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Pestizide


MEHR BIO - WENIGER PESTIZIDE

Chemisch-synthetische Pestizide sind in vielen Gewässern und Böden nachweisbar. Sie gelangen über die Nahrung auch in den Menschen. Der Biolandbau verzichtet darauf und setzt stattdessen auf robuste Sorten, eine gute Fruchtfolge, die Vielfalt der Natur mit ihren Nützlingen sowie auf umweltverträgliche Hilfsstoffe gemäss Betriebsmittelliste des FIBL.

Die im Biolandbau verwendeten Methoden und Hilfsstoffe können auch durch konventionelle Landwirte genutzt werden. Bio entwickelt sich dabei ständig weiter. So ist es gelungen, den Einsatz von Kupfer sehr stark zu reduzieren oder sogar ganz darauf zu verzichten (PDF 503 KB). Zuoberst auf der Prioritätenliste stehen die Züchtung von robusten, angepassten Pflanzensorten und Lösungen für spezifische Probleme wie den Rapsglanzkäfer.

Biobauern sind immer wieder von Pestizid-Einsätzen von konventionell wirtschaftenden Nachbarn betroffen. Mit der heutigen gesetzlichen Regelung müssen Anwender von chemisch-synthetischen Pestiziden keine Schutzdistanzen einhalten. Biobauern sind zur Duldung verpflichtet, wenn Pestizide auf ihre Felder abdriften, und sie müssen betroffene Produkte aus dem Verkehr ziehen oder deklassieren.

Bio Suisse unterstützt die Forderungen des Pestizid-Reduktionsplans (PDF 1371 KB), welcher durch eine breite Koalition am 24. Mai 2016 den Medien vorgestellt wurde.

Vom Aktionsplan des Bundes "zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln" erwartet Bio Suisse, dass er Wege aufzeigt, um von der Pestizidspritze wegzukommen. Bio Suisse fordert wirksame Massnahmen sowie die gezielte Förderung von pestizidfreien oder -armen Produktionsformen. Die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft soll darin unterstützt werden, sich mit einer Qualitätsstrategie ohne Gifteinsatz dem Wettbewerb zu stellen. Die Anhörung dauert bis am 28. Oktober 2016.

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