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Newsletter Januar 2013



NEWSLETTER JANUAR

13 sei definitiv eine Glückszahl, so wurde rund um den Jahreswechsel immer wieder laut. Abergläubisch? Ganz bestimmt kein Unglück wäre, wenn all die Januar-Glückwünsche für 2013 erfüllt werden. Und weil der Januar noch einige Tage dauert, machen wir gleich weiter mit ein paar Jubilaren. Anhaltenden Erfolg und langes Leben wünschen wir: dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL zum 40., Naturaplan zum 20., dem Coop Nachhaltigkeitsfonds zum 10. Geburtstag. Aber natürlich auch Ihnen allen: Seien Sie einfach Glückspilze!

Ihre Bio Suisse

NACHTHALTIGKEITSLABEL - STARKE KNOSPE


Wie die Zeitschrift alimenta Anfang Januar berichtet, kommt eine Umfrage der HAFL-Zollikofen (Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften) bei über 300 Konsumenten in der Deutschschweiz zum Schluss, dass sich knapp die Hälfte der Deutschschweizer Konsumenten für umweltverträgliche und sozial faire Produkte ein Nachhaltigkeitslabel wünscht. Die Knospe zeichnet sich in dieser Studie als "bestes Label" aus.

Der HAFL-Studie zufolge achten die befragten Konsumenten bei Gemüse, Fleisch, Obst, und Milchprodukten am meisten auf die Marke Knospe von Bio Suisse. Gründe dafür seien die umwelt- und tierfreundliche Produktion mit wenig Chemie und geschlossenen Kreisläufen. Knospe-Produkte schmecken, und die strengen Richtlinien und Kontrollen vermitteln Sicherheit und Glaubwürdigkeit, ist zu erfahren. Weiter offenbart die Studie, dass die Marke von Bio Suisse aus Sicht der Konsumenten ein "ökologisches Label" darstelle - obwohl für 42% der Befragten die Knospe von allen abgefragten Label die Kriterien der nachhaltigen Produktion erfülle. Details zur Studie sind hier einsehbar

ALLES IN BIOBUTTER? - WENN BERGE ENTSTEHEN


2011 war Biobutter im Gegensatz zur konventionellen Butter in der Schweiz noch Mangelware. Und bereits ein Jahr später gab es Übermengen davon. 400 Tonnen Biobutter wurden deshalb Ende 2012 deklassiert und gelangen nun in den konventionellen Kanal. Wie erklärt sich das?

Die saisonalen Überschüsse im Frühling und die eher an Milch knappen Sommermonate sind schon seit Jahren typisch für den Biomilchmarkt. Schweizer Verarbeiter und Biomilch-Handels-Organisationen machten sich aufgrund der guten Marktentwicklung der letzten Jahre auf die Suche nach mehr Biomilch. Logisch, was darauf folgte: Die höhere Nachfrage liess die Produzentenpreise ansteigen. Das motivierte bisherige Biomilchproduzenten zur Mehrproduktion und weckte bei anderen das Interesse für die Umstellung auf Biolandwirtschaft. So verstärkte sich der saisonale Überschuss im Winter bis Frühling 2012 und die Übermenge landete als Biobutter in den Lagern. Der Vorstand der Schweizer Branchenorganisation Milch (BOM) entschied im Dezember 2012, 400 Tonnen Schweizer Biobutter zu deklassieren. Beantragt hat dies die Arbeitsgruppe Bio innerhalb dieser Branchenorganisation, die sich aus Vertretern der Biomilchproduzenten, der Biomilchverarbeiter und des Detailhandels zusammensetzt. Diese Massnahme finanziert sich aus Abgaben, die bei den Produzenten auf deren Biomilch erhoben wurden. Die BOM beschloss ebenfalls, den nächsten nötigen Export von konventioneller Butter im Umfang von 400 Tonnen aus denselben Mitteln zu stützen. Dieser Beschluss wurde gefasst, damit Biobutter die Jahresmengenbilanz konventioneller Butter nicht belastet. Da aktuell keine Übermengen an konventioneller Butter vorhanden sind, kann die deklassierte Biobutter voraussichtlich für den Schweizer Markt gebraucht werden. Die Export-Stützung würde dann erst in einigen Monaten anfallen. Bio Suisse engagiert sich - unter Berücksichtigung der saisonalen Mengenschwankungen - mit verschiedenen Marketingmassnahmen und insbesondere auf Stufe Absatzförderung für Biomilchprodukte. In Anbetracht der Marktlage wird aber auch jeder umstellwillige Produzent angehalten, im Vorfeld die Absatzmöglichkeiten für seine Produkte mit einem Abnehmer oder einer Produzentenorganisation sorgfältig abzuklären. Damit alles in bester Biobutter ist. Apropos: Unsere Tarte-Tatin mit Knospe-Butter ist absolut fantastisch.

