BIO SUISSE
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NEWSLETTER JANUAR

Die Vereinigung Schweizer Biolandbau-Organisationen wünscht Ihnen 365 und einen zusätzlich geschenkten Tag gefüllt mit Lebensfreude. Auch dieses Jahr wird in unserem Newsletter die Natur die Hauptrolle spielen. Und mit ihr werden es die Menschen sein, die sich jahrein, jahraus dafür einsetzen, dass naturnahe Bioprodukte zu den sichersten und weltweit am sorgfältigsten kontrollierten Nahrungsmitteln zählen. Herzlich willkommen im neuen Jahr!

Ihre Bio Suisse

BIO IN EUROPA - LEADING ORGANIC ALLIANCE


Anlässlich der internationalen Messe Biofach vom letzten Jahr in Deutschland gründeten acht europäische Bio-Organisationen die Leading Organic Alliance LOA. Bio Suisse ist dieser Organisation beigetreten.

Die junge Organisation LOA setzt sich zur Förderung des Biolandbaus in Europa folgende Hauptziele: Vernetzung zwischen den einzelnen Länderorganisationen, Austausch von Best-Practice, gegenseitige Anerkennung von Zertifizierungssystemen, gemeinsame Entwicklung von Bio-Standards, Zusammenarbeit in der Kommunikation. Zu den Gründern gehören ICEA (Italien), Bio Austria (Österreich), Bioforum (Belgien), CAAE (Spanien), Debio (Norwegen), Krav (Schweden), Naturland (Deutschland) und die Soil Association (UK). Bio Suisse Präsident Urs Brändli erklärt den Beitritt von Bio Suisse: "Gemeinsamkeit macht stark, und wir haben viele gemeinsame Themen. Dass wir uns künftig europaweit besser vernetzen müssen, zeigt nicht zuletzt der aktuelle Bio-Betrug in Italien." An der weltweit grössten Biomesse Biofach vom 15. bis 18. Februar 2012 in Nürnberg werden sich auch die LOAs erneut austauschen.

AGRARPOLITIK 2014-17 - BOTSCHAFTEN ERWARTET


Mit der Agrarpolitik 2014-2017 soll die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft noch nachhaltiger und wirtschaftlich leistungsfähiger werden. Die Bundesratswahlen von Ende Jahr haben Kontinuität versprochen. Wie wird es 2012 in dem für die Landwirtschaft zuständigen Volkswirtschaftsdepartement weitergehen?

Bio Suisse wird sich auch im neuen Jahr durch vermehrte Vernetzung mit anderen Organisationen weiterhin stark machen für einen Aktionsplan, der mit konkreten Massnahmen Anreize für die Stärkung und dadurch auch für die Umstellung auf den Biolandbau schaffen soll. Der "Neue” Alain Berset (SP) hat als Präsident der Schweizerischen Vereinigung der AOC-IGP einen Bezug zur Landwirtschaft. Bio Suisse erwartet, dass der neue Bundesrat auf dem eingeschlagenen Weg bleibt und die Leistungen der ökologisch und tierfreundlich produzierenden Landwirte mit der Agrarpolitik 2014-17 künftig konsequenter honoriert.

GENTECHNOLOGIE - FREIE LANDWIRTSCHAFT


Dass bereits erste unbewilligte Gentech-Pflanzen (GVO) ausserhalb von Labors und an Bahnhöfen in der Schweiz aufgetaucht sind, lässt aufhorchen. Der Mehrheit der Eidgenössischen Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich fehlen weiterhin die wissenschaftlichen Daten für eine hinreichende Risikobeurteilung des GVO-Anbaus.

In zwei Jahren läuft das Moratorium für den kommerziellen Anbau von Gentech-Pflanzen aus. Wird dieses Moratorium nicht verlängert, können Schweizer Bauern danach gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen. Bio-Landbau ist frei von Gentechnik. Bio Suisse arbeitet innerhalb der Schweizerischen Arbeitsgruppe Gentechnologie SAG mit 20 weiteren Organisationen an einer Strategie für eine gentechnikfreie Schweiz auch nach 2013.

