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Newsletter Juli 2012



NEWSLETTER JULI

Ferien und Erdbeer-Bowle. Schon in der Kinderzeit hiess das: Der Sommer ist da! Während jene Ferien heute reine Erinnerungen sind, bleibt eine Bowle immer wieder reiner Genuss. Hinein kommt, was jeder neue Sommer mit sich bringt - Erdbeeren, Basilikum oder Minze, Roséwein... bis es duftet, prickelt, erfrischt, belebt. Damit lassen sich unsere Sommer feiern: Daheim, in den Ferien, in den Erinnerungen.

Ihre Bio Suisse

SWISSNESS - AUF GUTEM WEG


Wenn bei Lebensmitteln "Schweiz” draufsteht, sollen mindestens 80% Schweizer Rohstoffe drin sein. Diesen Kompromiss unterstützt auch Bio Suisse, obwohl der Branchenverband der Schweizer Biolandbau-Organisationen in den eigenen Regelwerken strenger ist und längst schon die 90%-Hürde genommen hat. Was Bio Suisse selbstverständlich scheint, muss auf politischer Ebene hart erkämpft werden, denn National- und Ständerat sind sich uneinig. Bio Suisse arbeitet auch in Bern an einer guten Lösung mit.

Die Swissness-Vorlage will die Verwendung von Herkunftsangaben glaubwürdig und praktisch anwendbar regeln und damit auch den Markenwert der Schweiz langfristig sichern. Glaubwürdige Herkunftsangaben geben den Konsumenten eine klare Orientierungshilfe und verschaffen den Schweizer Bauernfamilien die Möglichkeit, am Mehrwert der Marke "Schweiz" teilzuhaben. Im November 2009 brachte der Bundesrat die so genannte Swissness-Vorlage ins Parlament und schlug darin eine einfache 80%-Regel für Lebensmittel vor. Auch Bio Suisse setzt sich für diese klare Regel für alle verarbeiteten Lebensmittel ein. Unter dem Druck der Nahrungsmittelindustrie hat inzwischen die nationalrätliche Kommission eine Unterscheidung zwischen stark und schwach verarbeiteten Produkten eingebaut, wobei erstere nur 60% Schweizer Rohstoffe und 60% Herstellungskosten in der Schweiz aufweisen müssten. "Wie hätte man verständlich machen können, dass ein Müeslijoghurt anderen Regeln gehorchen muss als ein Früchtejoghurt? Das erste gilt als stark, das zweite als schwach verarbeitet", hält Martin Bossard fest, Leiter Politik von Bio Suisse. Auch die Kommission des Ständerats hat eingesehen, dass solche Unterscheidungen ein administrativer Alptraum sind. Ohne Gegenstimme hat der Ständerat sie deshalb wieder gestrichen. Die von Bio Suisse vorgebrachten Argumente haben mitgeholfen, die Kleine Kammer von einer einfachen Lösung zu überzeugen. Wir dürfen gespannt sein, wenn in der Herbstsession das Geschäft in den Nationalrat geht. Bleibt zu hoffen, dass dieser auf die Linie von Bundesrat und Ständerat eingeht und damit den Schweizer (Bio-)Bauern einen guten Dienst erweist. Mehr Informationen

MISS HORN - FOTOWETTBEWERB


Natürlich wissen Sie längst, dass auch Kühe ihre Interessengemeinschaft haben. Die IG Hornkuh setzt sich zusammen aus Biobauern. Unter anderen sind darin vertreten so bekannte "Kuhflüsterer" wie ein Martin Ott oder so unermüdlich engagierte Hornverfechter wie ein Armin Capaul. Zusammen mit der Zeitung "Schweizer Bauer" ist die IG Hornkuh noch bis zum 15. Juli auf der Suche nach Miss Horn 2012.