KLIMASCHUTZ - GUT GESPIELT


"Emission Impossible" heisst ein neues Computerspiel, das junge Landwirte für den Klimaschutz sensibilisieren will. Ziel des Spiels ist es, durch clevere Entscheidungen möglichst wenig Treibhausgase auf dem Hof zu produzieren. Gut spielt indes nur, wer bei seinen Entscheidungen auch ans Portemonnaie denkt. Eine schwierige, aber keine unmögliche Mission.

Die Landwirtschaft ist nicht nur direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen, sie stellt auch eine wichtige Ursache dafür dar. Biologische Landwirtschaft ist eine ressourcenschonende und klimafreundliche Alternative mit grossem Anpassungspotential an den Klimawandel. In Sachen Klimaschutz verfolgen Biobauern mehrere Ziele, indem sie Umweltschäden vermeiden, die Biodiversität auf ihren Höfen fördern, Tiere artgerecht halten und Lebensmittel möglichst naturnah produzieren. Das Computerspiel "Emission Impossible" ist ein Projekt des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern. Entwickelt wurde es in Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART, der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und dem INFORAMA Bildungs-, Beratungs- und Tagungszentrum. Ein aufbauendes Spiel, nicht nur für Landwirte

BIOZERTIFIZIERUNG - MEHR TRANSPARENZ EUROPAWEIT


Volles Vertrauen in ein Bioprodukt haben zu können, das ist ein zentrales Anliegen der Konsumenten. Europaweite Sicherheit und Transparenz sind unabdingbar dafür. Daran arbeiten bio.inspecta AG in Frick AG und Austria Bio Garantie, zwei wichtige Zertifizierungsstellen, seit mehreren Jahren. Bislang in Europa einzigartig: Nun haben sie ihre Plattformen miteinander verbunden.

"Die Kooperation von bioC und EASY-CERT steigert die Transparenz und die Sicherheit im europäischen Biomarkt", sagt Ueli Steiner, Geschäftsführer von bio.inspecta AG. Er ist Initiant der neuen gemeinsamen Plattform EASY-CERT. "Durch die Kooperation haben wir ein Fundament für ein europäisches Verzeichnis gelegt", sagt Rolf Mäder, Geschäftsführer der bioC GmbH. Diese umfassen detaillierte und gesicherte Informationen (elektronische Zertifikate, Labelanerkennungen, usw.) von insgesamt 60.000 Betrieben aus einem Grossteil Europas und darüber hinaus. Mit dem Ausbau erhöht sich die Sicherheit im internationalen System der Biozertifizierung. Zukünftig sind auf beiden Plattformen detaillierte und gesicherte Informationen von rund 60.000 zertifizierten Landwirtschaftsbetrieben sowie Verarbeitungs- und Handelsunternehmen verfügbar. EASY-CERT und bioC haben damit für die Vorgaben der Europäischen Union und der Schweiz für die Bereitstellung elektronischer Zertifikate bereits im Vorfeld auf solider Basis vorbereitet. Ein Klick auf die Plattform

TIPP DES MONATS - GESCHMACKSBEGEGNUNGEN


Ja, es gibt sie noch, die kleinen und feinen Verlage mit ihren Büchern, denen die rastlose Raschlebigkeit unserer Zeit nichts anzuhaben scheint. Ein Beispiel dafür ist die Edition Cucina e Libri in Zürich. In ihrer neuen Reihe "Geschmacksbegegnungen" präsentiert sie das erste Buch. Sie finden darin Aussergewöhnliches über eine "gewöhnliche Frucht".

Christine Brugger ist Sensorikwissenschaftlerin, aufgewachsen auf einem Biobauernhof am Bodensee. Den Geruch von Äpfeln scheint sie seit der Geburt in der Nase zu haben. Mehr als zwei Dutzend Sorten sind ihr seit Jahren vertraut. In dem mit roten Mustern elegant illustrierten kleinen Buchband enthüllt sie uns nicht nur die Geschichte des Apfels, sondern macht am Beispiel ausgewählter lokaler Apfelsorten auf deren sensorische Eigenschaften aufmerksam. Christine Brugger zeigt auf, wie viele Aromen in einem Apfel zu entdecken sind und mit welchen Nahrungsmitteln sich die einzelnen Sorten bestens verbinden lassen. Wussten Sie beispielsweise, dass der Golden Delicious zur Aromafamilie "würzig" gehört und im reifen Zustand ein Anis- und Zimtaroma aufweist und deshalb perfekt harmoniert mit Anis, Gewürzfenchel, Estragon… und mit Curry oder Ingwer in einer leicht erwärmten Version sein Aroma sogar noch besser zur Geltung kommt? Wen wundert's da noch, dass Eva den Apfel mit aus dem Paradiese nahm. Mehr zur Autorin, ihrem Buch und dieser Geschmacksbegegnung

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