Informationen zur SAG und ihren Publikationen

BETRUGSKANDAL - BIO SUISSE HANDELT


"Die ersten Opfer krimineller Machenschaften sind Biobauernfamilien, Verarbeitende und Händler, die sich seit Jahren gewissenhaft und engagiert für den Biolandbau einsetzen. Das mit viel Herzblut erarbeitete Vertrauen wird von einer Hand voll Betrügern in Frage gestellt", sagt Bio Suisse Präsident Urs Brändli.

Anfang Dezember war der Verdacht an die Öffentlichkeit gelangt, dass aus Italien 700 000 Tonnen gefälschte Bioware - darunter auch der von Bio Suisse anerkannten Firma Sunny Land - in Umlauf gekommen seien. Bio Suisse hat Sofortmassnahmen eingeleitet. "Noch gibt es keine konkreten Beweise, dass die Ware mit gefälschten Dokumenten in die Schweiz gelangt ist", erklärt Hans Ramseier, Leiter Qualitätssicherung und -entwicklung. Bei Bio Suisse laufen die Abklärungen seither auf Hochtouren. Aktuell sind einige 100 Tonnen Ware von Sunny Land von Bio Suisse und von den Lebensmittelbehörden vorsorglich und vorerst für drei Monate für die weitere Verarbeitung gesperrt. Die Behörden entscheiden aufgrund aktueller Erkenntnisse über allfällige Vermarktungsfreigaben für die gesperrten Produkte. Es handelt sich um Sonnenblumenkuchen, Sojakuchen, Futterweizen und Mahlweizen. Sämtliche bisher durchgeführten Pestizidanalysen von Lagerware fielen negativ aus. Da von den Produkten keine Gesundheitsgefährdung ausgeht, erachtet Bio Suisse deshalb Rückrufe von bereits verarbeiteter Ware bei den Endabnehmern als unverhältnismässig.

In der Zwischenzeit wurden von weiteren anerkannten Betrieben in Italien und in Rumänien sowie deren Kontrollstellen Stellungnahmen verlangt und alle direkt betroffenen Importeure informiert. Erst wenn die italienischen Behörden offiziell über betroffene Lieferungen, Produkte und Abnehmerländer informieren, kann entschieden werden, unter welchen Voraussetzungen gesperrte Ware gegebenenfalls wieder freigegeben werden kann. In der Sendung Kassensturz des Schweizer Fernsehens vom 3. Januar hat Bio Suisse Stellung bezogen.

MARKENKOMMISSION - VERARBEITUNG: DREIMAL NEU


Die Markenkommission Verarbeitung entwickelt Richtlinien im Bereich Verarbeitung und Handel weiter. Und sie vergibt (oder entzieht) das Knospe-Label von Bio Suisse und verhandelt entsprechende Lizenzverträge. An der Delegiertenversammlung vom Frühling werden eine neue Präsidentin und zwei neue Mitglieder vom Vorstand für die Wahlbestätigung vorgeschlagen.

20 Jahre haben sich Max Eichenberger als Präsident und Peter Dürr als Mitglied in der Kommission engagiert und ihr breites und wertvolles Fachwissen eingebracht. Beide haben per Delegiertenversammlung im Frühling ihren Rücktritt angekündigt. Der Vorstand stimmte im Dezember über die Kandidaturen auf die Nachfolgebesetzungen ab. Für die Nachfolge im Präsidentenamt ist die dipl. Lebensmittel-Ingenieurin ETH Ursula Kretschmar-Rüger vom Forschungsamt für biologischen Landbau in Frick AG vorgesehen. Sie ist mit den Aufgaben der Kommission durch ihre siebenjährige Mitgliedschaft bereits bestens vertraut. Die dipl. Biochemikerin Elke Kellner sowie die dipl. Lebensmittel-Ingenieurin ETH Jacqueline Javor Qvortrup sollen als Neumitgliederinnen in der Kommission Einsitz nehmen. Wie es das Reglement will, muss dieser Vorstandsentscheid im Frühling von den Delegierten von Bio Suisse bestätigt werden. Die nächste Gesamterneuerungswahl der Kommission wird im Frühjahr 2013 für eine Amtszeit von vier Jahren erfolgen.

