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Allgemeine Fragen


ALLGEMEINE FRAGEN

WAS BEDEUTET EIGENTLICH BIO?

Der Biolandbau ist eine ist eine besonders naturnahe Form der Landwirtschaft, die vor rund 100 Jahren entwickelt wurde. Seit 20 Jahren ist diese Anbauform auch durch Gesetze und die Bio-Verordnung definiert. Der Biolandbau arbeitet mit der Natur und den lokalen Gegebenheiten: mit Düngern von Tieren, Pflanzen und Gestein, mit natürlichen Pflanzenschutzmitteln und robusten Pflanzensorten und Tierrassen. Auch modernste Technik wie etwa Jätroboter oder Lockstoffe können zum Einsatz kommen, solange die Prinzipien der Sorgfalt und Nachhaltigkeit eingehalten sind. Die Bodenfruchtbarkeit und Artenvielfalt werden bewusst gepflegt und gefördert. Die Tiere werden artgerecht gehalten und gefüttert. Diese Anbauform bewirkt, dass keine chemisch-synthetischen Mittel in unsere Böden, Gewässer und damit schlussendlich in den Menschen gelangen. Bio-Lebensmittel sind natürlicher gewachsen, enthalten praktisch keine Rückstände, aber mehr gesunde Inhaltsstoffe. Somit sind Bio-Lebensmittel nachhaltiger als konventionelle Lebensmittel.

Die wichtigsten weltweit eingehaltenen Anforderungen
- Keine chemisch-synthetischen Pestizide und Dünger
- Kein Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen
- Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und natürlichen Vielfalt
- Artgerechte Tierhaltung

WAS IST DAS BESONDERE AN DER KNOSPE-PRODUKTION?

Knospe-Betriebe setzen zusätzlich zu den Anforderungen der Bio-Verordnung (siehe vorherige Frage) auf den ganzheitlichen Ansatz der Nachhaltigkeit. Tiere auf Knospe-Höfen haben im Sommer wie im Winter viel Auslauf und werden standort- und artgerecht gefüttert. Bio Suisse verfolgt eine Nachhaltigkeits- und Klimastrategie. So sind etwas Flugtransporte verboten und importiert werden darf nur, was hier nicht oder nicht in genügender Menge wächst. Die Lizenznehmer von Bio Suisse achten zudem auf eine schonende Verarbeitung ohne Aroma- und Farbstoffe, künstliche Vitamine, und Gentechnik.
Die Knospe sorgt aber auch im wirtschaftlichen und sozialen Bereich für mehr Gleichgewicht. Bio Suisse fördert gezielt die Transparenz zwischen den Handelspartnern, führt Konsumenten und Produzenten zusammen und stellt klare soziale Anforderungen bei den Arbeitsbedingungen und im Handel mit Knospe-Produkten.

IST BIO DRIN, WO BIO DRAUF STEHT?

Ja, darauf können Sie sich verlassen. Knospe-Richtlinien gelten für den Anbau, die Verarbeitung und den Handel von Produkten. Nur wer sich konsequent an die Richtlinien hält, darf seine Produkte mit der Knospe schmücken. Strenge Kontrollen von unabhängigen Kontroll- und Zertifizierungsstellen sind das Fundament der lückenlosen Bio-Garantie. Produktion, Rohstoffe, Rezepturen, Verarbeitung, Transport und Lagerung müssen den Knospe-Richtlinien entsprechen. Knospe-Produkte werden gesondert gelagert und verarbeitet.

SEIT WANN GIBT ES DEN BIOLANDBAU IN DER SCHWEIZ?

Die Schweiz ist eine eigentliche Wiege des Biolandbaus.

  • Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte die Bäuerin und Gärtnerin Mina Hofstetter den "natürlichen Landbau".
  • In den 1930er Jahren wurden, inspiriert durch die Vorträge Rudolf Steiners, die ersten Höfe in der Schweiz nach der biologisch-dynamischen Anbauweise bewirtschaftet.
  • In den 40er Jahren entwickelte das Ehepaar Maria und Hans Müller den organisch-biologischen Anbau und verankerte den Gedanken der nachhaltigen Wirtschaftsweise mit geschlossenen Kreisläufen.
  • 1974 wurde das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) gegründet, das die Beobachtungen der Pioniere des biologischen Landbaus wissenschaftlich zu untermauern suchte.
  • Die moderne Zeit des biologischen Landbaus wurde 1981 durch die Gründung der Vereinigung schweizerischer Biolandbauorganisationen (VSBLO) eingeläutet.
  • Die ersten gemeinsamen Anbaurichtlinien wurden 1980 verabschiedet und gleichzeitig wurde die Schutzmarke für den kontrollierten biologischen Anbau, die Knospe, angemeldet.
  • Der Schweizer Bio-Markt und die Organisation Bio Suisse haben sich in den letzten Jahren stark weiter entwickelt. 1997 wurde der Name der VSBLO zu Bio Suisse geändert. Heute sind über 6'500 Schweizer Biobetriebe Knospe-zertifiziert.