Es geht um Hörner, Kühe, Ziegen und um gute Fotos. Das Besondere an diesem Wettbewerb? Die Preissumme von CHF 4'000 für Miss Hornkuh und CHF 2'000 für Miss Hornziege geht nicht an diejenige Person, die das beste Bild knipst, sondern an die Personen, die das jeweils schönste auf den Gewinnerbildern abgelichtete Tier besitzen. Und Apropos Horn: Die Enthornung von Kühen gibt immer wieder Anlass zu Meinungsunterschieden. Bio Suisse begrüsst die Haltung behornter Kühe, ist sich aber gleichzeitig bewusst, dass viele Biobäuerinnen und Biobauern ihre Kälber enthornen lassen, um Verletzungen unter den Tieren und den betreuenden Menschen zu vermeiden. Andererseits: Das Horn ist wichtig für das Sozialverhalten, die Rangordnung und die Körperpflege. Bio Suisse ist bestrebt, in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Biologischen Landbau FiBL, den Anteil an behornten Kuhherden auf den Knospe-Betrieben zu erhöhen. Tatsache ist, dass nach wie vor zum Thema "mit oder ohne" die Mitglieder von Bio Suisse unterschiedliche Auffassungen vertreten. Es wäre deshalb undemokratisch für einen Verband wie Bio Suisse, in dieser kontroversen Sachfrage Verbote einzuführen. Aber hier die Details zum Miss-Horn-Fotowettbewerb

KRAFTFUTTER - ES GEHT AUCH OHNE


Leider verfüttern in der Hochleistungslandwirtschaft viele Bauern ihren Kühen grosse Mengen Kraftfutter, also Getreide und Soja. Ein grosser Teil dieses Kraftfutters muss importiert werden. Dazu roden die grossen Sojaproduzenten oft Urwaldflächen, Kleinbauern müssen von ihren Anbaugebieten weichen. Dass es auch ohne dieses Kraftfutter geht, beweist eine Studie des Forschungsinstituts für Biologischen Landbau in Frick AG.

Die Richtlinien von Bio Suisse verlangen, dass Knospe-Kühe mindestens 90 Prozent ihres Futters in Form von Gras und anderem Raufutter aufnehmen müssen. So kommt es, dass Schweizer Biokühe im Schnitt halb so viel Kraftfutter fressen wie die Schweizer Durchschnittskühe. Es gibt sogar Biobauern, die ihren Kühen ausschliesslich Gras füttern. Das konnten sich bisher viele nur schwer vorstellen, aber es klappt ausgezeichnet. Dies bestätigen nun auch Forscher des Forschungsinstituts für Biolandbau in Frick AG. Sie haben abgeklärt, was es bei der ausschliesslichen Grasfütterung besonders zu berücksichtigen gibt. Und dieser Film erklärt's

GLARNERLAND - BIO-GASTRO-TAGE


In der Gastronomie ist Bio weiterhin ein Insidertipp. Nicht so im Glarnerland, das neben dem prächtigen Tödi Berge von Initiativen und Ideen hat. Seit rund zehn Jahren bieten dort Restaurants Biomenüs mit Bioprodukten aus der Region an. Die Bio-Gastro-Tage finden noch bis in den August hinein statt.

Die Glarner Gastro-Wirte scheuen keinen Mehraufwand fürs Saisonale und Regionale. Sie bestellen die Produkte direkt bei verschiedenen Biobauernfamilien in der Region. Fleisch, Milch und Eier, aber auch Salate, Gemüse und etwas Obst und Beeren stammen vorwiegend aus dem Glarnerland und den angrenzenden Gebieten. Kartoffeln und Getreide kommen aus der übrigen Schweiz, da deren Kultur in diesem Gebirgskanton schwierig ist. Getragen werden die Bio-Gastro-Tage von Bio Glarus, dem Verein der Glarner Biobäuerinnen und -bauern. Die Bio-Gastro-Tage sind ein Teilprojekt der Vermarktungsplattform alpinavera. Wer im Glarnerland nicht nur frische Bergluft, sondern auch feine, gesunde Gerichte geniessen will, dem bieten alle Restaurants, die sich dieses Jahr an den Bio-Gastro-Tagen beteiligen, Authentisches sowie echten Glarner Geschmack und Glarner Genuss. Wo Sie wann in den Biogenuss kommen

COOPERATIVE - NEUENBURG


Bei der Bauernfamilie direkt auf dem Biohof einkaufen ist das eine - bei vielen Bioproduzenten gleichzeitig in der Stadt den Einkaufskorb füllen das andere. Genau das haben sich neunzehn Mitglieder von Bio Neuenburg gesagt. Gesagt, getan. In der Rue des Halles 13 in Neuenburg wird seit Anfang Juni Bio ganz gross geschrieben.

