Bio Suisse ist sich der akuten Situation bewusst, die Trockenheit und ausbleibende Niederschläge auf vielen Knospe-Betrieben auslösen. Seit Wochen thematisieren wir bei unseren Marktpartnern die teils prekäre Futterknappheit, die damit verbundenen Ertragseinbussen sowie eure wirtschaftlichen und persönlichen Zusatzbelastungen.
Der intensive Austausch entlang der Wertschöpfungskette sowie mit dem BLW und den Kontrollstellen führt zu folgenden Massnahmen, die euren Betrieben helfen sollen:
Zukauf konventionelles Raufutter: Von den bereits erlaubten Zukäufen von Raufutter (Futter von Dauer- und Kunstwiesen frisch, siliert oder getrocknet) in EU-Bioqualität in einem Umfang von bis zu 50 Prozent des Gesamtjahresbedarfs dürfen ab sofort maximal 20 Prozent konventionelles Raufutter sein. Das heisst, mindestens 30 Prozent müssen weiterhin EU-Bioqualität sein.
Ertragsausfälle bei Raufutter: Die Vorgabe, wonach Ertragsausfälle bei Raufutter nur durch Futtermittel derselben Kategorie ersetzt werden dürfen, ist auf weiteres aufgehoben. Das bedeutet beispielsweise, dass ein Ertragsausfall bei Heu durch getrocknete Luzerne kompensiert werden kann.