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Newsletter August 2015



NEWSLETTER AUGUST 2015

"Zwischen zwei Zwetschgenbaumzweigen sitzen zwei zwitschernde Schwalben." Wer den Zungenbrecher perfekt beherrscht, darf sich das Zwetschgendessert aus der Bio Suisse Rezept-Sammlung zubereiten. Das Online-Nachschlagewerk wurde eben um 40 Knospe-Rezepte erweitert. Immer mehr Biorezepte, immer mehr Biobauern - wem das zu viel des Guten ist (Paul Watzlawick lässt grüssen), der unterzeichnet wohl am besten die zurzeit laufende Petition gegen Glyphosat.

Ihre Bio Suisse

CLAUDE PEGUIRON, DER 6'000STE KNOSPE-PRODUZENT


Die Anzahl Knospe-Betriebe in der Schweiz erreicht eine neue Bestmarke. Claude Peguiron aus Mex VD ist der 6'000ste Landwirt, der seinen Hof nach den Richtlinien von Bio Suisse bewirtschaftet. Aktuell liegt der Anteil der Biobetriebe in der Schweiz bei 12,5 Prozent - Tendenz weiter steigend. In der Romandie sieht Bio Suisse vor allem bei spezialisierten Ackerbaubetrieben grosses Potenzial. Im Video (Französisch) erzählt der Neo-Biobauer, warum seine Familie nun auf die Knospe setzt.

>> Die Video über Claude Peguiron finden Sie hier...

BEGEHRTE BIO-ZWETSCHGE & CO


Ob Kirschen, Zwetschgen oder Aprikosen - die so genannten Steinfrüchte sind in Bioqualität besonders begehrt. Sie herzustellen, ist gar nicht so einfach. Es verlangt eine gute Hand bei der Sortenwahl, damit die Bäume möglichst krankheitsresistent sind, eine scharfe Beobachtungsgabe bei der Kulturführung, sowie viel Handarbeit bei der Pflege und Ernte. Bio Suisse sucht laufend neue Produzenten, die Biosteinobst produzieren möchten. Denn was gibt es schöneres, als eine reife Biozwetschge zu schlemmen? Klar, am schönsten ist es natürlich, wenn die Früchte vom eigenen Baum stammen. Aber für die, die keine Kirschen- oder Zwetschgenplantagen zu Hause haben:

>> Das Zwetschgen-Quark-Dessert-Rezept von Bio Suisse...

GLYPHOSAT: WEG MIT DEM GIFT


Ackerbau ohne Herbizide - weltweit beweisen 2 Millionen Biobetriebe, dass auch so gute Erträge wachsen. Im Biolandbau wird Unkraut nur mechanisch reguliert. Mit den heutigen Maschinen ist das auch im grossflächigen Ackerbau ein gut machbarer Weg. Dass er auch notwendig ist, zeigt eine Studie der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie geht davon aus, dass das weltweit am meisten eingesetzte Herbizid Glyphosat "vermutlich krebserregend" ist. Bedenklich, da das Gift kürzlich in ganz Europa in menschlichen Urinproben nachgewiesen wurde. Verschiedene Organisationen verlangen nun, dass sein Einsatz ganz verboten wird.

>> Unterschreiben Sie jetzt die Petition hier...

BIO SUISSE: AUCH DIE GESCHÄFTSSTELLE LEBT NACHHALTIGKEIT


Die Bio-Knospe garantiert Produkte, die umfassend nachhaltig produziert sind - sowohl auf dem Feld als auch in den Verarbeitungsbetrieben. Wie aber arbeitet die Bio Suisse als Verband? Die Dachorganisation der 6000 Schweizer Knospe-Betriebe hat eben ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und die Arbeit der Geschäftsstelle genauer unter die Lupe genommen. Das 44-seitige Dokument gibt Auskunft nach dem offiziellen Standard für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (GRI).

>> Lesen Sie hier den Bio Suisse Nachhaltigkeitsbericht... [SDOC=Ueberuns/ZahFak/nachhaltigkeitsbericht_23062015_psh_biosuissequalitt_web.pdf]

EIN FAMILIENAUSFLUG AUF DEN BIOHOF


Tiere beobachten, einen Geruchsparcours absolvieren, spannendes in der Natur entdecken und ein cleveres Memo mit nach Hause nehmen: Das und mehr können die Besucher auf verschiedenen Knospe-Höfen im Rahmen der Aktion GUT FÜR ALLE. Haben Sie Ihren Hof schon entdeckt?