Die aktuellen Zahlen zum Schweizer Biolandbau finden Sie hier...
Die vollständige Geschichte finden Sie hier...


DÜRFEN LEBENSMITTEL ALS BIOLOGISCH ANGEPRIESEN WERDEN, AUCH WENN DAS LEBENSMITTEL NICHT BIOLOGISCH IST?

Nein. Die Schweizerische Bio-Verordnung vom 22.9.1997 schützt in Artikel 1 die Kennzeichnung biologischer Erzeugnisse. Die Bezeichnungen "biologisch" oder "ökologisch" dürfen nur verwendet werden, wenn die Einhaltung der Bio-Anforderungen bei der Produktion, der Aufbereitung und der Einfuhr eingehalten sowie kontrolliert und zertifiziert wurde.


WAS IST AN WILDGESAMMELTEN PFLANZEN, FRÜCHTEN UND PILZEN BIO?

Die Wildsammlung wird als Ergänzung zur landwirtschaftlichen Produktion verstanden. Die Auszeichnung mit der Knospe bedeutet auch bei der Wildsammlung einen hohen Qualitätsstandard.

Für die Wildsammlung lassen sich die Anforderungen aus dem Bio-Landbau sinngemäss anwenden. So dürfen die Wildpflanzen keiner Behandlung mit chemisch-synthetischen Mitteln ausgesetzt sein, weder im Feld noch bei der Lagerung. Im Zentrum der Zertifizierung von Produkten aus Wildsammlung steht die Nachhaltigkeit der Nutzung. Es dürfen nur so viele Pflanzen oder Beeren gesammelt werden, wie wieder nachwachsen. Zudem darf die Sammlung die Artenvielfalt im Gebiet nicht beeinträchtigen. Die Sammlung wird dokumentiert und kontrolliert.

Die Emissionsquellen im Sammelgebiet und in der Nachbarschaft des Sammelgebietes müssen bekannt und zuhanden der Kontrolle dokumentiert sein. Rückstandsanalysen müssen die Einhaltung der Grenzwerte belegen.


GIBT ES TIERRASSEN ODER PFLANZENSORTEN, DIE IM BIOLANDBAU GERNE EINGESETZT WERDEN?

Bio-Produzenten bevorzugen Tiere und Pflanzen mit einer besonders robusten Konstitution. Im Kernobstanbau werden etwa Sorten bevorzugt, die gegen Krankheiten und Schädlinge weitgehend resistent sind. So tauchen z.B. immer häufiger Äpfel mit den Namen Florina, Ariane oder Retina in den Verkaufsregalen auf. Sie zeichnen sich durch einen guten Geschmack und eine gute Resistenz gegen Pilzkrankheiten aus. Bei den Nutztieren, z.B. Kühen, setzten Bio-Produzenten nicht auf Hochleistungstiere, da diese als anfällig gelten. Vielmehr muss sich eine Bio-Kuh gut an den Standort und die extensivere Haltungsform anpassen können. Ihre Milchleistung ist denn auch im Durchschnitt deutlich tiefer. Dafür bleiben Bio-Kühe gesünder und brauchen weniger Medikamente.


WIRD DENN IM BIOLANDBAU NIE "GESPRITZT"?

Doch, in gewissen Fällen darf auch der Bio-Bauer nach der Spritze greifen. Natürliche Mittel zur Behandlungen von Schädlingen und Krankheiten sind gemäss Betriebsmittelliste (FiBL) erlaubt. Welche Produkte für den Biolandbau zugelassen werden, entscheiden nach einer Prüfung durch die Behörden das FiBL und Bio Suisse. So werden etwa Quassiaextrakt (Bitterholz), Kali- oder Kokosseifenbrühen gegen Wespen, Blattläuse und Spinnmilben eingesetzt. Im Obstbau wird z. B. bei Schorfbefall Tonerde eingesetzt. In jedem Fall versucht der Bio-Betrieb auch diese Behandlungen durch Förderung des natürlichen Gleichgewichts und von Nützlingen, geschickte Sortenwahl, Fruchtfolge, Bewirtschaftung, oder mechanische Massnahmen wie Kulturschutznetze zu vermeiden. Mit diesem "sanften" Pflanzenschutz vermeidet der Bio-Bauer Rückstände von chemischen Pflanzenschutzmitteln im Lebensmittel, entlastet die Umwelt von schädlichen und naturfremden Substanzen und stärkt die biologische Vielfalt.
Mehr dazu: Pflanzenschutz im Biolandbau PDF 271 KB


WARUM DARF IM BIO-ANBAU KUPFER GESPRITZT WERDEN?

