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Newsletter Mai 2012



NEWSLETTER MAI

Mai, Wonnemonat: Das frische, zarte Gemüse aus der Region ist da, die ersten Erdbeeren duften, die wir lustvoll auf der Zunge zergehen lassen… Und mit den erwachenden Lebensgeistern kommt auch gleich der Vorgeschmack auf freie Tage, die wir nutzen wollen für Tapetenwechsel, Ausflüge - ins Zentrum der Schweiz zum Beispiel - oder für ein feines Buch in Liegestuhl und Sonnenschein. Alles in diesem Newsletter. Auf in den Mai!

Ihre Bio Suisse

VORSTAND - NEU GEWÄHLT


Diese sieben Biobäuerinnen und Biobauern werden während einer Amtsperiode von vier Jahren den Geschicken des Verbandes und seiner Marke Knospe vorstehen. Die Delegierten von Bio Suisse haben im April in Olten den Vorstand neu gewählt. Präsident Urs Brändli wurde zusammen mit drei Mitgliedern im Amt bestätigt, drei Mitglieder sind neu dabei.

An der Frühlings-Delegiertenversammlung standen für Bio Suisse eine Gesamterneuerungswahl des Vorstands an: Biobauer Urs Brändli (49) aus Goldingen SG (Bildmitte), seit einem Jahr im Amt, freut sich zusammen mit den Vorstandsmitgliedern auf das weitere Engagement für den Verband. Es sind dies (von links): Christian Butscher (56) Liestal BL, Milo Stoecklin (39) Séprais JU - neu, Monika Rytz (48) Olsberg AG - neu, Danielle Rouiller (42) Cernier NE, Juristin Claudia Lazzarini (47) Le Prese GR und Josef Stutz (54) Schongau LU - neu. Ihre Aufgaben: Sie führen die Vereinigung der Schweizer Biolandbau-Organisationen mit 13 Kommissionen sowie die Geschäftsstelle in Basel. Sie pflegen die Kontakte mit 32 Mitgliederorganisationen, die 5 600 Mitglieder und 800 Lizenzpartner. Der Bio Suisse Vorstand erlässt die Verbands- und Sortimentspolitik. Er legt die Vergabebedingungen für Lizenzen fest und lässt die Kontroll- und Zertifizierungsstellen zu. Mehr zu den Wahlen der letzten Delegiertenversammlung

JAHRESBERICHT - BIO SUISSE 2011


Bio Suisse schliesst das Geschäftsjahr 2011 mit einer ausgeglichenen Rechnung ab. CHF 2,573 Mio. wurden in die Qualitätssicherung und -entwicklung investiert. In einem Knospe-Müesli stecken neben Getreide und Früchten vor allem auch Vielfalt, Fairness, Tierwohl, Ressourcenschutz, Ganzheitlichkeit, Vertrauen. Dies und noch einiges mehr ist im neu erschienenen Jahresbericht nachzulesen.

Die grossen Themen des Jahres 2011 von Bio Suisse sind im frisch gestalteten Jahresbericht übersichtlich und bildreich zusammengefasst. Die Rubriken Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Finanzen und Verband zeigen auf, was die Vereinigung Schweizer Biolandbau-Organisation und ihre Marke Knospe im letzten Jahr bewegte und weiterbrachte. Wer sich für das Wesentliche bei Bio Suisse interessiert, kommt um diese Lektüre nicht herum. Erhältlich ist der neue Jahresbericht über bio at bio-suisse dot ch oder direkt per Download.

QUALITÄT - CHARTA FÜR DIE SCHWEIZ


Die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft soll konkurrenzfähig bleiben und dies auch bei zunehmend offeneren Märkten und steigenden Importen. Hierfür braucht es eine klare Qualitätsstrategie. Zu deren Unterstützung wurde eine Qualitäts-Charta erarbeitet. Daran mitgewirkt haben Vertreterinnen und Vertretern der Land- und Ernährungswirtschaft. Auch Bio Suisse war dabei.

