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Newsletter März 2015



NEWSLETTER MÄRZ 2015

Die UNO-Generalversammlung hat das Jahr 2015 zum "Internationalen Jahr des Bodens" erklärt. Unzählige Lebewesen tummeln sich im Boden, sorgen für Nährstoffe und garantieren damit die Grundlage allen Lebens. Der Boden ist von unschätzbarer - und oft auch unterschätzter - Bedeutung für die Flora und die Fauna. Auch bei Bio Suisse ist die "Biodiversität des Bodens" ein wichtiges Thema, auf das wir 2015 in verschiedenen Artikeln eingehen werden. Viel Spass bei der Lektüre.

Ihre Bio Suisse

BIODIVERSITÄT IM BODEN: EINE GEHALTVOLLE MISCHUNG


Die Biodiversität ist bei Bio Suisse ein zentrales Thema. Doch was bedeutet Biodiversität eigentlich? Das Wort Biodiversität setzt sich aus dem griechischen "Bio" für Leben und dem lateinischen "Diversität" für Vielfalt zusammen und bedeutet die Vielfalt des Lebens. Dies gilt auch in Bezug auf den Boden. Damit dieser möglichst gesund ist und viele Nährstoffe sowie Organismen enthält, benötigt der Boden eine schonende und nachhaltige Bearbeitung.

Die Knospe-Produzenten haben sich dies auf die Fahne geschrieben und verinnerlicht. Der sorgsame Einsatz des Pflugs schont die Lebewesen im Boden wie z.B. Regenwürmer. Auch der Anbau spielt bei einem gesunden Boden eine grosse Rolle. So sorgen im Biolandbau Gründüngungen, vielfältige Fruchtfolgen mit kleereichen, mehrjährigen und tief wurzelnden Zwischenfrüchten sowie der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Dünger für eine deutlich höhere Lebensvielfalt im Boden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Einsatz von Mistkompost. Er verbessert sowohl die Bodenstruktur als auch Wasser- und Lufthaushalt der Böden. Davon profitieren viele Lebewesen im Boden, Mikroorganismen und Pilze.

>> Was Knospe-Produzenten sonst noch alles für die Biodiversität tun erfahren Sie hier...

AUCH FLEISCH HAT SAISON


Was bei Gemüse und Obst selbstverständlich ist, gilt auch für Fleisch: Es gibt über das Jahr hinweg starke Schwankungen im Angebot. Im Sommer, ausgerechnet dann wenn die Grills heiss laufen, fehlt es mitunter auch an Biofleisch, weil viele Rinder, Lämmer und Kühe den Sommer auf der Alp verbringen. Biokühe bringen ihre Kälber häufig im Herbst zu Welt. Ein Teil der Kälber wird zur Erneuerung der Milchkuh-Herde aufgezogen. Das Fleisch der übrigen Kälber wird im Frühling angeboten.

Wer Produkte dann kauft, wenn sie Saison haben, handelt nicht nur umweltfreundlich, er wird auch mit höchster Qualität belohnt. Ostern zum Beispiel ist also die beste Zeit für einen knusprigen Kalbsbraten.

BÜNDNER LEIDENSCHAFT IM KNOSPE-KINO


Über 5800 Produzenten sind Mitglied bei Bio Suisse und jeder hat eine andere Geschichte: Romana Nicca lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern auf einem idyllischen Biohof im schönen Donat im Kanton Graubünden. Nebst schottischen Hochlandrindern und Limousin leben auch Hühner, Schafe und zwei Pferde im Schamsertal. Im Kurzfilm erklärt die Bäuerin anschaulich, was artgerechte Tierhaltung für sie bedeutet. Ausserdem erfahren Sie, wie wichtig für die Familie die Verarbeitung nach Bio Suisse Richtlinien ist und welchen Traum Romana Nicca hegt.

>> Film ab!

ECO.FESTIVAL: NACHHALTIGKEIT ALS HAUPTTHEMA


Das eco.festival ist der schweizweit grösste Anlass für Nachhaltigkeit. Während drei Tagen wird mit Märkten, Sonderausstellungen, Debatten und einer Vielzahl von weiteren Veranstaltungen das nationale Fest der Nachhaltigkeit gefeiert. Die als NATUR Messe bekannt gewordenen und nun in eco.festival umbenannten Schweizer Nachhaltigkeitstage finden 2015 vom Freitag 27. bis Sonntag 29. März am Theater- und Barfüsserplatz im Stadtzentrum Basels statt . Bio Suisse ist eines von 23 Mitgliedern im Verein eco.ch, die sich aus allen relevanten Organisationen, Bundesämtern, Verbänden und Behörden in diesem Bereich zusammensetzen.

>> Mehr zum Eco.Festival erfahren Sie hier...

CHEZ BIO SUISSE: ANDREAS BRACHER, LANDWIRT ALCHENSTORF


SEIT WANN UND WIESO SIND SIE MITGLIED BEI BIO SUISSE?

Wenn man für die Knospe produziert ist man automatisch bei Bio Suisse. Wir sind seit Januar 2012 Mitglied.

WELCHE BIO-PRODUKTE PRODUZIEREN SIE UND WIE VERTREIBEN SIE IHRE PRODUKTE?

Wir sind ein Schweinezuchtbetrieb mit Ackerbau. Der Grossteil der etwas älteren Ferkel wird von einem Mäster direkt bei uns abgeholt und für die Migros ausgemästet. Alle Kulturen die wir mit dem Mähdrescher ernten bringen wir in die Landi. Die Saatkartoffeln und die Industriekartoffeln werden durch die Firmen SEMAG und Fenaco vermarktet.

WAS SIND DIE GRÖSSTEN FREUDEN UND ÄNGSTE ALS KNOSPE-PRODUZENT?

Ängste oder eher Respekt hatte ich vor dem Schritt zur Umstellung. Kann ich meine Produkte auch verkaufen? Bekomme ich die Unkrautregulierung und die Krautfäule bei der Kartoffel in den Griff? Das waren am Anfang meine Gedanken.
Zum Thema Freude kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass meine Motivation als Landwirt massiv gestiegen ist. Ich habe über 20 Jahre den Boden konventionell - sprich intensiv mit allen Zusatzstoffen - bewirtschaftet und gemerkt, dass die Böden und die Tiere das nicht mehr kompensieren können. Das war eigentlich meine Hauptmotivation auf Bio umzustellen.

SIE HABEN EINEN WUNSCH AN DIE POLITIK OFFEN:

Wir Landwirte müssen uns ein wenig selber an der Nase nehmen. Wir haben es vor Jahren verpasst, mehr Leute in der Politik, resp. im Bundesamt für Landwirtschaft zu platzieren. Um Vorschriften, Verfügungen und Reglemente zu erstellen würde es unbedingt helfen, wenn die Verantwortlichen auch schon "Härd a de Schueh gha hätte."


>> Webseite vom Bauernbetrieb "Oberhuus" von der Familie Bracher

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