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Newsletter Oktober 2012



NEWSLETTER OKTOBER

Gerade noch drei Männer bis zum Jahresende. Was, Sie kennen den Bauernkalender nicht? Nein, nicht den mit den hübschen Frauen. Die Männerausgabe ist gemeint und genauer gesagt das Oktoberblatt. Dass Biobauern für ihre Arbeit im Einklang mit der Natur arbeiten, dass sie sich für artgerechte Tierhaltung und für die Biodiversität einsetzen, ist bekannt. Dass sie auch fotogen sein können, weiss die Schweiz nicht erst seit Renzo Blumenthal und dessen Mister-Titel. Den sichtbaren Beweis liefert just diesen Monat Jungbiolandwirt Jürg Strauss.
Der gelernte Grafiker und Landwirt vertieft momentan seine Kenntnisse im Bioweinbau, bevor er den elterlichen Betrieb in Rickenbach ZH übernehmen und dort neben Ackerkulturen, Obst und Beeren auch seinen eigenen Rebberg und Weinkeller pflegen wird. Eine Silbermedaille an einem Wein-Wettbewerb hat er bereits gewonnen. Trotzdem müsse er noch viel lernen im Keller, meint der herzliche junge Mann ganz bescheiden. Schönheit strahlt eben auch von Innen, und das im Oktober erst recht, nicht wahr?

Ihre Bio Suisse

KÄSE - MIT HANF UND PEPP


Der Ganterschwiler Käser Melchior Schoch ist ein Original. In seiner rot-braunen Toggenburger Tracht und seiner "gmögigen" Art sticht er an den Käsemessen im In- und Ausland hervor. Ausgestochen hat der Biokäser der Restaurant-Käserei Berghof nun auch die Konkurrenz an der Molkereifachmesse InterMopro in Düsseldorf D. Mit welchem peppigen Käse? Das erahnen Sie vermutlich und erfahren es hier.

Wenn er irgendwo Käse verkauft, macht er das authentisch in Toggenburger Tracht und mit Begeisterung. Wenn er keinen Käse verkauft, produziert er welchen in der Restaurant-Käserei Berghof in Ganterschwil SG - und das erst noch Bio und mit der Knospe. Melchior Schoch ist nicht nur ein Original und ein "Chrampfi", er hat auch Geduld. Und die hat "es" ihm einige Male auf die Probe gestellt, als er einen seiner neusten Käse entwickelte: "Melch's Bio-Berghof-Hanfsamen-Käse". Noch länger als der Käsename war Melchior Schochs Gang zusammen mit Daniele Schibano und der Ai Fame GmbH durch die Verwaltungen von Kanton und Bund, bis er endlich das in den Käse mischen durfte, was auch drauf steht: Hanfsamen. Rund acht Jahre hat es insgesamt gedauert, bis alle Bewilligungen beisammen waren.. Aber keine Sorge, der Käse wirkt nicht berauschend, denn die Samen überschreiten den bewilligten THC-Gehalt nicht. Die Jury des InterMopro-Wettbewerbs Best Innovation 2012 liess sich begeistern. Der mit der Knospe ausgelobte Käse gewann Ende September in Düsseldorf D zusammen mit neun weiteren europäischen Molkerei-Produkten einen Preis als "beste Innovation des Jahres".

www.berghof-ag.ch

BIO UND STAR - BESTES GESCHÄFT


Der Bioladen "Regenbogen" aus Schwyz ist "Bio Star 2012". Das Schwyzer Ladenteam setzte sich gegen 155 andere Biofachgeschäfte bei der Leserwahl zum besten Schweizer Biofachgeschäft durch. Zur Wahl aufgerufen hatte die Schweizer Konsumentenzeitschrift oliv in einer breit angelegten Leserumfrage.

Bei der offiziellen Preisverleihung in Oberbipp BE war Ende September die Spannung gross. Über 2'000 Leserinnen und Leser hatten an der Umfrage der Zeitschrift oliv teilgenommen. Sie hatten für insgesamt 156 Bioläden Voten abgegeben. Die Leserjury bewertete die vorgeschlagenen Geschäfte anhand der Einzelkategorien "Freundlichkeit Bedienung", "Kundenservice", "Sortimentsauswahl", "Beratungskompetenz" sowie "Ladenatmosphäre". Den zweiten Rang belegt der Bioladen Buono aus Brugg, den dritten das Geschäft Oasis Santé aus St-Imier. Der Sieger ist das "erste Bio-Reformaus mit Naturschreinerei in der Schweiz". Bei ihnen sei nicht der Kunde König, sondern die Natur. Das Schöne daran sei jedoch, dass der Mensch zur Natur gehört. Das Geschäft in Schwyz ist nicht zum ersten Mal preisgekrönt. Schon im letzten Jahr erhielt das dynamische Team um Martina Gwerder den Sonderpreis "Newcomer des Jahres" und im Jahr zuvor bereits an der von Bio Suisse und Partner-Organisationen durchgeführten Kampagne "Biofachgeschäft 2010" eine Auszeichnung für die "beste Wohlfühl-Atmosphäre". Herzliche Gratulation!