Eine Bio-Produktion von Wein ohne Kupferpräparate ist heute unter hiesigen klimatischen Bedingungen und mit den bestehenden Pflanzenbeständen kaum möglich. Die Bioforschung sucht schon lange Alternativen zum Kupfer, da sich dieses im Boden anreichern kann. Nach langjähriger Forschung sind nun einige Mittel mit deutlich weniger Kupfer und alternative Mittel in der Zulassungsprüfung.

Bezüglich der schädigenden Wirkung auf Bodenlebewesen kommt es sehr auf die eingesetzte Menge darauf an. Deshalb hat Bio Suisse schon vor vielen Jahren den Einsatz eingeschränkt. Negative Auswirkungen auf Bodenlebewesen treten nur bei hohen Konzentrationen auf. Eine solche tritt allenfalls in langjährig genutzten Rebbergen auf, wo früher (also vor der Einführung des Biolandbaus) pro Hektar und Jahr bis zu 80 kg Reinkupfer gespritzt wurden. Der Biolandbau lässt im Weinbau nur maximal 4 kg Kupfer pro Hektar und Jahr zu, bei Kernobst sogar nur 1.5 kg und bei Beeren 2 kg.

Im Weiteren wird Kupfer als Fungizid mengenmässig in erster Linie in der konventionellen Landwirtschaft (auch in der integrierten Produktion) eingesetzt. Es ist in der konventionellen Landwirtschaft eine wichtige Alternative, wenn gegen die modernen Fungizide resistente Pilzstämme auftreten. Es wird aber auch aus Kostengründen gerne von konventionellen Produzenten eingesetzt.

Kupfer ist auch nicht mit anderen Schwermetallen zu vergleichen, da es als Spurenelement für Pflanzen, Menschen und Tiere essentiell ist. Kupfer wird von Pflanzen aufgenommen und kommt in allen pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln ebenso wie im Trinkwasser natürlicherweise vor.

Konsumenten, die den Biolandbau ohne Kupfer oder mit nochmals reduziertem Kupfereinsatz fördern möchten, bevorzugen Wein aus Pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWI-Sorten z.B. Regent, Solaris, Cabernet Jura, Birstaler Muskat, etc.) oder Apfelsorten wie Topaz, Reanda, Regina, etc..


WIE BEKÄMPFT MAN UNKRÄUTER IM BIOLANDBAU?

Unkräuter - im Biolandbau gerne "Beikräuter” genannt - dürfen auf dem Knospe-Hof nicht mit Herbiziden bekämpft werden, auch nicht mit "natürlichen" Mitteln. Oftmals werden Beikräuter als Bereicherung der Artenvielfalt und zur Bodenbedeckung stehen gelassen. Wenn sie eine Konkurrenz zu den angebauten Pflanzen darstellen, werden sie manuell mit dem Striegel oder Hackgerät beseitigt. Wie immer im Biolandbau ist auch hier die Vorbeugung wichtig, damit gar nicht erst zuviel Unkraut wächst: Die bekanntesten vorbeugenden Massnahmen sind ein hoher Anteil Kunstwiesen in der Fruchtfolge, konkurrenzstarke Sorten und sogenannte Unkrautkuren vor der Saat.


DÜRFEN GEWÄCHSHÄUSER GEHEIZT WERDEN?

Nicht isolierte Gewächshäuser dürfen nur frostfrei gehalten, d.h. auf maximal 5 Grad Celsius temperiert werden. Gut isolierte Gewächshäuser dürfen in der kalten Jahreszeit auf 10 Grad geheizt werden. Für die Anzucht von Jungpflanzen, für Sprossen, Zierpflanzen und Treibereikulturen (Chicorée-Arten, Schnittlauch, Rhabarber) ist eine ganzjährig Beheizung nach Bedarf möglich, sofern das Gewächshaus gut isoliert ist.


