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News-Eintrag


12.11.2020 | JA-PAROLE ZUR INITIATIVE "SCHWEIZ OHNE SYNTHETISCHE PESTIZIDE"

Bio Suisse hat an der heutigen Delegiertenversammlung (DV) die beiden anstehenden landwirtschaftspolitischen Volksabstimmungen diskutiert. Die Delegierten sagen Ja zur Initiative "Schweiz ohne synthetische Pestizide". Die Parolenfassung zur Trinkwasser- Initiative wurde auf die DV im April 2021 verschoben. Der Verband der Schweizer Bio- Bäuerinnen und -Bauern unterstützt die Umsetzung eines seiner zentralen Anliegen auf nationaler Ebene und nimmt mit diesem Votum die ganze Gesellschaft in die Verantwortung.

DARUM GEHT ES

Die Initiative will synthetische Pestizide verbieten. Dafür will sie in der Verfassung den Umweltschutzartikel ergänzen. Das Verbot gilt in der landwirtschaftlichen Produktion, in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und in der Boden- und Landschaftspflege. Es gilt im Inland, wird aber auch auf die Importe angewendet. Auch die Konsumentinnen und Konsumenten werden in die Pflicht genommen - in der Schweiz gibt es nur noch pestizidfrei hergestellte Produkte zu kaufen.

DARUM SAGT BIO SUISSE JA

Die Pestizid-Initiative hat aus Sicht von Bio Suisse vier grosse Vorteile:
    Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide gehört zu den wichtigsten Anliegen des Biolandbaus.
    Diese Anbaumethode ist deshalb eine gute Lösung für die Umsetzung der Initiative.
    Alle Anwender, auch die Konsument*innen, werden in die Pflicht genommen.
    Das Verbot gilt sowohl für die inländische Produktion als auch für importierte Produkte und ist somit nicht-diskriminierend und umfassend.

Aus diesen Gründen haben die 100 Delegierten von Bio Suisse am 12. November 2020 grossmehrheitlich Ja gesagt zur Pestizid-Initiative.

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MEDIENMITTEILUNG VOM 12.11.2021

Der Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide im Biolandbau ist gemäss den Richtlinien von Bio Suisse seit dessen Gründung vor bald 40 Jahren verboten. Die Initiative "Schweiz ohne synthetische Pestizide" nimmt also ein zentrales Anliegen auf und fand entsprechend breite Unterstützung im Verband. Die vom Vorstand vorgeschlagene Nein-Parole zur Trinkwasser-Initiative fand hingegen keine Mehrheit in der Delegiertenversammlung. Stattdessen entschieden die Delegierten, die Parolenfassung auf die nächste Versammlung im April 2021 zu verschieben.

"Die heute spürbare Sympathie der Bio-Bäuerinnen und -Bauern für die Initiative zeigt, dass zur Landwirtschaftspolitik noch nicht alles gesagt ist. Ich verstehe das Votum auch als Appell an die Mitglieder des Parlaments in Bern: Übernehmen Sie Verantwortung. Deblockieren Sie die Agrarpolitik und treten Sie auf die Debatte um die AP22+ ein." erklärt Bio Suisse-Präsident Urs Brändli den Entscheid seiner Delegierten. Die vorgeschlagenen Absenkpfade Pestizide und Nährstoffüberschüsse seien mutig zu beschreiten. Wenn nicht, könnte die Stimmbevölkerung im Juni ein Machtwort sprechen, schaut Brändli voraus.

Den Schweizer Bio-Bäuerinnen und -Bauern ist klar: Für die aktuell drängenden Probleme mit Verlust der Artenvielfalt und Belastung der Umwelt aufgrund des Einsatzes chemisch-synthetischer Pestizide ist die biologische Landwirtschaft Teil der Lösung. Seit 40 Jahren macht sie vor, wie landwirtschaftliche Produktion im Einklang mit der Natur gelingt. Konsumentinnen und Konsumenten können schon vor den Abstimmungen vom 21. Juni 2021 für Besserung sorgen - mit dem Griff zu Bio-Produkten im Regal.

MEDIENKONTAKT

David Herrmann, Medienstelle Bio Suisse, 061 204 66 46, david.herrmann@bio-suisse.ch

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