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Newsletter Februar 2015



NEWSLETTER FEBRUAR 2015

Im Februar…im Februar…ist noch alles steif und starr, sagt die berühmte Bauernregel vom legendären Emil Steinberger. Ein wenig differenzierter - wenn auch nicht viel präziser - sind alteingesessene Bauernregel. Am 5. Februar zum Beispiel, ist wünschenswerterweise schlechtes Wetter. Denn: "Ist Agathe klar und hell, kommt der Frühling nicht so schnell." Gleichwohl sollte am 12. des Monats schönes Wetter sein: "Eulalia im Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein. Ganz wichtig ist der 21. Februar: "Der St. Felix zeiget an, was 40 Tag` wir für Wetter han". Um Obst und Wein (zum Raclette) geht es auch in unserem Newsletter. Viel Spass bei der Lektüre.

Ihre Bio Suisse

KERNOBST-SAISON


Während um die Weihnachtszeit Mandarinen und Orangen und im Frühling hauptsächlich Beeren verzehrt werden, ist jetzt Kernobst-Hochsaison. Bioäpfel zu produzieren ist eine der grössten Herausforderungen des Biolandbaus. Die Richtlinien lassen den Einsatz von Kunstdünger und chemisch-synthetischen Pestiziden nicht zu. Dank optimaler Standortwahl und viel Engagement können Biobauern resistente und robuste Sorten so produzieren, wie sie der Konsument gerne sieht. Gross und ohne sichtbare Fehler. Der Topaz hat sich als "dankbare" Sorte zum Bioapfel schlechthin gemausert. Gerne laden wir Sie aber dazu ein, auch andere Bioäpfel wie z.B. den Pinova zu kaufen und auszuprobieren.

Mit etwas Glück und einer richtig beantworteten Apfel-Frage, können Sie bei unserem Wettbewerb ein Öko-Bike gewinnen.

>> Jetzt mitmachen!

BIOAKTUELL MIT FRISCHEM AUFTRITT


Bioaktuell, das Magazin der Biobewegung, erscheint in einem neuen Kleid, mit überarbeitetem publizistischem Konzept und mit mehr redaktionellen Seiten. Damit wollen die Herausgeber Bio Suisse und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau die Schweizer Biolandwirte und Bioverarbeiter künftig noch zielgerichteter informieren.

Die erste Ausgabe von Bioaktuell im neuen Jahr präsentiert sich in einem komplett neuen Design. Neue Schriftarten und ein aufgefrischtes Satzkonzept sorgen für eine bessere Übersichtlichkeit und optimalen Lesekomfort. Auch inhaltlich gibt es Neuerungen: Dank einer neuen Gliederung und neuen Rubriken kann sich die Leserschaft noch besser mit relevanten Neuigkeiten und Fachinformationen aus der Biobranche versorgen. Die Juli/August- und die Dezember/Januar-Ausgabe von Bioaktuell warten zudem dank erweitertem Umfang mit zusätzlichen Inhalten auf.

Neben dem Magazin haben auch die Website www.bioaktuell.ch und der nun zwei Mal monatlich erscheinende Bioaktuell-Newsletter ein moderneres Kleid erhalten. Neu steht den Abonnenten und Abonnentinnen auch ein E-Paper zur Verfügung.

>> Zur Bioaktuell Webseite

NACHBARS BIO-KLEE - STATT SOJA AUS ÜBERSEE


Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah: In Schweizer Weissklee steckt so viel Protein, dass er zumindest einen Teil des importierten Sojas ersetzten könnte. Einmal mehr sind die Vorreiter in der Bioszene zu finden: In der Ostschweiz arbeiten Knospe-Produzenten seit bald vier Jahren mit dem lokalen Eiweissfutter in konzentrierter Form. Den Bio-Ackerbaubetrieben bringt der Klee Nährstoff in den Kreislauf und die Bio-Milchproduzenten können dank den Eiweisswürfeln vom Nachbarn auf Sojazukäufe verzichten.

>> Weitere Informationen dazu finden Sie in Bioaktuell

KÄSEBERICHT BIO RACLETTE


In Gluringen, ganz hinten im Goms, ist die Bio-Bergkäserei Goms. 230 Kühe von zehn Bio-Bergbauern liefern die Milch, mit der nach Bio Suisse-Richtlinien verschiedenste Käsespezialitäten hergestellt werden. Rund 60 Tonnen Käse gehen an Coop Schweiz, wo ihn die Kunden unter der Coop-Linie "Pro Montagna" als Walliser Bio-Bergkäse kaufen können. "Mit den restlichen 30-40 Tonnen", so Käser Heinrich Zürcher, "beliefern wir Volg Schweiz und verkaufen einen grossen Teil auch direkt bei uns im Laden."

Weitum bekannt sei der Bio-Raclettekäse. Wie alle AOP (Appellation d'Origine Protégée)-zertifizierten Walliser Raclettekäse ist er komplett aus Rohmilch hergestellt. "Das wird - genau wie die Knospe Richtlinien - auch streng kontrolliert", meint Heinrich Zürcher.
AOP-zertifizierte Produkte müssen in der Region erzeugt, verarbeitet und veredelt worden sein. Wer Lust auf Raclette bekommen hat findet hier einen Tipp für eine Bio-Raclette-Omelette.

>> Hier finden Sie unser Monatsrezept

CHEZ BIO SUISSE - HANS OPPIKOFER, PRODUZENT OBST


HERR OPPIKOFER, SEIT WANN UND WIESO SIND SIE MITGLIED BEI BIO SUISSE?

Unser Hof hat 1997 auf Bio umgestellt. 1999 habe ich den Hof von meinem Vater übernommen. Es war die Zeit des ersten "Bio-Booms". Die Mostereien haben nach Bio-Mostobst verlangt. Das hat meinen Entscheid natürlich beeinflusst. Die echte Überzeugung kam dann mit den Jahren.

WELCHE BIO-PRODUKTE PRODUZIEREN SIE UND WIE VERTREIBEN SIE DIESE?

Wir produzieren Tafelobst (hauptsächlich Birnen), das über einen Lagerhalter in Reformhäuser geht. Den Mostobst-Ertrag der rund 500 Hochstammbäume (Birnen und Äpfel) vermarkten wir direkt als Süssmost oder verkaufen ihn an die Mosterei. Wir beliefern kleine Läden in der Region und verkaufen direkt in unserer Beiz, die "Beiz" heisst und von der Stiftung des WWF mit dem Label "Goût Mieux" ausgezeichnet wurde.

WAS SIND DIE GRÖSSTEN FREUDEN UND ÄNGSTE ALS KNOSPE-PRODUZENT?

Ich möchte vor allem von Freuden sprechen. Es macht Freude, wenn die Leute deine Produkte mögen. Es ist ein Glücksgefühl, wenn du auf Messen, Regionalmärkten und in der Beiz spürst, dass dein Obst und dein Most bei den Konsumenten gut ankommen.

SIE HABEN EINEN WUNSCH AN DIE POLITIK OFFEN:

In den letzten Jahren hat die "Formularitis" massiv zugenommen. Das Bundesamt für Landwirtschaft und auch Bio Suisse verlangen von uns Produzenten eine Unmenge von Angaben. Es ist mir klar, dass eine Kontrolle sein muss, denn auch bei uns Biobauern wird es schwarze Schafe geben. Ich wünsche mir aber auch hier einen gesunden Menschenverstand. Ein Kontrolleur vom Fach wird auf den ersten oder bestimmt auf den zweiten Blick merken, ob hier nach Vorschriften vorgegangen wird.


>> Mehr über Hans Oppikofers Hof hier...

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