Mit der "Coopérative des Halles" kommen die Knospe-Bauernfamilien mit ihren qualitativ hochstehenden Bioprodukten vom Land in die Stadt. Von dienstags bis samstags ist das Geschäft mit einem breiten Angebot geöffnet: Saisongemüse, Früchte, Tee, Säfte, Wein, Pflanzensetzlinge, Milchprodukte, Frischfleisch, Mehl, Getreide sowie Brot - alles in feinster Knospe-Qualität aus der Region. Direktvermarktung heisst auch Direktkontakt mit den Produzentenfamilien. Sie freuen sich darauf, Fragen zu beantworten und davon zu berichten, wie genau ihre Produkte von der Heugabel auf die Essgabel gelangen… Öffnungszeiten und weitere Informationen finden Sie hier
www.bio-neuchatel.ch/index.php/lassociation/197-cooperative-des-halles

BIOLANDWIRTSCHAFT - MANUFAKTUR GRAUBÜNDEN AG


"Die Biolandwirtschaft ist dank Pionierarbeit und Mut zu Neuem zu dem geworden, was sie heute ist. Wenn mutige Pioniere eine Vermarktungsplattform wie die Manufaktur Graubünden AG gründen, sind die Voraussetzungen für gutes Gelingen gut", sagte Bio Suisse Präsident Urs Brändli am Gründungsanlass in Chur. Im Wissen, dass erfolgreiche Entwicklung einer Vermarktungsplattform oft auf harter Knochenarbeit beruht.

Es geht um echte Bioprodukte in einer der beliebtesten Regionen der Schweiz. Es geht um Fischzucht, um die Produktion, die Verarbeitung und den Anbau von Kartoffeln, Kräutern, Getreide für eine anspruchsvolle Kundschaft. Diese neu gegründete "Bio-AG" vereint 20 Biolandwirte aus den Regionen Albulatal, Surses und Schams und soll mit einer Investition von über CHF 23 Mio. bis zu 30 neue Arbeitsplätze schaffen. Projektleiterin Helen Cabalzar ist von den Chancen im nationalen Absatzmarkt überzeugt. Sie hofft auf Anerkennung der Initiative als "Projekt zur regionalen Entwicklung" und damit auf Unterstützung von Bund und Kanton. Denkbar wäre dem Konzept zufolge eine Niederlassung der Manufaktur in der Gewerbezone von Alvaschein. Wünschen wir den Mittelbündner Pionieren und ihrer Vermarktungsplattform Erfolg für die weitere harte Arbeit. Unternehmerisch und beispielhaft zeigen sie auf, wie sich die Landwirtschaft in Kantonen wie Graubünden weiterentwickeln kann.

TIPP DES MONATS - KRÄUTER UND GEWÜRZE


Erstaunlich: Ein Kochbuch, das auf den ersten Seiten Tipps zum erfolgreichen Gärtnern gibt und auf den letzten Seiten mit einem Pflanzenlexikon aufwartet. Originell: Ein Kochbuch, in dem Sommerfalter und andere Insekten vorkommen, hübsche Bilder und feine Tipps, die Lust machen die Schürzen umzubinden - Garten- und Kochschürzen, wohlverstanden.

Brigitte Speck, Gesundheits- und Ernährungsberaterin sowie Autorin von Koch- und Fachbüchern, und Co-Autor Christian Fotsch von der Garten ART Silberdistel zeigen in ihrem gemeinsamen Buch Mut zur Grosszügigkeit in Gestaltung und Informationen zugleich. Botanik und Kultur, Verwendungsmöglichkeiten in der Naturheilkunde und in der Küche werden übersichtlich und in leichten Häppchen aufgetischt. Die Rezepte für die Alltagsküche mit Gänseblümchen, Giersch, Hagebutte, Fenchel, Lavendel und vielen weiteren allgemein eher unbeachteten Pflänzchen machen Lust. "Die Wild- und Gartenkräuter schätzt man nicht nur wegen der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe, sie können auch wahre Gaumenfreuden sein", schreibt Brigitte Speck. Ihr Lavendelparfait haben wir Ende Juni ausprobiert: himmlisch sommerlich! Unser Oregano hat den letzten eisigen Winter prächtig überlebt. So werden Brigitte Specks Gnocchi mit Tomaten-Oregano-Sauce drankommen, sobald die ersten Tomaten aus dem Garten zu pflücken sind. Weitere Informationen zum Buch

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