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NEWSLETTER MAI

Haben auch Sie sich bei den hohen Frühlingstemperaturen bereits darüber gewundert, wie sich dieses Jahr der Sommer etwas sehr wichtig nimmt und einfach vordrängelt? Die Eisheiligen müssen jetzt wohl hinten anstehen. So bis in den November hinein etwa. Das würde passen. "Mairegen bringt Segen", sagt eine alte Regel. Die hat meistens Recht. Hoffen wir's, denn auch beim Wetter ist Abwechslung Gold wert. Dasselbe gilt für diesen Newsletter. Nur Sonnenschein und Regentropfen machen einen Regenbogen. Deshalb sind die Informationen bunt zusammengestellt für Sie. Verbringen Sie einen hoffentlich segenreichen Wonnemonat.

Ihre Bio Suisse

BIO-GASTRO-TAGE - GENUSS WIE GLARUS


In der Gastronomie ist Bio weiterhin Mangelware. Nicht so im Glarnerland, das neben dem prächtigen Tödi Berge von Initiativen und Ideen hat. Seit bald zehn Jahren bieten Restaurants Biomenüs mit Bioprodukten aus der Region an.
Die Glarner Bio-Gastro-Wirte nehmen den Mehraufwand auf sich, die Produkte direkt bei verschiedenen Biobauernfamilien in der Region zu bestellen. Fleisch, Milch und Eier, aber auch Salate, Gemüse und etwas Obst und Beeren stammen vorwiegend aus dem Glarnerland und angrenzenden Gebieten. Kartoffeln und Getreide kommen aus der übrigen Schweiz, da deren Kultur in diesem Gebirgskanton schwierig ist. Getragen werden die Bio-Gastro-Tage von Bio Glarus, dem Verein der Glarner Biobäuerinnen und -bauern. Die Bio-Gastro-Tage sind ein Teilprojekt der Vermarktungsplattform alpinavera. Wer im Glarnerland nicht nur frische Bergluft, sondern auch feine, gesunde Gerichte geniessen will, besucht zwischen Mai und Ende August die Bio-Gastro-Tage, die dieses Jahr von sechs Restaurants angeboten werden. Wo Sie wann in den Biogenuss kommen.

HELDEN DER NATUR - JETZT AUCH ALS BUCH


Weder Krimi noch Liebesgeschichte, weder Schauermärchen noch Zukunftsroman: Und dennoch sind die Geschichten der Bio Suisse Helden spannend, lehrreich, amüsant und unterhaltsam. Und sie gehen direkt ins Herz. Unsere "Helden der Natur" sind wieder da, diesmal alle miteinander in einem kleinen, feinen Buch.
"Von Monstern, Schleimern und Dämonen. Und von Helden der Natur". So heisst der Titel des Büchleins, frisch herausgegeben von Bio Suisse mit ein paar "ganz alltäglichen Hof-Berichten". Hier trifft man sich wieder: die ehrliche Tomate, die kämpferische Kuh, das entsetzte Rüebli und alle die wirklich ausserordentlich heldenhaften Kumpanen direkt aus Fauna und Flora. Die Texte stammen von Peter Schulz, die Fotos von David Willen sowie Basil Stücheli. Nach dem Motto "Es het solang's het" kann das Werk bestellt werden bei Bio Suisse, Tel. 061 385 96 10 oder per E-Mail an bio at bio-suisse dot ch.

ROADSHOW - UNSERE TOUR DE BIO SUISSE


Am 21. Mai startet der Bio Suisse Caravan an den Zürcher Umwelttagen für eine erneute Tournee. Regionale Bio-Produzenten stehen bis im September von Basel über Bern bis Bellinzona im Einsatz. Und sie wissen genau, wovon sie reden, wenn es um das Thema Bio und ihre Produkte geht. Mit im Gepäck sind ausserdem feine Bio-Rezepte. Frischestens zubereitet werden sie zur Degustation angeboten.
An der Sommer-Roadshow von Bio Suisse stehen jeden Monat unterschiedliche Knospe-Produkte im Zentrum. Von Mai bis September werden feinste Milch-, Fleisch-, Gemüse- oder Obstprodukte dem Gaumen schmeicheln. Aber noch mehr wird zu entdecken sein: spannende Attraktionen, wie zum Beispiel ein Glücksrad oder ein Melk-Contest warten je nach Standort auf die Besucherinnen und Besucher. Lassen Sie sich überraschen und versuchen Sie Ihr Glück. Und vielleicht gewinnen gerade Sie ein Wochenende für zwei Personen im Bio-Schloss-Hotel Wartegg. Hier ist der Bio Suisse Caravan anzutreffen.

