Der Schweizer Bio-Ackerbau mobilisiert die Massen

Die 10. Bio-Ackerbautage (BAT) haben viel Volk angezogen: Rund 2’000 Besucher:innen aus Praxis, Markt, Beratung, Forschung und Politik strömten auf den Hof von Nadine und Urban Dörig in Diessenhofen (TG). Im Rahmen der BAT orientierte Coop über das «Projekt Fruchtfolge»: Ziel ist es, nicht nur massiv mehr Knospe-Weizen abzunehmen, sondern mit einem ganzheitlichen Ansatz Absatzmöglichkeiten für weitere Fruchtfolge-Kulturen zu bieten.

Seit dem Jahr 2012 werden die Bio-Ackerbautage mit grossem Erfolg durchgeführt. Bei der diesjährigen Ausgabe auf der Domäne Katharinental haben rund 2'000 Personen den Anlass der Bio-Ackerbaubranche in Diessenhofen (TG) besucht. Co-Organisator:innen waren Bio Suisse, das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, das Bildungszentrum Arenenberg und Bio Ostschweiz.

Austausch stand im Zentrum

Die Schweizer Bio-Ackerbautage haben zum Ziel, die Techniken von morgen zu präsentieren, den Austausch zwischen den Produzent:innen und den verschiedenen weiteren Akteuren der Branche zu fördern und so zur Ausdehnung der Bio-Ackerbaufläche beizutragen. Besucher:innen konnten sich an beiden Tagen an 16 Themenposten sowie bei Referaten mit dem Fokusthema Bodenfruchtbarkeit auseinandersetzen. Anbausysteme wie Streifen- und Dammanbau, vielfältige Sorten und Systemansätze für die Pflege der Bodenqualität und für die Unkrautkontrolle wurden praxisnah vorgestellt. Fachpersonen aus Beratung und Forschung standen dabei an den Feldposten zu den jeweiligen Themen Rede und Antwort. Bei den Maschinendemos lag der Fokus auf der digitalisierten Hacktechnik.

Am Freitagabend fand erstmals ein Netzwerkanlass statt, an dem rund 200 Personen aus der Branche und der regionalen Politik teilnahmen. Höhepunkt war das hochkarätige Podium mit Walter Schönholzer (Regierungsrat TG), Philipp Wyss (CEO Coop), Urs Brändli (Präsident Bio Suisse) und Urban Dörig (Betriebsleiter des Gastgeberbetriebs). Im Zentrum der Diskussion standen die Mehrwerte von Bio und welche Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette wie stark in die Verpflichtung genommen werden sollen. Urs Brändli sieht hier auch die Politik in der Verantwortung: «Würde die Thurgauer Regierung in ihren Institutionen wie Schulen, Kitas oder Altersheimen nur schon 20 Prozent Bio-Lebensmittel einsetzen, hätte das einen grossen Impakt auf die lokale Landwirtschaft.»

Coop setzt ein starkes Zeichen für den Schweizer Biolandbau

Im Rahmen der BAT orientierte Coop die Medien über ihr «Projekt Fruchtfolge». Coop will seine Bio-Brote zu 100 Prozent aus Schweizer Knospe-Getreide herstellen. Dieses Ziel wird mit einem ganzheitlichen Ansatz verfolgt: Neben Brotgetreide bietet Coop auch Absatzmöglichkeiten für weitere Fruchtfolge-Kulturen aus der Schweiz, darunter Hafer, Hülsenfrüchte oder Ölsaaten. Gemeinsam mit Bio Suisse hat Coop ein entsprechendes Projekt gestartet. Mit diesem langfristigen Engagement stärkt Coop den Standort Schweiz, setzt ein weiteres Zeichen für nachhaltigen Bio-Landbau und unterstreicht ihre Rolle als verlässliche Partnerin der Schweizer Landwirtschaft. (Link zur Medienmitteilung)

Die Bio-Ackerbautage wurde unterstützt von: Coop Fonds für Nachhaltigkeit (Hauptsponsor), Agrar Landtechnik AG (Co-Sponsor), Alb. Lehmann Bioprodukte AG (Co-Sponsor), Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern sowie weiteren Partnerorganisationen.

22. Juni 2026
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