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KLIMA



BIOLANDBAU FÖRDERT KLIMASCHUTZ

Bio Suisse verfolgt eine Landwirtschaft im Gleichgewicht von Mensch, Tier und Natur. Die schonende Nutzung des Bodens, die Förderung der Biodiversität und des natürlichen Gleichgewichts sowie der ausschliessliche Einsatz natürlicher Mittel führen zu einer klimaschonenden Anbauweise. Bio Suisse setzt sich seit mehreren Jahren für den Klimaschutz in der Bioproduktion ein und verfolgt seit 2011 eine Klimastrategie.

Folgende Regelungen und Grundsätze der Richtlinien von Bio Suisse kommen dem Klima zugute:

  • Humusgehalt: Verwendung von organischem Dünger, breite Fruchtfolgen mit mehrjährigen Kleegraswiesen, Bodenbedeckung und bodenschonende Bearbeitung tragen dazu bei, dass der Humusgehalt und somit der Kohlenstoffgehalt von Bioböden gesteigert oder zumindest erhalten wird.
  • Verbot Kunstdünger: Künstlicher Stickstoff wird mit Hilfe von fossilen Brennstoffen hergestellt und benötigt sehr viel Energie. Bei überschüssigem Kunstdünger wird zudem das sehr klimaschädliche Lachgas freigesetzt.
  • Verbot von Einsatz von Torf. Torfabbau setzt grosse Mengen CO2 frei.
  • Heizen in Gewächshäusern: Das Heizen von Gewächshäusern im Winter ist stark eingeschränkt.
  • Keine Produkte von gerodeten Urwaldflächen: Beim Roden der Wälder entweichen grosse Mengen an Treibhausgasen. Für die Bio Suisse Produktion dürfen keine Wälder und andere schützenswerte Lebensräume zerstört werden.
  • Flugverbot: Bio Suisse Produkte dürfen nicht per Flugzeug transportiert werden.
  • Einschränkungen Import: Bevorzugung Produkte aus der Region. Kein Import von Frischprodukten aus Übersee.

Weiter fördert Bio Suisse im Rahmen der Klimastrategie mit Forschung, Entwicklung und Beratung den Klimaschutz auf Landwirtschaftsbetrieben. Massnahmen dazu sind unter anderem die Verlängerung der Nutzungsdauer von Milchkühen, der Einsatz von Zweinutzungsrassen, die Verbesserung der Nährstoffeffizienz oder die Optimierung der Nutzung von Maschinen. Ein 2013 erstmals erschienenes Merkblatt "Klimaschutz auf Biobetrieben" zeigt auch verschiedene weitere Massnahmen auf. Interessierte Biobauern können zudem an Workshops ihr Klimawissen vertiefen.

Klimaschutz hat bei der Knospe System

2009

Vorstand beschliesst Entwicklung einer Bio Suisse Klimastrategie

2010

Studie: "Klimaleistungen des Biolandbaus- Fakten und Hintergründe" wird in Auftrag gegeben (FiBL)
Mitarbeit in Begleitgruppe Klimastrategie Landwirtschaft (BLW)
Merkblatt: Klimaschutz auf Biobetrieben (FiBL/Bio Suisse)

2011

Beratungs- und Informationsworkshops für Biobäuerinnen und - Bauern zum Klimaschutz (FiBL)
Quantifizierung Klimamassnahmen aus Merkblatt (FiBL)
Bio Suisse verabschiedet Klimastrategie
Lancierung Wettbewerb "Klimabetrieb des Jahres"

2012

Beitritt Verein Agrocleantech (SBV und Partner)
Ergänzung und Aktualisierung Merkblatt Klimaschutz auf Biobetrieben (FiBL)

2013

Mitarbeit und finanzielle Unterstützung in Agrocleantech-Projekten Wärmerückgewinnung aus der Milchkühlung und Entwicklung Energie- und Klimacheck

2014

Studien Klimaschutz durch Hofdüngerkompostierung und Humusentwicklung werden in Auftrag gegeben (FiBL)

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN UND DOKUMENTE:



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