>> Besuchen Sie Bio-Höfe in Ihrer Nähe...

DER INNOVATIONSWETTBEWERB "GRAND PRIX BIO SUISSE 2015" IM ENDSPURT


Auch dieses Jahr schreibt Bio Suisse den "Grand Prix Bio Suisse" aus. Der Verband will mit diesem Förderpreis Menschen unterstützen, die sich durch innovative und nachhaltige Leistungen für die Entwicklung des Biolandbaus sowie der Bioverarbeitung in der Schweiz einsetzen. Der Preis ist mit 10'000 Franken dotiert. Die Anmeldefrist läuft noch bis 31. August 2015. Eine kurze Beschreibung auf einer A4-Seite genügt. Fotos helfen, das eingereichte Projekt zu veranschaulichen. Projekte können eingereicht werden bei Bio Suisse, Lukas Inderfurth, Leiter Medienstelle, Peter Merian-Strasse 34, 4052 Basel oder lukas dot inderfurth at bio-suisse dot ch.

>> Mehr über das Reglement efahren Sie hier...

(Bild: die Gewinner 2014)

CHEZ BIO SUISSE:CHRISTIAN RATHGEB, KNOSPE-GEMÜSEPRODUZENT



IHR BETRIEB BAUT SEIT ÜBER 20 JAHREN GEMÜSE NACH DEN RICHTLINIEN VON BIO SUISSE AN. WAS GAB DAMALS DEN ANSTOSS ZUR UMSTELLUNG?

Am Anfang brauchte es die Überzeugung, dass Bio der richtige Weg ist. Als ich mich damit befasst habe und auch die Kundennachfrage da war, ist die Überzeugung gewachsen.

WIE HAT SICH IN DIESER ZEIT DIE ANBAUTECHNIK VERÄNDERT?

Vor 20 Jahren waren für den grossflächigen Biogemüseanbau noch kaum Techniken vorhanden. Auch wusste man noch wenig über vorbeugende Massnahmen gegen Krankheiten und Schädlinge. Zudem gab es weniger tolerante und resistente Sorten.

ALSO WAR BIO DAMALS SCHWIERIGER?

Kopfsalat ohne Falschen Mehltau oder überhaupt marktfähigen Bioblumenkohl zu erzeugen, war eine hohe Kunst. Und flüssigen Biodünger für Fruchtgemüse gab es kaum. Inzwischen konnten wir sehr viel Erfahrung sammeln im Bioanbau und unsere Anbautechnik auf einen modernen Stand bringen.

UND WIE HAT SICH DER BIOLANDBAU GENERELL VERÄNDERT?

Der Biogemüsebau ist heute viel umfangreicher. Zudem hat eine gewisse Spezialisierung stattgefunden, vor allem, um den gestiegenen Qualitätsansprüchen der Kunden zu genügen. So gibt es Betriebe, die "nur" Knoblauch anbauen, andere nur Schnittlauch oder Rüebli. Für eine ausgewogene Fruchtfolge sorgt der Abtausch von Flächen, Acker- und Futterkulturen.

MIT 300 HEKTAR FLÄCHE UND 200 MITARBEITERN WÄHREND DER HOCHSAISON FÜHREN SIE EINEN DER GRÖSSTEN BIOBETRIEBE IN DER SCHWEIZ. WAS UNTERSCHEIDET EIN BIORÜEBLI VON IHNEN VON DEM EINES KLEINBETRIEBS?

Beide Rüebli sind gemäss den Richtlinien von Bio Suisse produziert. Auch wir pflegen Biodiversitätsförderflächen und engagieren uns für faire Handelsbeziehungen. Ein Unterschied ist vermutlich, dass kleinere Betriebe für die Direktvermarktung andere Sorten anbauen als wir.


Der Biobetrieb Rathgeb in Unterstammheim öffnet am Sa, 29., und So, 30. August seine Türen für ein breites Publikum: Mehr Infos dazu finden Sie hier: https://rathgebbio.wordpress.com/

>> Schauen Sie sich auch unseren Filmbeitrag mit dem Leiter Anbau Freiland, Daniel Hangartner, an...

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