NEWSLETTER JANUAR 2010
SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN
wir freuen uns, Ihnen den Januar Bio Suisse Newsletter zu präsentieren und Sie auch im Jahr 2010 als Leser begrüssen zu dürfen!
Viel Spass beim Lesen, Ihr Bio Suisse Team.
AUFTAKT ZUM UNO-JAHR DER BIODIVERSITÄT
2010 ist das Internationale Jahr der Biodiversität. Coop, Bio Suisse und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) nutzen die Chance, Biodiversität zu thematisieren und die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren. Geplant sind über das ganze Jahr Mitmach-Aktionen und Aktivitäten zur Förderung der Biodiversität und zur Sensibilisierung der Bevölkerung für den Erhalt der Artenvielfalt. Im Zentrum der Aktivitäten steht der Biolandbau. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die biologische Landwirtschaft die Artenvielfalt am stärksten begünstigt und so einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der sensiblen Ökosysteme leistet. Ein eigens erarbeitetes Fachdossier zeigt den Zusammenhang zwischen Biolandbau und Artenvielfalt auf. Unter Biodiversität versteht man die Vielfalt des Lebens auf der Erde - von der genetischen Vielfalt über den Artenreichtum bis hin zur Vielfalt der Ökosysteme. Die Biodiversität ist für das Leben und Überleben der Menschen von zentraler Bedeutung, ist jedoch weltweit zunehmend gefährdet. Als wichtigste Bedrohungsfaktoren gelten die Zerstörung und Veränderung von Lebensräumen, die Belastungen durch Nährstoffe und andere Chemikalien, der Klimawandel sowie die Übernutzung.
Weiter Infos finden Sie
hier auf unserer Webseite, oder unter
www.fibl.org und
www.coop.ch
NATUR BASEL: BIODIVERSITÄT - UNSERE ZUKUNFT
Ebenfalls mit dem Thema Biodiversität - und dem Ausblick in "unsere Zukunft" beschäftigt sich der NATUR Kongress 5/10 am Freitag, 12. Februar 2010 in Basel. Das breit angelegte Programm ist dem besseren Verständnis und der Bedeutung der Biodiversität auf globaler und nationaler Ebene gewidmet. Auch über die Bedrohungen der Biodiversität und über Massnahmen zu ihrer Erhaltung wird diskutiert. Als Referenten sind neben anderen Welternährungspreisträger Hans Rudolf Herren und EU-Parlamentarier Daniel Cohn-Bendit eingeladen. In der zweiten Hälfte des Vormittages werden 30 parallele Workshops angeboten. Bio Suisse organisiert zusammen mit Partnern einen Workshop unter dem Titel "Konsum und Biodiversität - Gegensatz oder Befruchtung? Beitrag der Konsumentinnen und Konsumenten zur Biodiversität." Wie Biodiversität schmeckt, lässt sich im Zelt-Restaurant auf dem Aussengelände erleben. Betrieben wird das Restaurant von Silberdistel-Kost, ein Unternehmen der Biobauern Cäsar und Oliver Bürgi. Im Zelt gibt es zudem Informationen von Bio Suisse rund um Biolandbau und Biodiversität sowie einen Wettbewerb mit tollen Preisen. Mehr auf:
www.natur.ch/kongress
BLAUZUNGEN-IMPFUNG: SCHUTZ VOR BEHÖRDENÜBERRUMPELUNG
Bäuerinnen und Bauern, die sich beim Impfzwang gegen die Blauzungenkrankheit von den Behörden überrumpelt fühlten, haben Mitte Dezember den "Verein zur Förderung einer wesensgemässen Landwirtschaft" gegründet. "Bei uns hat sich das Bedürfnis entwickelte, Informationen im voraus zu sammeln, weiterzuleiten, sich zu organisieren, einzugreifen, bevor eine wesensgemässe Landwirtschaft gefährdet und aufs Spiel gesetzt wird", schreibt Sybilla Kölbener. Planta Tumasch, Sandra Roner, Daniele Raselli, Sibille Brodbeck und sie sind die Gründungsmitglieder. Der neue Verein mit Sitz in Scoul GR steht laut Statuten dafür ein, dass landwirtschaftliche Kulturgüter erhalten bleiben und engagiert sich für den Schutz vor Eingriffen in die wesens- und naturgemässe Landwirtschaft. Die Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, sollen eigenverantwortlich ethisch Handeln können. Kontakt für Interessierte:
Sybilla Kölbener / Daniele Raselli, Pagnoncini, 7746 Le Prese, Tel. 081 844 06 39
BIOFACH NÜRNBERG VOM 17. BIS 20. FEBRUAR 2010