URS BRÄNDLI - WILLKOMMEN, HERR PRÄSIDENT!


Spätestens als ihn am 21. April 2011 der "Blick" zum "Manager des Tages" gekürt hatte, war schweizweit bekannt, wer Regina Fuhrers Nachfolger wurde, und dass der Gibelhof in Goldingen längst Bio ist. Für den Newsletter hat der neue Bio Suisse Präsident spontan auf ein persönliches Kurzinterview eingewilligt.

WAS FASZINIERT SIE ALS BIOBAUER AM MEISTEN?

Dass wir die Natur, die Jahreszeiten, das Wetter tagtäglich am eigenen Leib erfahren und spüren dürfen. Die prächtige Vielfalt der Natur, sofern man ihr Raum lässt, ist absolut faszinierend.

WAS WAR IHR ERSTER GEDANKE, ALS SIE GEWÄHLT WURDEN?

Klare Gedanken hatte ich in dem Moment kaum, aber ein Gefühl von Freude und Dankbarkeit, dass die Delegierten von Bio Suisse mir ihr Vertrauen schenken.

WER IST IHNEN IM LEBEN VORBILD?

Ich bewundere viele Menschen, oft stammen sie aus einfachen, ärmlichen Verhältnissen. Sie strahlen für mich aber eine Lebensfreude und eine Zufriedenheit aus, wie sie in unserer so reichen und angeblich fortschrittlichen Welt nur selten anzutreffen sind.

WOMIT KÖNNEN SIE SICH AM BESTEN ENTSPANNEN?

Ein paar Tage - am liebsten nicht allzu weit - unterwegs mit meiner Frau, oder ein gemütliches Zusammensein mit Freunden genügt. Es gibt aber auch Arbeiten auf unserem Hof, die ich als entspannend empfinde. Zum Beispiel wenn ich in den steilen Weiden mit dem Spitzhammer bewaffnet auf der Suche nach Unkräutern bin, meinen Blick in die Ferne schweifen lassen kann, dann ...

WELCHES IST IHRE SCHÖNSTE ERINNERUNG?

Der Stellenwert einer Erinnerung scheint mit der zeitlichen Distanz zu steigen. Das ist bei mir auf jeden Fall so. Der Sommer auf einer Alp im Gruyère hat bei mir Eindrücke hinterlassen, die ich kaum je vergessen werde.

WAS HAT SIE IM LEBEN BISHER WOHL AM MEISTEN GEPRÄGT?

Meine Lehrjahre in der Romandie gehören sicher dazu. Dann aber auch meine Reise rund um die Welt mit den längeren Aufenthalten in Australien und Neuseeland.

IHR LEBENSMOTTO?

Warte nicht auf den ersten Schritt der oder des Anderen, wage ihn selbst zu tun.

Weitere Informationen.

FACHKOMMISSION MILCH - NEUES MITGLIED GESUCHT


Bio Suisse arbeitet mit motivierten und innovativen Menschen, die sich für den Biolandbau und die Marke Knospe engagieren und den Biomarkt weiter entwickeln wollen. Die Fachkommission Milch sucht ein neues Mitglied. Sie bewirtschaften einen Knospe-Betrieb und/oder haben Erfahrung in der Biomilchproduktion?

Die Fachkommission Milch berät den Bio Suisse Vorstand in verbandspolitischen Fragen. Sie unterstützt die Geschäftsstelle in Marktentwicklungsfragen und Absatzförderung und rapportiert direkt dem Vorstand. Gesucht ist ein engagiertes und kommunikatives Mitglied mit guten Kenntnissen in biologischer Milchproduktion sowie guter Vernetzung in der Branche. Sitzungssprache ist deutsch. Zusatzinformationen und ein detailliertes Anforderungsprofil finden Sie hier.

