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BIODIVERSITÄT: DIE VIELFALT DES LEBENS

Biodiversität bedeutet "Vielfalt des Lebens". Damit ist die Vielfalt der gesamten lebendigen Welt gemeint: Tiere, Pflanzen, Pilze, Kleinstorganismen und auch Menschen. Sie alle beeinflussen sich gegenseitig und bilden durch vielerlei verschiedene Wechselbeziehungen eine stabile und funktionierende Natur.

WIESO IST BIODIVERSITÄT SO WICHTIG?

Biologische Vielfalt ist aus verschiedenen Gründen wichtig für Mensch und Umwelt:
  • Je vielfältiger die Natur, desto stabiler ist sie. Und umso besser kann sie auf Veränderungen und Störeinflüsse reagieren. So stabilisiert sie u.a. das Klima, reguliert das Aufkommen von Schädlingen und Unkräutern auf natürliche Weise und schützt vor Lawinen und Erdrutschen.
  • Gleichzeitig erbringt sie existenzielle Leistungen für die gesamte lebendige Welt, indem sie den Anbau von Nahrungsmitteln und Arzneistoffen ermöglicht sowie gesunde und fruchtbare Böden bildet.
  • Nicht zu vergessen sind die Schönheit und der hohe Wert einer vielfältigen Natur an sich.

SO FÖRDERT DER BIO-LANDBAU DIE BIODIVERSITÄT (BEISPIELE)

  • Bio-Landbau bietet deutlich mehr Arten einen Lebensraum als der konventionelle Landbau. Auf Bio-Höfen finden sich im Schnitt 30% mehr Tier- und Pflanzenarten und 50% mehr Individuen.
  • Biologisch bewirtschaftete Böden sind reicher an Bodenmikroorganismen und Regenwürmern. Dadurch verbessert sich die Bodenfruchtbarkeit und -gesundheit und die Bodenerosion wird vermindert.
  • In Bio-Äckern leben mehr Laufkäfer, Spinnen und andere Nützlinge, die Kulturschädlinge auf natürliche Weise dezimieren.

MERKMALE DES BIO-LANDBAUS ZUR FÖRDERUNG DER BIODIVERSITÄT

  • Keine Verwendung von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln: Der Bio-Landbau setzt stattdessen auf die Erhaltung einer gesunden Balance durch die gezielte Förderung von Nützlingen, den Einsatz von robusten Sorten und die Stärkung der natürlichen Kreisläufe.
  • Keine chemisch-synthetischen Düngemittel: Der Bio-Landbau setzt auf organische Dünger. Das fördert die Aktivität der Pflanzen und Bodenlebewesen und führt zu fruchtbareren Böden.
  • Weite und diverse Fruchtfolgen: Im Bio-Landbau wird bei der Bepflanzung der Felder darauf geachtet, dass die Kulturen regelmässig abgewechselt werden. Damit werden viele Krankheits- und Schädlingsprobleme verhindert. Ausserdem wird viel zum Erhalt einer grösseren genetischen Vielfalt der Kultursorten beigetragen.
  • Mehr Kleegras: Kleegras fördert eine vielfältige Bodenfauna - ein Paradies für Regenwürmer, Mikroorganismen und viele Insektenarten. Kleegras stellt ausserdem den wichtigsten Pflanzennährstoff Stickstoff auf natürliche Weise zur Verfügung.
  • Mehr ökologische Ausgleichsflächen: Anlage von ökologischen Ausgleichsflächen wie Hecken, Ackersäume, Hochstammobstgärten, artenreiche Wiesen. Diese machen auf Bio-Betrieben im Durchschnitt 22% der Nutzfläche aus.

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