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Newsletter Juli 2015



NEWSLETTER JULI 2015

Juhee, der Lenz ist da - nein, natürlich nicht der Monat, sondern der Schweizer Biowinzer des Jahres, Roland Lenz. Sein Iselisberger Cuvée Noir 2013 ist eine Wucht von einem Rotwein. Was seine Weine ausmacht und wer sonst noch zu den besten Schweizer Biowinzern gehört, lesen Sie weiter unten. Und natürlich passen zu Wein, den aktuellen Temperaturen und zur Biolandwirtschaft auch unkonventionelle Stücke Fleisch oder Fisch. Ab damit auf den Grill, und schon ist der Juliabend perfekt.

Ihre Bio Suisse

DIE SCHWEIZERMEISTER IM JÄTEN KOMMEN AUS BERN UND ZÜRICH


Flinke Hände sowie Ausdauer und Durchhaltewillen waren an der 2. Schweizer Jätmeisterschaft gefragt. Rund 50 Jäterinnen und Jäter kämpften am 4. Juli auf dem Biohof Burgrain in Alberswil LU in den Kategorien "Einzel" und "Gruppen" um die "Goldene Hacke" von Bio Suisse. Im Einzelwettkampf sicherte sich Ana Chiorean vom Eichhof in Spins BE den begehrten Wanderpokal, bei den Gruppen war es das Team Leo Burnett aus Zürich.

Hintergrund der Jät-Meisterschaft ist der Verzicht des Biolandbaus auf Herbizide zur Unkraut-vernichtung. Die Biobauern bekämpfen das Unkraut maschinell und in Handarbeit sowie mittels Abflammen.

>> Mehr Infos zur Jät-Meisterschaft finden Sie hier...

WEINMAGAZIN VINUM KÜRT DIE BESTEN SCHWEIZER BIOWEINE


Die Weinzeitschrift VINUM und Bio Suisse haben zum zweiten Mal den Schweizer Bioweinpreis vergeben. Insgesamt wurden 145 Weine eingereicht - mehr als doppelt so viele wie bei der ersten Durchführung 2014. Die VINUM-Redaktion hat die dreissig besten Rot- und Weissweine für den Final selektioniert. Diese wurden an einem Leserpanel, das je zur Hälfte aus Fachleuten und aus ambitionierten Weinliebhabern bestand, blind verkostet und bewertet.

Als bester Rotwein wurde der Iselisberger Cuvée Noir 2013 vom Bioweingut Karin und Roland Lenz bewertet. Aufgrund der höchsten Durchschnittsbewertung aller eingereichten Weine gewann der Betrieb aus Uesslingen TG auch den Titel "Schweizer Biowinzer des Jahres 2015" www.weingut-lenz.ch. Als bester Weisswein wurde der Solaris 2014 vom Weingut Sitenrain in Meggen LU ausgezeichnet www.sitenrain.ch.

>> Mehr Infos auf der Vinum Webseite...

BIO SUISSE ERÖFFNET BÜRO IN LAUSANNE


Bio Suisse hat in Lausanne eine Zweigstelle speziell für die Westschweiz und die Bedürfnisse der dortigen Landwirtschaftsbetriebe eingerichtet. Im Juni wurde die Antenne Romande offiziell und feierlich eröffnet. Unter der Leitung von Pascal Olivier strebt Bio Suisse in den nächsten Jahren in der Westschweiz ein Wachstum an, das leicht über dem nationalen Durchschnitt von zwei Prozent liegen soll. Vor allem spezialisierte Ackerbaubetriebe will Olivier von den Vorteilen einer Umstellung überzeugen. Unter den rund 60 Gästen war auch Dominique Kohli, Vizedirektor des Bundesamts für Landwirtschaft. Dies zeigt, dass die Entwicklung bei Bio Suisse in Bundesbern aufmerksam verfolgt wird.

>> Hier finden Sie die Kontaktdaten...

DER GEGRILLTE GENUSS


Bei den hohen Temperaturen unter einem kühlen Baum liegen, ein Grillfeuer anzünden und ab und zu das kühle Nass geniessen - da steht man nur noch vor der Frage: Lege ich jetzt Gemüse, Fisch oder Fleisch auf den Grill? Keine Frage ist das für Susanne Flückiger. Die Bioforellenzüchterin aus Uerkheim AG www.bioforellen.ch hält ihre Bioforellen seit 2003 nach den Richtlinien von Bio Suisse und verkauft sie ab Hof und auf regionalen Märkten.

