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Biodiversität


BIODIVERSITÄT: MEHR VIELFALT AUF KNOSPE-BETRIEBEN

Seltene Feldlerchen oder rare Tagfalter - beide stehen für die Lebensvielfalt in der Landwirtschaft und sind auf Biobetrieben häufiger anzutreffen als anderswo. Das kommt nicht von ungefähr. Der Biolandbau fördert natürliche Lebenszyklen und unterstützt die Wechselbeziehungen zwischen Ökosystemen, Arten und Genen.

Mit dem Verzicht auf Herbizide, Wachstumsregulatoren und chemisch-synthetische Pestizide, mit einer möglichst lückenlosen Bodenbedeckung sowie einem vielfältigen Bewuchs der Ackerflächen bewahren die Biobauern einen lebendigen und gesunden Boden. Dies ist die Basis für frische Biolebensmittel (Produzenten finden Sie auf www.knospehof.ch) und eine hohe Biodiversität.

Biodiversität als wichtiger Teil der Nachhaltigkeit ist Bio Suisse ein grosses Anliegen und gehört seit jeher zur DNA eines ganzheitlich geführten Knospe-Betriebs. Viele Betriebe setzen denn auch seit langem um, was 2015 als Richtlinie festgelegt wurde: Knospe-Produzenten müssen auf ihrem Betrieb mindestens 12 Fördermassnahmen zur Biodiversität umsetzen. Zur Auswahl steht ein Katalog mit über 100 Massnahmen.


Um die Knospe-Produzenten bei der Umsetzung zu begleiten und zugleich den Wissensaustausch zu fördern, hat Bio Suisse 2013 bis 2015 das Förderprojekt "Knospe-Biodiversität für mehr Lebensqualität" durchgeführt - unterstützt von Coop, Birdlife und dem FiBL. Dem Projekt lag eine einfache, aber wirkungsvolle Idee zu Grunde: Bauern beraten Bauern, ergänzt durch spezialisierte Biodiversitätsberater.

Das Interesse war immens. Über 1'300 Biobauer/innen haben schweizweit an Flurgängen teilgenommen und sich mit Berufskollegen und -kolleginnen ausgetauscht. Einzelbetriebliche Beratungen trugen zudem dazu bei, dass die Qualität der Biodiversitätsförderflächen wie z.B. artenreiche Blumenwiesen, Hecken und Obstgärten deutlich gesteigert werden konnte. 20 Betriebe nahmen zusätzlich an einem Tagfalter-Monitoring teil. Das Resultat war beindruckend: Im Schnitt wurden auf diesen Betrieben nach der Biodiversitätsberatung rund 20% mehr Arten und rund 40% mehr Individuen gezählt als vorher.


Der Biodiversitätscheck, den die Knospe-Bauern seit Einführung der Richtlinie ausfüllen müssen, zeigt: Auf einem Knospe-Betrieb werden im Durchschnitt 22 Massnahmen umgesetzt. Dies zum Wohl von Mensch, Tier und Natur.

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