Die gemeinsame Erklärung basiert auf der Erkenntnis, dass eine Qualitätsstrategie alle Akteure der Wertschöpfungskette im Wettbewerb stärkt. Der Inhalt der Qualitäts-Charta ist breit abgestützt und wurde in einem konsultativen Verfahren in Qualitätswerkstätten mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Produktion landwirtschaftlicher Rohstoffe über Verarbeitung und Handel bis zu den Endverbrauchern erarbeitet. Die Charta legt Werte fest, welche die Basis für die Weiterentwicklung der Land- und Ernährungswirtschaft für die Zukunft schaffen. Auf dieser Grundlage sollen die Qualitätsführerschaft der Schweizerischen Land- und Ernährungswirtschaft sichergestellt, weiter ausgebaut und Marktoffensiven intensiviert werden, halten die Mitglieder der Kerngruppe fest, darunter auch Daniel Bärtschi, Geschäftsführer von Bio Suisse. Unternehmen und Organisationen sind aufgefordert, die Qualitäts-Charta zu unterzeichnen, denn gelebte Partnerschaft schafft Mehrwerte für Alle. Die Unterzeichnenden haben in der Folge die Möglichkeit, am Event "Qualitätsstrategie 2012" vom 18. Juni 2012 im Stade de Suisse BE teilzunehmen. Interesse? Erklärung und Formular sind hier zum Download bereit.

WETTBEWERB - MILCH IST NICHT GLEICH MILCH


Haben Sie gewusst, dass es Biobauern gibt, die ihren Kühen ausschliesslich Gras füttern? Leider geben in der Hochleistungslandwirtschaft viele Bauern ihren Kühen grosse Mengen Kraftfutter, das heisst Getreide und Soja. So hat sich in den letzten Jahren in der Schweiz der Einsatz von Kraftfutter pro Kuh verdoppelt. Ein Grossteil dieses Futters muss importiert werden, und dazu roden Sojaproduzenten oft Urwaldflächen. Für den Konsum von Knospe-Milch gibt es gleich mehrere gute Gründe.

Die Richtlinien von Bio Suisse verlangen, dass Knospe-Kühe mindestens 90 Prozent ihres Futters in Form von Gras und anderem Raufutter (Heu, Silage) aufnehmen müssen. So kommt es, dass Schweizer Biokühe im Schnitt halb so viel Kraftfutter fressen wie die Schweizer Durchschnittskühe und deshalb auf besonders umweltschonende und nachhaltige Weise Milch produzieren. Ausserdem wirkt sich der hohe Raufutter-Anteil positiv auf die Milch aus, deren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren überdurchschnittlich hoch ist. Das kommt unserer Gesundheit zu Gute. Apropos Gesundheit: Medikamente wie Antibiotika dürfen bei Knospe-Kühen nicht vorbeugend, sondern nur auf Anordnung des Tierarztes eingesetzt werden. Doch nun genug "Wissensfutter": Der Knospe-Milch-Wettbewerb hält attraktive Preise bereit. Reinklicken lohnt sich

GOURMET-KNOSPEN - GESCHMACKLICH TOP


Mit dem Zusatzlabel Gourmet-Knospe zeichnet Bio Suisse einmal im Jahr besonders schmackhafte und herausragende Bioprodukte aus. Lebensmittel, die diese Auszeichnung tragen dürfen, sollen harmonisch in Geruch und Geschmack sein sowie optisch überzeugen. Gleichzeitig muss ihre Herstellung besonders schonenden und nachhaltigen Kriterien genügen.

Ende April war es soweit: 80 Produkte aus der Kategorie Brot, Fleisch und Fisch wurden dieses Jahr von der Fachleute-Jury bewertet. Welche davon in Zukunft die Gourmet-Knospe tragen dürfen, wird am 25. Mai im Biorestaurant Not Guilty in Zürich Oerlikon verraten. Dort werden die Gewinner an einem "Special Event" die Urkunden für ihre prämierten Produkte unter Anwesenheit von Persönlichkeiten aus der Welt von Verarbeitung, Gastronomie und Medien entgegennehmen. Und wie es die Tradition will, werden die frischgebackenen Gourmet-Knospen auch am grössten Biomarkt der Schweiz in Zofingen erhältlich sein. Rendezvous vom 22. bis 24. Juni am Stand von Bio Suisse, wo alle Produkte am Bio Marché ausprobiert und selbstverständlich gekauft werden dürfen.

LANDWIRTSCHAFT - GLOBALER UMSCHWUNG


Im Hinblick auf die UN-Konferenz zu Nachhaltiger Entwicklung Rio+20 will die Podiumsveranstaltung mit dem Titel "Grüne Ökonomie - Chancen und Risiken für die Landwirtschaft" Antworten geben auf weltbewegende Fragen: Was heisst Green Economy? Welche Rolle spielt dabei die Landwirtschaft? Wie und warum soll die Rio-Konferenz den Umschwung in der globalen Landwirtschaftspolitik bewirken?

