

WILLKOMMEN - NATHALIE STAMPFLI


"Bio-Lebensmittel haben einen hohen Stellenwert für mich, und ich freue mich, mein persönliches Interesse für Bio mit meinem Fachwissen zu verbinden und einen Beitrag zur Förderung der Knospe und damit auch zum Schutz von Mensch und Umwelt zu leisten", sagt Nathalie Stampfli. Die Nachfolgerin von Karin Nowack erwarten im Stab des Bereiches Qualitätssicherung und -entwicklung (QSE) auf der Geschäftsstelle von Bio Suisse wichtige Aufgaben.

Bevor sie ihren neuen Job in Basel in Angriff nahm, war die 28-jährige Schweizerin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig beschäftigt. Neben den Arbeiten an ihrer Dissertation war sie dort mit der konzeptionellen Planung und Leitung von Diplom- und Praktikumsarbeiten beauftragt. Zuvor war Nathalie Stampfli als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Konsumentenverhalten an der ETH Zürich angestellt und untersuchte die Wahrnehmung von Risiken der Nanotechnologie in Lebensmitteln. An der ETH hatte sie auch ihr eidgenössisches Diplom in Umweltnaturwissenschaften mit Vertiefung in Biologie und Anthroposphäre erworben. Nathalie Stampflis Dissertation über "Auswirkungen von Pestiziden auf aquatische Organismen unter Klimawandel" befasst sich mit Themen wie Pestiziden, Rückstandsanalysen oder auch Richtlinien in Zusammenhang mit deren Auswirkungen auf die Umwelt. So finden sich Theorie und Praxis in ihrer täglichen Arbeit und fliessen ineinander über. Wir wünschen der neuen Mitarbeiterin für die Abschlussphase ihrer Dissertation viel Freude und Erfolg und dasselbe natürlich auch bei Bio Suisse.

BIO SUISSE VORSTAND - WAHLEN


Der Bio Suisse Vorstand leitet als oberstes Führungsorgan die Geschicke des Verbandes und der Knospe. Drei neue Mitglieder werden gesucht.

Die Gesamterneuerungswahl der Vorstandsmitglieder durch die Delegiertenversammlung findet am 18. April 2012 für eine Amtszeit von vier Jahren statt. Vier der bisherigen Vorstandsmitglieder stellen sich erneut zur Wahl: Urs Brändli (Präsident), Danielle Rouiller, Christian Butscher und Claudia Lazzarini. Drei neue Mitglieder werden gesucht als Nachfolger/Nachfolgerinnen für Martin Riggenbach, François-Philippe Devenoge und Josef Reichmuth. Wenn Sie sich für den Biolandbau engagieren möchten und über fundierte Kenntnisse der Bioszene, des Biolandbaus und des Biomarktes verfügen, freut sich Bio Suisse über Ihre Kandidatur bis spätestens 15. Januar 2012. Zum Inserat

FACHKOMMISSION EIER - MITGLIED WERDEN?


Seit Jahren entwickelt sich der Bioeiermarkt erfreulich. Traditionsgemäss gehören Eier (zusammen mit Frischbrot) zu der am meisten gefragten Produktekategorie im gesamten Biomarkt. Die Fachkommission Eier von Bio Suisse sucht Verstärkung.

Fachkommissionen bei Bio Suisse haben Stabsfunktion im Verband und sind direkt dem Vorstand unterstellt. Sie unterstützen die Geschäftsstelle in Basel in den Bereichen Marktentwicklung und Absatzförderung. Für den Bioeier-Markt sucht Bio Suisse nach einem engagierten und kommunikativen Fachkommissionsmitglied. Gute Kenntnisse in der biologischen Eierproduktion sowie Vernetzung in der Branche sind erwünscht. Zum Anforderungsprofil

ACKERBAU - INNOVATIVE PROJEKTE


Bio Suisse vergibt im Frühling 2012 erneut Beiträge für förderungswürdige Projekte zur Entwicklung des Bio-Ackerbaus in der Schweiz. Dank dieser Beiträge konnten in den vergangenen Jahren über zwanzig Forschungsprojekte für Weizen, Raps, Mais, Leinen, Hirse, Soja und diverse andere Kulturen unterstützt werden.

Möchten Sie ein Projekt einreichen? Alle notwendigen Informationen finden Sie hier.

TIPP DES MONATS - KÜHE VERSTEHEN


Eine Binsenweisheit: Kommunikation ist das A und O auf dieser Welt. Es sollte also ein Muss sein, sich mit der Kommunikation derjenigen Tiere etwas näher zu befassen, die zu den grundlegenden Freundinnen der Menschen gehören. Dieses Buch tut es.

"Als zentrales Tier der Landwirtschaft hat die Kuh in hohem Mass mütterliche Eigenschaften ausgebildet, die auch der Landwirtschaft selber anhaften", schreibt Martin Ott. Wer den Biobauern, Musiker und Lehrer auf Gut Rheinau ZH schon über Kühe sprechen gehört hat, der wird eine Ahnung haben davon, was ihn in diesem Buch erwartet. Und wer sich auf die mit kunstvollen Aufnahmen von Fotograf Philipp Rohner illustrierten Geschichten sowie Erkenntnisse des Autors einlässt, der ist beeindruckt. Man glaubt es Martin Ott aufs Wort: Wer Kühe versteht und ihnen ein artgerechtes Dasein ermöglicht, dem danken sie es mit weit mehr als besserem Milchertrag und robuster Gesundheit: mit einer echten Partnerschaft. Nach der Lektüre von Martin Otts Buch sind Kühe für uns nicht mehr das, was sie waren…

Die Buchtaufe findet am ersten Schweizer Hornfest, Samstag, 10. Dezember, ab 11 Uhr, im Gästehaus am Klosterplatz in Rheinau ZH, im Beisein des Autors sowie vieler Freundinnen und Freunde behörnter Tiere statt.

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