MENU

News-Eintrag


25.05.2018 | ANPASSUNG RICHTPREISE FÜR BIO-FUTTERGETREIDE

An der Richtpreisrunde von Ende Mai haben sich Produzentenvertreter, Mischfutterhersteller und Importeure auf eine Anpassung der Richtpreise für Bio-Futtergetreide geeinigt. Damit wird der künftigen Marktentwicklung Rechnung getragen. Bei Gerste, Hafer, Triticale und Körnermais sinkt der Richtpreis um einen Franken pro hundert Kilogramm, für Soja wurde erstmals ein Richtpreis festgelegt.
Produzenten und Verarbeiter haben sich im Rahmen der Richtpreisrunde von Bio Suisse auf eine Senkung von Produzentenrichtpreisen bei Knospe-Futtergetreide geeinigt. Die Übernahmebedingungen 2018 entsprechen den Bestimmungen des Branchenverbandes swiss granum.

MARKTTRANSPARENZ BEIM BIO-FUTTERGETREIDE

Da sich bei Gerste, Hafer, Triticale und Körnermais nahezu eine Vollversorgung abzeichnet, wurden folgende Massnahmen beschlossen: Die Anpassung der Richtpreise an die Erfordernisse des Marktes, ein Importstopp für Gerste, Hafer und Triticale ab dem 15. Juli 2018, die eingeschränkte Vermarktung von Umstellware bei Gerste, Hafer und Triticale ab Ernte 2018 und einen Rückbehalt auf dem Richtpreis von Gerste, Hafer und Triticale für Umstellbetriebe. Die Höhe des Rückbehalts resultiert aus der Differenz zwischen konventionellem Preis und Bio-Richtpreis. Der Betrag wird bei einer Überversorgung zur Deklassierung verwendet.
Das inländische Angebot an Bio-Futtergetreide ist in den letzten Jahren dank zusätzlich gewonnenen Betrieben und Ackerflächen weiter gestiegen. Trotz unvorteilhaften Wetterbedingungen haben die Ernteerträge die Erwartungen übertroffen. Aus der Ernte 2017 konnten 29'070 Tonnen Futtergetreide übernommen werden. Bei sämtlichen Getreidearten wurden die Erntemengen zum Teil massiv gesteigert, der Anteil an inländischem Futtergetreide liegt bei 78 Prozent.

FÖRDERUNG VON LUPINE UND FUTTERSOJA


Die produzierten Mengen von Eiweisserbsen und Ackerbohnen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und verbessern so die Versorgung mit einheimischen Proteinträgern deutlich. Die Entwicklung ist vor allem auf den Anbau von Mischsaaten aus Körnerleguminosen und Getreide zurückzuführen. Der Anbau von Körnerleguminosen wurde bis anhin von Bio Suisse mit Förderbeiträgen gezielt unterstützt. Das Ziel die Erntemengen zu steigern wurde früher als erwartet erreicht, darum wird für die Ernte 2018 auf Ackerbohnen und Eiweisserbsen kein Förderbeitrag mehr ausbezahlt. Die Einnahmen aus der Abschöpfung auf importiertem Futtergetreide sind gesunken und die hohen Erntemengen haben bei den zweckgebundenen Mittel für die Förderung von Körnerleguminosen ein Defizit verursacht. Die Branchenvertreter haben an der Richtpreisrunde beschlossen, dieses mit einem einmaligen Rückbehalt auf sämtlichen Inland-Futtergetreide von Fr. 1.-/dt zu sanieren. Dieser Betrag wird vom Richtpreis abgezogen. Im Gegenzug wird dafür die Importabschöpfung auf dem Futtergetreide von Fr. 9.-/t auf Fr. 4.-/t reduziert. Lupine und Futtersoja werden neu mit Fr. 20.-/dt statt Fr. 15.-/dt Förderbeiträgen unterstützt. Futtersoja wurde neu in den Getreidepool aufgenommen und mit einem Richtpreis von Fr. 100.-/dt festgelegt.


BIO SUISSE RICHTPREISE FÜR KNOSPE-GETREIDE 2018

Futtergetreide / Körnerleguminosen (in CHF/dt)
Futterweizen 87.00
Gerste 80.00
Hafer 64.00
Triticale 81.00
Körnermais 87.00
Eiweisserbsen 88.00
Ackerbohnen 78.00
Lupinen 89.00 +20.00 Förderbeitrag = Total 109.00
Soja 100.00 - + 20.00 Förderbeitrag = Total 120.00
Mischkultur Körnerleguminose mit Getreide: Preis gemäss gewichtetem Durchschnitt aus beiden Komponenten

Rückbehalt auf Inland-Futtergetreide: Auf sämtlichem Inland-Futtergetreide wird ein einmaliger Rückbehalt (nur 2018) von Fr. 1.-/100 kg als Sanierungsbeitrag der zweckgebundenen Mittel für die Förderung von Körnerleguminosen vom Richtpreis abgezogen.

Auswuchsgetreide: Weizen CHF 80.00 /100 kg (bei Fallzahl unter 120 s nach Absprache mit dem Abnehmer); Roggen: CHF 77.00 /100 kg (bei grossen Mengen nach Absprache mit dem Abnehmer); Dinkel: CHF 54.00/ 100 kg (bei grossen Mengen nach Absprache mit dem Abnehmer).


Die aktuellen Preise und Übernahmebedingungen sind abrufbar auf:
www.bioaktuell.ch > Markt >Ackerkulturen


WEITERE INFORMATIONEN

Ania Biasio, Verantwortliche Medienstelle Bio Suisse, Tel. 061 204 66 46, ania dot biasio at bio-suisse dot ch

DOWNLOAD

PDF 229 KB



DAS NEUSTE AUS DER BIOWELT ERFAHREN. ABONNIEREN SIE DEN NEWSLETTER