Im Vorfeld der Rio+20 Konferenz im Juni laden am 23. Mai 2012 an der ETH Zürich die Organisationen Biovision, das Centre for Development and Environment der Universität Bern und Swissaid unter dem Ko-Patronat des ETH-Instituts für Integrative Biologie sowie des World Food System Center zu einer Podiumsveranstaltung ein. Neben Beiträgen von DEZA-Direktor Martin Dahinden, Carlos Marentes von Via Campesina (USA), der Bäuerinnen-Präsidentin Christine Bühler und Professor Urs Wiesmann von der Universität Bern wird der Journalist Ruedi Küng eine Podiumsdiskussion mit weiteren Expertinnen und Experten moderieren. Bio Suisse unterstützt den Anlass. Detailinformationen und Anmeldung

JUBILÄUM - BIO LUZERN


Luzern ist nicht nur für seine weltberühmte Kappellbrücke, das Musikfestival und seine herrliche Seelage im Herzen der Schweiz ein beliebtes Ausflugsziel. Bald wird Luzern um eine Attraktion reicher sein. Mitten im Mai und mitten in der Stadt, am Schweizerhofquai genauer gesagt, wird eine Rabatte bepflanzt. Was soll daran aussergewöhnlich sein? Natürlich ist damit nicht irgendeine Bepflanzung gemeint. Und das hat seinen Grund.

Eine Rabatte mit Pro-Specie-Rara-Bio-Gemüse wird es sein, die für das 20-Jahre-Jubiläum von Bio Luzern ein Zeichen setzen soll. "Mit Rücksicht auf kommende Generationen sind wir gefordert, unsere Produktion zur Schonung der vorhandenen Ressourcen wie Boden, Luft und Wasser anzupassen, sagt Präsident Josef Bircher. Unter dem Motto "Zukunft säen" setzen die Luzerner Biobauernfamilien in ihrem Jubiläumsjahr deshalb weitere Zeichen: Holzsitzbänke vor Biohöfen, die Einrichtung von Waldbienenhotels, konkurrenzfähige Biomenüs in Kantinen. Am 2. Juni 2012 findet der offizielle Festakt der Luzerner Bios mit Gästen aus Politik und landwirtschaftlichen Organisationen statt. Die Rabatte, auf der noch bis in den Herbst ihr Bio-Gemüse wächst, sollte man sich beim nächsten Luzern-Besuch zum Ziel eines Spaziergangs an der Uferpromenade machen. Pro-Specie-Rara-Gemüse - im wahrsten Sinne des Wortes eine Rarität an diesem Ort. Infos zu Bio Luzern

TIPP DES MONATS - MOZART UND HIRSE?


"Wir werden noch viel entdecken, wir werden aber auch noch viel nachdenken müssen, bis wir unser Weltbild wieder soweit modifiziert haben werden, dass es mit den neuen Entdeckungen einigermassen mithalten kann." Der letzte Satz im neuen Buch der Biologin und Autorin Florianne Koechlin und der Wissenschaftsjournalistin Denise Battaglia mutet etwas philosophisch an, auch wenn er naturwissenschaftlich geprägt ist. Wahrscheinlich ist er beides.

Das Buch gibt viel zu denken. Gleichzeitig liest es sich wie ein spannender Reisebericht. Wir begeben uns in Toskanische Rebberge, reisen weiter zu den Wodaabe-Nomaden im Niger, stehen staunend in einer Oase Ägyptens, schlagen einen Haken nach Frick zum Forschungsinstitut für biologischen Landbau und ziehen weiter bis in die Berge Ruandas zu den Gorillas mit den sanften Augen… Nicht erst seit dem World Wide Web wissen wir, dass alles hier auf dieser Erde - und, wie wir nach der Lektüre dieses Buches feststellen, auch unter der Erde - miteinander vernetzt ist. Florianne Koechlin und Denise Battaglia führen uns von Begegnung zu Begegnung mit Menschen, Tieren, Pflanzen. Durch ihre Reisebegleitung gewinnen wir die Erkenntnis, dass am Ende der Reise alles noch viel komplexer und noch viel differenzierter ist als wir es uns je hätten vorstellen können: Pflanzen führen ein aktives Sozialleben. Sie haben Freunde und Feinde, sind liebevoll zu ihren Nächsten, bilden Allianzen, betreiben Vetternwirtschaft, ja, und sie sind geradezu futterneidisch, machen sich gegenseitig das Wasser streitig. Unterirdisch bilden sie umfangreiche Beziehungsnetze aus Wurzeln und Pilzen. Wozu all das Wissen? "Wenn wir die Pflanzen besser verstehen, können wir ihre Fähigkeiten in der Landwirtschaft nutzen", ist Florianne Koechlin überzeugt. Und vielleicht verstehen wir am Ende der Reise auch uns selbst ein wenig besser. Mehr zum Buch "Mozart und die List der Hirse. Natur neu denken." im Lenos Verlag

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