PERMAKULTUR - NICHTS-TUN-LANDWIRTSCHAFT


In der Erlebnisgärtnerei Rüfenach AG werden die Ansätze der Permakultur auf zauberhafte Weise umgesetzt. Es handelt sich hierbei um eine Methode zur Schaffung stabiler, sich selbst regulierender und sich selbst erhaltender Systeme. Sie verbindet uraltes Wissen und moderne Erkenntnisse über Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt.
Vor ca. 40 Jahren entwickelte Bill Mollison in Australien die Permakultur, in Europa wurde sie durch Sepp Holzer bekannt, in Japan erhielt Masanobu Fukuoka den Alternativen Nobelpreis als Schöpfer der "Nichts-Tun-Landwirtschaft". Permakultur wird in über 25 Ländern auf allen Kontinenten angewendet: In England vernetzen sich Dörfer zur Selbstversorgung, Gärten entstehen auf Hochhaus-Dächern, in Paraguay hilft sie die Folgen von Entwaldung und Brandrodung abzumildern, in Afrika ermöglicht sie der Bevölkerung Selbstversorgung auf kleinem Raum, wo Monokulturen zur Agrotreibstoff-Gewinnung alles Ackerland verschlungen haben. Die Erlebnisgärtnerei in Rüfenach führt am 4./5. Juni Workshops durch. Garantiert wird hautnahes Erleben, wie erfüllend und auch auf kleinstem Raum anwendbar Permakultur sein kann. Weitere Infos.

An der Viehschau "Agrischa" im bündnerischen Ilanz stellten drei Biobetriebe je zwei ihrer standortangepassten Braunviehkühe zur Schau: Tiere, die durch ihre Langlebigkeit, Gesundheit und die Fähigkeit, Raufutter gut umzusetzen, sehr gut zu den Biobetrieben passen.

Gemeinsam führten FiBL, Plantahof und Bio Grischun von 2008 bis 2010 das Projekt "Biozucht Graubünden" durch. Es zeigte sich, dass auf vielen Biobetrieben die Milchviehzucht vermehrt standortgerecht erfolgen sollte, da die Ansprüche der Kühe oft nicht gut zur betrieblichen Futtergrundlage passten. Bereits vor einem Jahr präsentierten Biobetriebe an der "Agrischa" erstmals Kühe mit guter Gesundheit und Langlebigkeit aus standortgerechter Zucht. Im Attraktionenring wurden die Kühe präsentiert, und das Publikum erfuhr Näheres über die Besonderheiten der Biomilchviehzucht. Das kurze, aufschlussreiche Video dazu sehen Sie hier.

Der Sustainable Foods Summit setzt sich mit Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie auseinander. Die Konferenz findet dieses Jahr am 23. und 24. Juni in Amsterdam statt. Sie versammelt Führungskräfte aus der internationalen Lebensmittelindustrie zu Diskussionen und Fragen rund um die Themen Nachhaltigkeit, Öko-Labels und Klimawandel. Wer und was stehen dahinter?
Organisiert wird der Sustainable Foods Summit von Organic Monitor, einem internationalem Marktforschungs- und Beratungsunternehmen, das sich auf den biologischen und nachhaltigen Industriebereich spezialisiert hat. Ein Schwerpunkt der zweitägigen Konferenz beruht auf der Frage, wie Unternehmen einen positiven Beitrag in ökologischer und sozialer Hinsicht leisten können. Es stehen ausserdem Themen wie Biolandwirtschaft und nachhaltige Initiativen, Reduktion von CO2-Emissionen, umweltfreundliche Verpackung, Marketing und Trends im Verbraucherverhalten auf dem Programm. Detailinformationen und Anmeldung finden Sie hier.

Juhui: Die Gartensaison ist da. Gartentüren stehen weit offen, sogar für die Öffentlichkeit. Romantischer Cottage Garden, akkurates Grün eines historischen Gebäudekomplexes, üppiger Bauern- oder biologisch gepflegter Naturgarten vielleicht? Auch für Ihren Geschmack ist was dabei.
Die Aktion "Offener Garten 2011" wird von den grossen Gartenvereinen der Schweiz getragen: Bioterra, Gesellschaft Schweizer Staudenfreunde, Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde, Schweizerische Gesellschaft für Gartenkultur und Verband deutschschweizerischer Gartenbauvereine. Sie alle freuen sich zusammen mit dem Sponsor Coop, möglichst vielen Menschen die Gelegenheit zu einem Ausflug in eines der Gartenparadiese anzubieten. Wann und wo die Streifzüge möglich sind, erfahren Sie hier.