IST HORS-SOL-ANBAU IM BIOLANDBAU ERLAUBT?

Nein. Biogemüse wächst auf echtem Boden, sowohl im In- wie im Ausland. Bio Suisse kennt die bodenferne Produktion nur dort, wo sie naturgemäss ist: Bei den Pilzen, den Jungpflanzen und Topfkräutern.


WAS BEDEUTET "GESCHLOSSENER KREISLAUF” IM BIOLANDBAU?

Im Biolandbau werden hauptsächlich auf dem Hof anfallende Dünger wie Gülle, Mist oder Kompost eingesetzt, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und die Pflanzen zu ernähren. Auch eine geschickte Wahl des Fruchtwechsels sorgt für lebendige Böden mit vielen Bodenlebewesen. Das Futter für die Nutztiere stammt hauptsächlich vom eigenen Betrieb. Damit wird der Nährstoffkreislauf geschlossen. Im Idealfall heisst das, dass sich der Betrieb mit Futter und Nährstoffen selber versorgt. In der Praxis werden aber auch auf Bio-Betrieben bei Bedarf Futtermittel oder einzelne Bestandteile als Ergänzung zugekauft. Zum Beispiel sind viehlose Betriebe, etwa Gemüsebetriebe, auf die Zufuhr von organischen Düngern von benachbarten Bio-Betrieben angewiesen. Auf die Zufuhr von chemisch-synthetischen Düngemitteln oder Pflanzenschutzmitteln wird aber konsequent verzichtet.


GIBT ES ES BIO-BETRIEBE, DIE NUR TEILWEISE BIOLOGISCH PRODUZIEREN?

Gemäss Bio-Verordnung ist dies in gewissen Fällen möglich. Die Richtlinien von Bio Suisse hingegen erlauben kein Teil-Bio. Knospe-Betriebe werden immer gesamtheitlich biologisch bewirtschaftet. Nur so kann der Kreislaufgedanke konsequent umgesetzt und die Glaubwürdigkeit des Knospe-Labels hochgehalten werden. Dieser Grundsatz gilt für Knospe-Produzenten im Inland und im Ausland.


SIND BIO-LEBENSMITTEL GESÜNDER?

Sich gesund zu ernähren bedeutet viel Obst und Gemüse zu essen, Vollkornprodukte zu bevorzugen, zuckerhaltige Speisen und Getränke sehr zurückhaltend zu geniessen und statt Fertigprodukte zu kaufen, das Essen selber frisch zuzubereiten. Auch mit Bio-Produkten kann man sich falsch ernähren - genau so, wie man sich auch mit unverarbeiteten konventionellen Produkten gesund ernähren kann.

Ein direkter Zusammenhang zwischen biologischer Ernährung und dem Gesundheitszustand konnte bisher nur in einzelnen Studien nachgewiesen werden. So fand ein französisches Forschungsprojekt ein um 25 % geringeres Risiko für Krebserkrankungen bei Personen, die regelmässig Bio-Lebensmittel essen (INRA 2018)

Im Rahmen einer gesunden Ernährungsweise haben Bio-Produkte in jedem Fall klare Vorteile. Bio-Produkte enthalten mehr wertvolle Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Vitamine C, und viele sekundäre Pflanzenstoffen, welche im menschlichen Körper als Antioxidantien die Abwehrkräfte stärken. Zu den ernährungsphysiologisch wertgebenden Inhaltstoffen zählen bei Milchprodukten die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie die Omega-3-Fettsäuren, und die konjugierten Linolsäuren (CLA). Beide Stoffe werden in höherem Masse gebildet, wenn Kühe viel Gras und Heu fressen, und Kraftfutter und Maissilage sehr sparsam eingesetzt werden. Beides ist typisch für Knospe-Betriebe. Tiere auf Bio-Höfen sind zudem oft robuster und gesünder und brauchen weniger Medikamente. Der zurückhaltende Einsatz von Antibiotika bewirkt weniger Rückstände in den tierischen Produkten und weniger antiobiotikaresistente Keime. Auch beim Gehalt an Schwermetallen, Nitraten oder Pestizidrückständen schneiden Bio-Produkte deutlich besser ab als konventionelle. Die Verarbeitung von Bio-Produkten ist schonend und Zusatz- und Verarbeitungshilfsstoffe werden zurückhaltend eingesetzt. In der Verarbeitung von Bio-Lebensmitteln sind zehnmal weniger Zusatzstoffe als bei den konventionellen Produkten zugelassen. Vitaminisierung, Farb- und Aromastoffe sind bei Knospe-Produkten vollständig ausgeschlossen. Ebenso sind chemische Verarbeitung, Bestrahlung, Mikrowellen-Behandlung und gentechnisch hergestellte Zusatzstoffe nicht erlaubt.