Die BioFach 2010 findet neu von Mittwoch bis Samstag statt. Vom 17. bis 20. Februar verspricht die Bio-Messe auf dem Messegelände Nürnberg Trends und Highlights der Branche. Für Bio Suisse ist die Messe eine hervorragende Gelegenheit, die internationalen Beziehungen zu pflegen. Sie ist deshalb auch dieses Jahr wieder mit einem eigenen Stand vertreten. Thema des Jahres ist "Organic+Fair", die natürliche Allianz aus biologischen Anbau und fairem Handel. Jörg Schumacher, neuer Bio Suisse Mitarbeiter im Bereich Qualitätssicherung und -entwicklung, hält am Freitag, 19. Februar, 15 bis 16.30 Uhr das erste Referat im Workshop "Bio & Fair - Traumpaar oder Beziehung mit Tücken?" Den Workshop "Klimaneutrale Bioprodukte: Potenziale und Gefahren" am Donnerstag, 18. Februar, 15 bis 16 Uhr, moderiert Christoph Fankhauser, Verantwortlicher für Landwirtschaft bei Bio Suisse. Der BioFach-Kongress bietet an allen vier Tagen Diskussionen, Strategien und Wettbewerbskonzepte. In der Textil-Area werden zum zweiten Mal Naturtextilien präsentiert. Die Messe ist ausschliesslich Fachbesuchern vorbehalten. Details rund um die BioFach 2010 auf
www.biofach.de
GEWINNER UNSERES WEBSITE-WETTBEWERBS
Über 2000 Personen haben im Dezember am Wettbewerb auf www.bio-suisse.ch teilgenommen. Das Bio-Gourmet-Dinner für fünf Gäste, gekocht von Sibylle Sager in der al-dente Küche, haben gewonnen:
- Monika Meier, Riedikon
- Andre Wobmann, Wiggen
- Marlène Möri, Sirnach
Wir gratulieren herzlich und wünschen "En Guete!"
"OLIV": NEUE ZEITSCHRIFT FÜR DIE GRÜNEN SEITEN DES LEBENS
In Bio-Fachgeschäften finden Konsumentinnen und Konsumenten neu die Zeitschrift "oliv" zum Mitnehmen. "oliv" bietet Tipps und Informationen für Menschen, die beim Einkaufen auf ökologisch erzeugte Produkte achten. Essen und Trinken, Genuss und Sinnesfreuden, Beauty und Wellness sollen laut Redaktionsleiterin in der neuen Zeitschrift ebenso Platz finden wie kritische Beiträge. "Oliv" wird herausgegeben von Bio Plus AG in Seon und erscheint 12x jährlich. Basis ist die Überzeugung, dass es möglich ist, im Einklang mit der Natur zu leben, ohne auf die schönen Dinge verzichten zu müssen. Bio Suisse ist mit regelmässigen Beiträgen im "oliv" vertreten.
www.oliv-zeitschrift.ch
MOLKEREI LANZ ERHÄLT SOLOTHURNER UNTERNEHMERPREIS 2010
Die Molkerei Lanz aus Obergerlafingen gewann Anfang Jahr den Solothurner Unternehmerpreis 2010. Die Familie Lanz produziert seit fast 70 Jahren Milchprodukte für die Region und ist Lizenznehmerin von Bio Suisse. Die Molkerei erhalte den Preis unter anderem für ihre Vorwärtsstrategie, die sie auch in der Krise beibehalten habe, schreibt die Jury. Die Strategie wurde vor fünf Jahren bei einer Neuausrichtung festgelegt. Das Motto "so flexibel und so schnell wie möglich - so gross wie nötig" habe sich bewährt. Die Molkerei Lanz ist seit 1941 im Milchgeschäft tätig und bezieht die Rohmilch bei Landwirten im Umkreis von rund 10 Kilometern. Die. Die Firma beschäftigt 35 Mitarbeiter zu 25 Vollzeitstellen sowie einen Lernenden. Vor zwei Jahren baute sie in Obergerlafingen für neun Millionen Franken einen neuen Produktionsbetrieb.
www.lanzmilch.ch
INITIATIVE FÜR TIERSCHUTZANWÄLTE
Am 7. März gelangt die Tierschutzanwalt-Initiative zur Abstimmung. Die eidgenössische Volksinitiative "Gegen Tierquälerei und für einen besseren Rechtsschutz der Tiere" verlangt, dass der Bund den Rechtsschutz von Tieren regelt. Insbesondere soll in der Bundesverfassung verankert werden, dass in Strafverfahren wegen Tierquälerei oder anderen Verstössen gegen das Tierschutzgesetz eine Tierschutzanwältin oder ein Tierschutzanwalt die Interessen der misshandelten Tiere vertritt. Seit dem Jahre 2003 sind Tiere keine Sache mehr. Im Strafverfahren können sich jedoch nur die Täter durch einen Anwalt vertreten lassen. Der Kanton Zürich kennt schon heute einen Tierschutzanwalt. Dessen Sachkompetenz wird laut dem Schweizer Tierschutz von den Strafuntersuchungsbehörden wie auch vom Veterinäramt "sehr geschätzt". Die jährlichen Kosten betrügen rund 80 000 Franken. Argumente der Befürworter finden sich auf
www.tierschutzanwalt.ch .