www.oliv-zeitschrift.ch

KOCHEN - 120 BIOREZEPTE


Sind Sie auf der Suche nach einer Idee für das Abendessen mit guten Freunden? Die Kinder wollen endlich wieder mal mit einer Dessertneuheit überrascht sein? Und auch wenn Sie ein ausgegorener Kochfreak sind: Ein Klick auf die neue Plattform mit den Kochrezepten von Bio Suisse bringt zusätzliche Inspirationen für den Menüplan der nächsten Tage.

Die 120 Angebote auf der Online-Rezeptplattform sind nach Kategorien wie Mittagessen, Dessert, Vorspeise usw. eingeteilt. Auch ohne grosse Vorkenntnisse der Kochkunst sind sie einfach zuzubereiten. Kurzinfos über Nährwerte zum Beispiel werden direkt mitgeliefert. Und welches Bioprodukt wann erhältlich ist, das heisst, zu welcher Jahreszeit es auch am besten schmeckt, zeigt Ihnen das Angebot des Saisonkalenders. Wo dann die Ingredienzen des nächsten Abendessens mit guten Freunden für Sie am besten zu finden sind, ist ebenfalls ein paar Mausklicks weiter auf der Plattform zu entdecken. "Die Knospe bringt den Geschmack zurück", heisst das Markenversprechen von Bio Suisse. Wetten, dass dieses Angebot Ihren Geschmack am Ausprobieren neuer Rezepte und am lustvollen Kochen zurückzubringen weiss - falls Sie ihn denn verloren hätten?

TATAR - MÖVENPICK UND DIE KNOSPE


Wie heisst es nun richtig: Tatar oder Tartar? Engländer und Franzosen nennen es Steak tartare, Belgier und Luxemburger Filet américain. Das aus hochwertigem, sehnenfreiem und fettarmem Muskel vom Rind zubereitete Hackfleisch gehört zu den kulinarischen Rennern von Mövenpick. Die bekannte Restaurationskette bringt jetzt mit ihrem Tatar auch die Knospe auf den Tisch.

Neu bereiten die Schweizer Mövenpick Restaurants den Klassiker aus 100% zertifiziertem Knospe-Rindfleisch nach Bio Suisse Richtlinien zu. Artgerechte Haltung in geräumigenStällen, natürliche Zuchtmethoden, viel Auslauf im Freien und bestes Bio-Raufutter garantieren die hohe Qualität von Knospe-Rindfleisch. Das klassische Tatar wird in den Mövenpick Restaurants mit Brioche-Toast in den Schärfegraden mild, medium oder feurig serviert. Zusätzlich stehen wechselnde Tatar-Angebote auf der Menükarte: Saisonale Variationen wie Tatar Emiliana, California oder Genovese laden immer wieder neu zum Probieren, Sinnieren und Geniessen ein. Die aktuellen Tatar-Angebote sind auf den Menükarten der Mövenpick Restaurants zu finden. En Guete!

TRENDS - DEM KONSUM AUF DER SPUR


Die Skepsis der Konsumenten gegenüber dem Lebensmittelmarkt hat zugenommen, sagt die Trendforscherin Mirjam Hauser. Dies ist einer der Schlüsse aus ihrer neusten Studie, in der sie auch festgestellt hat: Die Nachhaltigkeit in den Köpfen der Konsumenten ist zum festen Begriff geworden. Die Konsum-Expertin vom Gottlieb Duttweiler Institut referiert im Oktober an der Fachtagung zur Bioverarbeitung in Beitenwil BE.

Nicht zuletzt wegen der Lebensmittelskandale der letzten Jahre seien die Konsumenten zunehmend skeptischer, ob der Lebensmittelmarkt ihre Wünsche erfüllen könne. Zusätzlich strapazierten übertriebene Werbeversprechen das Konsumentenvertrauen. Mirjam Hauser, Senior Researcher am Gottlieb Duutweiler Institut GDI geht mit der Ernährungsbranche hart ins Gericht. Grundlage dazu ist eine Studie, welche die Trendforscherin aufgrund von 100 Konsumentenbefragungen in der Schweiz durchgeführt hat. An der Bio-Verarbeitertagung, die Bio Suisse mit bio.inspecta, dem Forschungsinstitut für Biologischen Landbau FiBL und Demeter durchführt, wird Hauser aufzeigen, welche Wertewelten das Einkaufsverhalten der Konsumentinnen und Konsumenten bestimmen und welche Möglichkeiten sich daraus für die Nahrungsmittelbranche ergeben. Bio - so Hauser - habe vor allem Chancen, wenn es seinen Mehrpreis nachvollziehbar erklären könne. Einen Vorgeschmack auf das Fachreferat liefert das Interview mit der Expertin im Magazin bioaktuell.