ONLINE KAUFEN - BESSER VERKAUFEN


Werbematerial von Bio Suisse steht exklusiv allen Knospe-Produzenten, Bio-Gross- oder -Fachhändlern, Inhabern des Bio Suisse Markennutzungsvertrages sowie Knospe-Lizenznehmern zur Verfügung. Einkaufen geht schnell und einfach über die Homepage von Bio Suisse im neuen Online-Shop.

Der Online-Plattform für Werbematerial wurde auf das neue Jahr nicht nur eine kleine Erfrischungskur verabreicht. Sie wurde auch gleich mit einem neuen Geschenkkartonmodell für Wein (Zweier- oder Dreierpackungen sind erhältlich) ergänzt. Ausserdem bietet dieser "Laden" eine grosse Auswahl an Mietmaterial an, das einfach und kostenlos Ihre diversen Anlässe bereichern kann. Wenn Sie sich selber und andern eine Freude machen oder mit den Artikeln den Bekanntheitsgrad der Knospe fördern wollen, lohnt sich ein bequemer "Einkaufsbummel".

KNOSPE 2012 - DAS GILT NEU


2012 bringt auch im Bioregelwerk Neues. Von der Milchproduktion über die Schweinehaltung bis zur Biodiversität reichen die Neuerungen.

Weiterhin ist jeder Produzent von Knospe-Verkehrsmilch verpflichtet, Mitglied bei einer zugelassenen Biomilchorganisation zu sein. Die Unterscheidung zwischen Normal- und Minimalmitgliedschaft wurde aufgehoben. Neu sind für Galtsauen, Aufzuchtferkel, Mastschweine, Remonten und Eber permanenter Auslauf vorgeschrieben. Eine neue Richtlinie zur Förderung der Biodiversität fasst die bisherigen Leistungen der Knospe-Betriebe. Die Weisung dazu enthält einen Massnahmenkatalog, aus dem jeder Betrieb ab Januar 2015 eine bestimmte Anzahl an Fördermassnahmen auswählen kann und umsetzen muss. Für Mastrinder und Mastochsen ist neu der Weidegang zusätzlich zum RAUS-Programm des Bundes obligatorisch. Ausgenommen sind weibliche und männliche Tiere bis 120 Tage, Stiere und Mastkälber. Auch hier gilt eine Übergangsfrist bis Januar 2015. Die entsprechenden Unterlagen zu diesen und weiteren Neuerungen sind hier erhältlich .

TIPP DES MONATS - BESEELTES KOCHEN


Dass Barbara weit mehr als feinen Rhabarber zubereitet, das wissen die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle von Bio Suisse in Basel. Sie ist ein echter Geheimtipp für Liebe- und Genussvolles, das durch den Magen geht.

Die gelernte Naturärztin bringt nicht nur mehrjährige Erfahrung aus der Patienten- und Diätküche der Ita Wegman Klinik in Arlesheim mit. Barbara Erath bringt ihre ganze Lebenserfahrung in die Küche. Denn sie kocht mit Herz, mit Leib und Seele. Kochen sei für sie Kreativität, Achtsamkeit und Freude. "Ich war schon immer freudig als mobile Köchin unterwegs, bekochte Mittagstische, verschiedenste Anlässe und wirbelte in Gemeinschaftsküchen. Dabei hat mir das Kochen mit ‚Laien' und Kindern immer besonders viel Spass gemacht." Barbaras Berufung wurde zum Beruf. Appetit auf mehr? Wer sich und/oder seine Gäste von ihr bekochen lassen möchte, wer mit ihr kochen und viel von ihr lernen möchte, klicke auf diesen echt beseelten Link.