Eine ganze Forelle oder Forellenfilets auf dem Grill sind für sie die Krönung jeder Grillade. Andere bevorzugen hingegen währschafte Fleischstücke, so Michael Lütscher und Karin Messerli. Der Autor und die Foodstylistin beschreiben in ihrem neusten Blog "what's on the grill", wie man fachgerecht grilliert. Dabei kommen auch unkonventionelle Fleischstücke auf den Grill.

>> aktuelles Rezept: Gebratene Bio-Forelle auf Bundzwiebeln...

DER INNOVATIONSWETTBEWERB "GRAND PRIX BIO SUISSE 2015" LÄUFT


Auch dieses Jahr schreibt Bio Suisse den "Grand Prix Bio Suisse" aus - dies bereits zum 8. Mal. Der Verband will mit diesem Förderpreis Menschen unterstützen, die sich durch innovative und nachhaltige Leistungen für die Entwicklung des Biolandbaus sowie der Bioverarbeitung in der Schweiz einsetzen. Der Preis ist mit 10'000 Franken dotiert. Die besten Chancen haben Projekte, die zur weiteren Verankerung der biologischen Landwirtschaft und Verarbeitung in unserer Gesellschaft dienen. Auch Projekte, die Tourismus und Biolandbau zusammenführen und weiter vorantreiben, können für den Grand Prix eingereicht werden.

Die Anmeldefrist läuft bis 31. August 2015. Eine kurze Beschreibung auf einer A4-Seite genügt. Fotos helfen, das eingereichte Projekt zu veranschaulichen. Projekte können eingereicht werden bei Bio Suisse, Lukas Inderfurth, Leiter Medienstelle, Peter Merian-Strasse 34, 4052 Basel oder lukas dot inderfurth at bio-suisse dot ch.

>> Mehr über das Reglement efahren Sie hier...

(Bild: die Gewinner 2014)

CHEZ BIO SUISSE: ROLAND LENZ, BIOWEINGUT LENZ, UESSLINGEN TG



WESHALB HABEN SIE AN DER PRÄMIERUNG VON BIO SUISSE UND DER ZEITSCHRIFT "VINUM" TEILGENOMMEN?

Wir verkaufen Wein von rund 23 ha Rebfläche. Bei einer solchen Betriebsgrösse müssen Sie in der Vermarktung sehr aktiv sein. Wir nehmen deshalb jährlich an rund drei Prämierungen teil. Diese Bioprämierung ist aber besonders wichtig. Ich finde, dass alle Bioweingüter mit einem gewissen Qualitätsanspruch teilnehmen sollten. Nur so wird der Biowein in der Öffentlichkeit präsenter.

SIE SEHEN GUTE PERSPEKTIVEN FÜR DEN BIOWEIN?

Die Zukunft liegt für mich im Biowein. Im Ausland sind viele renommierte Weinproduzenten dabei, umzustellen. Das baut Druck auf, auch hier in der Schweiz. Der Konsument geniesst heute bewusster. Je länger je mehr verlangen sie von einem guten Wein auch, dass er ökologisch nachhaltig produziert ist.

WO SEHEN SIE DIE GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN IM REBBERG?

Bei den Pilzkrankheiten und bei der Jungrebenpflege. Im Bioanbau muss man bei Neupflanzungen vier bis fünf Jahre rechnen bis zum ersten Ertrag. Zudem hat man mehr Ausfälle und somit mehr Nachpflanzungsbedarf. Wir pflanzen jedes Jahr rund 4'000 Jungreben. Das bedeutet grosse Mehrkosten im Vergleich zum konventionellen Anbau.

Bei den Pilzkrankheiten ist auf unserem Betrieb vor allem der falsche Mehltau ein Problem. Im Biorebbau müssen wir dringend Lösungen finden, wie wir mit weniger Kupfer die Pilzkrankheiten besser in den Griff bekommen. Gelingt dies, werden viele Betriebe umstellen, die heute noch zögern.

WO LIEGEN DIE HERAUSFORDERUNGEN IM KELLER?

Bei der Biobewirtschaftung sind die Jahrgangsunterschiede grösser, weil im Keller weniger Hilfsstoffe zur Verfügung stehen. Die Kelterung muss deshalb reibungslos ablaufen. Gesundes Traubengut ist dabei matchentscheidend. Die Gärung und den biologischen Säureabbau müssen wir lückenlos überwachen, damit wir das Säuremanagement im Griff haben.

>> Website vom Bioweingut Lenz

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