TIERSEUCHEN - NEUES GESETZ


Am 25. November 2012 wird das Schweizer Volk über die Vorlage zum neuen Tierseuchengesetz abstimmen. Im Fokus der Gesetzesrevision, gegen die das Referendum ergriffen wurde, standen verstärkte Schutzmassnahmen. Deren Umsetzung birgt jedoch grosse Stolpersteine. Deshalb verlangt die Vereinigung der Schweizer Biolandbau-Organisationen einerseits klare Regeln für staatliche Zwangsmassnahmen, andererseits mehr Eigenverantwortung für die Tierhalter. Bio Suisse empfiehlt ein Nein.

Bereits im Vorfeld hat Bio Suisse bei der Vernehmlassung verschiedene kritische Punkte zur Vorlage eingebracht. So sollten staatliche Zwangsmassnahmen nur in den Kategorien "hochansteckende" und "auszurottende" Seuchen erlaubt sein. Falls dabei Tierverluste oder ungerechtfertigte Kosten auftreten, müsste die Entschädigungspflicht beim Staat liegen. Beide Forderungen fehlen im revidierten Tierseuchengesetz. Weiterer Kritikpunkt: Wenn eine landesweite Prävention im Zentrum der Gesetzesrevision stehen soll, ist der in der Vorlage enthaltene "Kantönligeist" der pure Widerspruch dazu. Bedauerlicherweise wird dem Thema der kantonalen Zuständigkeiten in der Revision in keiner Weise Rechnung getragen. So würde der Bund weiterhin Zwangsmassnahmen anordnen können, hingegen würden die zuständigen Kantone im Schadenfall nicht über die rechtlichen Mittel für die Entschädigung betroffener Tierhalter verfügen. Und in Anbetracht der zuweilen stark voneinander abweichenden kantonalen Regelungen müssten Tierhalter ausserdem kantonal unterschiedlich strenge Massnahmen ergreifen. Für die Landwirte ist Eigenverantwortung gerade in Zusammenhang mit dem Tierseuchengesetz besonders wichtig und auch gefragt. Die Betroffenen sollen sich beim Entscheid über staatliche Zwangsmassnahmen einbringen können. Auch dieser wichtige Kritikpunkt ist in der Vorlage leider kein Thema. Auseinandersetzungen wie jene um die Blauzungen-Impfung werden auch durch das revidierte Gesetz nicht vermieden werden können. Alles in allem: eine verpasste Chance.

TIPP DES MONATS - OLMA UND JOLANDA


Herbstzeit ist OLMA-Zeit: Die Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung begeistert Jahr für Jahr. Auf dem Plakat und den Messebroschüren zu dieser 70. Ausgabe der OLMA scheinen Kuh, Kinder, Vögel, Geiss, Huhn und sogar die Blätter des Baumes ganz ungeduldig, um endlich aufzubrechen in Richtung St. Gallen und hin zum Fest vom 11. bis 21. Oktober. Dass sie - wie dieser Scherenschnitt rund um die Knospe - dem kunsthandwerklichen Talent einer Knospe-Bäuerin zu verdanken sind, ist eine andere Geschichte

Jolanda lebt mit ihrem Mann Stefan und ihrer Kinderschar auf dem Brändle-Hof in Dreien SG. Der Hof wird seit zwölf Jahren als Knospe-Hof geführt. Dass die Arbeit auf einem Biohof mit Milchwirtschaft und einer Familie mit neun Kindern ein tagesfüllendes Programm darstellt, ist so klar wie das Amen in der Kirche. Für Jolanda Brändle ist aber genauso klar, dass sie jede freie Minute ihrem Hobby widmet: den "Scherereien", wie sie selbst sagt. Wer die kunstvollen und in vielen Arbeitsstunden gefertigten Originale betrachtet, dem bleibt kaum verborgen, dass für solche Werke höchste Konzentration und Präzision erforderlich sind. Und Freude an der Sache. "Diese Arbeit entspannt mich", ist die sympathische Künstlerin ganz einfach überzeugt. Dass sie den bevorzugten Motiven aus Märchen und Brauchtum gerne auch ihren kleinen Augenzwinkerschnitt verpasst, gibt ihnen dieses gewisse Etwas, das die Handschrift einer grossen Meisterin trägt. Überzeugen Sie sich selbst

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