Insgesamt tragen Bio-Lebensmittel also zu einem gesunden und nachhaltigen Lebensstil bei, der Rücksicht auf die Natur und die Gesellschaft nimmt.

Erfahren Sie mehr in unserem Dossier über Qualität und Nachhaltigkeit von Bioprodukten...



KANN ES VORKOMMEN, DASS BIO-LEBENSMITTEL RÜCKSTÄNDE AUFWEISEN?

Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern produzieren nicht auf einer Insel. Auch in Bio-Produkten können Spuren von unerwünschten Rückständen von Pestiziden oder anderen Schadstoffen vorkommen. Die Knospe garantiert eine Produktion ohne Verwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden und Düngern und lässt die Produkte stichprobeartig von einer unabhängigen Kontrollstelle auf Rückstände überprüfen.

Die meisten Rückstände stammen nicht aus unerlaubter Anwendung, sondern aus unbeabsichtigter Verunreinigung oder der Umweltbelastung. Verantwortlich für Rückstände ist also in den meisten Fällen die konventionelle Produktion, die diese Mittel verwendet oder verwendet hatte.



LEISTE ICH MIT DEM KAUF VON KNOSPE-LEBENSMITTELN EINEN BEITRAG ZUM UMWELTSCHUTZ?

Ja, mit dem Kauf von Bio-Produkten leisten Sie einen Beitrag für den Umweltschutz. Der Biolandbau arbeitet mit organischen Düngern, biologischen Pflanzenschutzmitteln, und strebt einen sorgsamen und nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser, und Artenvielfalt an. Er verzichtet auf chemisch-synthetische Hilfsstoffe, Wachstumsregulatoren und Unkrautvertilgungsmittel t, ebenso auf gentechnisch veränderte Organismen. Ökologisch wertvolle Flächen wie Blumenwiesen, Hecken, Hochstammobstgärten oder Trockenmauern werden gepflegt. Dies bewirkt zusammenfassend folgende positive Einflüsse auf die Umwelt:
  • Der Biolandbau erhält die Böden auch für die kommenden Generationen fruchtbar.
  • Bio-Böden können mehr Wasser und Kohlenstoff speichern - zum Schutz von Wasser und Klima
  • Weniger Wasserbelastung durch Dünger und Pestizide
  • Mehr Biodiversität und Artenvielfalt
  • Effiziente Nutzung lokaler Ressourcen (Hofdünger, Kompost, Kleepflanzen, optimierte Abfolge der Ackerkulturen und Wiesen)
  • Biolandbau stabilisiert das Klima (Kohlenstoffspeicherung, reduziert Ammoniakausstoss, reduziert CO2-Ausstoss)
  • Bio-Produkte weisen gemäss Ökobilanzen im Durchschnitt 16 % weniger Umweltbelastungspunkte auf als Produkte aus der integrierten Produktion (Jungbluth N., Itten R. and Stucki M. (2012) Umweltbelastungen des privaten Konsums und Reduktionspotenziale. ESU-services Ltd. im Auftrag des BAFU, Uster, CH)

Mehr Details zur Nachhaltigkeit, finden Sie hier...


WARUM SIND KNOSPE-LEBENSMITTEL TEURER?

Biologische Lebensmittel sind Qualitätsprodukte, die im Einklang mit der Natur entstehen. Bio-Produzenten verzichten bewusst auf Mengenmaximierung zugunsten der Qualität. Das hat seinen Preis. Indem die Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern Rücksicht nehmen auf Tier und Natur, nehmen sie Mindererträge von 20 bis 30% in Kauf. Die artgerechte Tierhaltung mit viel Platz und Bio-Futter ist ebenso kostspielig wie die zurückhaltende Düngung und der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide im Pflanzenbau. Auch die Verarbeitung ist aufwändiger, da die Produkte nicht "gestreckt” werden dürfen, etwa mit künstlichen Hilfsstoffen und Aromen. Zudem verteuern strenge Auflagen an Warenflusstrennung, Reinigung, umfassende Deklarationspflicht, kleinere Mengen und die Kosten für Kontrolle und Zertifizierung die Bio-Produkte. Die grosse Mehrheit der Knospe-Produkte stammt zudem aus der Schweiz mit den hier üblichen hohen Produktionskosten.

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