Rückbehalt auf Bio-Körnermais

Die Bio-Maisernte erreichte im Jahr 2025 mit 21'400 Tonnen einen Rekordwert. Dies entspricht einer Steigerung von 45 Prozent gegenüber 2024. Die Branche reagiert mit einem Rückbehalt auf Knospe-Körnermais von 10 CHF/dt.

Die Erntemenge von Bio-Mais liegt im Jahr 2025 mehr als 10 Prozent über dem Jahresbedarf der Mischfutterhersteller. Die Lagerung und das Lagermanagement der Übermengen stellen eine Herausforderung für die gesamte Branche dar.

Um eine erneute Überproduktion zu verhindern, ruft Bio Suisse ihre Produzent:innen dazu auf, die Körnermais-Produktion zu drosseln. Bio Suisse empfiehlt, wenn möglich auf Körner-leguminosen wie Soja umzusteigen, welche als Futtermittel gefragt sind. Eine andere Möglichkeit ist die Vermarktung von Mais als Silomais.

Vermarktungseinschränkung für Umstellungsware

Am «Runden Tisch Bio-Futtergetreide» hat die Branche zudem folgende Massnahmen beschlossen, um eine drohende Überproduktion zu verhindern: Auf Knospe-Körnermais wird ein Rückbehalt von 10 CHF/dt eingeführt. Den Produzent:innen wird folglich von den Sammelstellen der Richtpreis abzüglich des Rückbehalts ausgezahlt. Sollte es zu einer Überproduktion kommen, wird der eingezogene Rückbehalt zur Finanzierung der Deklassierung verwendet, ansonsten wird der Rückbehalt von den Sammelstellen in einem 2. Schritt an die Produzent:innen ausgezahlt.

Es gilt zudem eine Vermarktungseinschränkung für Umstellungsware. Das heisst, dass Körner-mais aus Umstellung aus der Ernte 2026 nicht im Bio-Kanal vermarktet werden kann, falls das Angebot die Nachfrage der Futtermühlen übersteigt. Es gelten folglich die Konditionen auf dem konventionellen Markt. Zudem gilt auch eine Vermarktungseinschränkung für importierten Knospe-Körnermais.

16. April 2026
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