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Hornkuh-Initiative


EIDGENÖSSISCHE VOLKSINITIATIVE 'FÜR DIE WÜRDE DER LANDWIRTSCHAFTLICHEN NUTZTIERE (HORNKUH-INITIATIVE)'

Eine Gruppe engagierter (Bio-)Bäuerinnen und -bauern um Armin Capaul setzt sich intensiv für behornte Kühe und andere Nutztiere ein. Seit dem 23. September 2014 werden Unterschriften gesammelt.

INITIATIVTEXT

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 104 Abs. 3 Bst. b
3 Er [der Bund] richtet die Massnahmen so aus, dass die Landwirtschaft ihre multifunktionalen Aufgaben erfüllt. Er hat insbesondere folgende Befugnisse und Aufgaben:

_b. Er fördert mit wirtschaftlich lohnenden Anreizen Produktionsformen, die besonders naturnah, umwelt- und tierfreundlich sind;
(neu:) dabei sorgt er insbesondere dafür, dass Halterinnen und Halter von Kühen, Zuchtstieren, Ziegen und Zuchtziegenböcken finanziell unterstützt werden, solange die ausgewachsenen Tiere Hörner tragen.

HALTUNG BIO SUISSE

Bio Suisse begrüsst die Haltung behornter Kühe. Das Horn ist wichtig für Sozialverhalten, Rangordnung und Körperpflege. Enthornt wird hauptsächlich um Verletzungen von Tieren und Betreuenden zu vermeiden oder weil ein Laufstall für behornte Kühe aus finanziellen und räumlichen Gründen nicht auf jedem Betrieb umsetzbar ist.
Hornkühe sind jedoch auf Knospe-Betrieben nicht Vorschrift, aber erwünscht. Die Bio Suisse Richtlinien erlauben das Enthornen von Tieren unter Schmerzausschaltung. Die Betriebsleiter sollen selbst darüber entscheiden, ob sie ihre Tiere enthornen wollen oder nicht.
In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) ist Bio Suisse bestrebt, den Anteil an behornten Rinderherden auf Knospe-Betrieben zu erhöhen, zum Beispiel mit entsprechender Schulung und Beratung.
Bio Suisse nimmt zur Initiative eine neutrale Haltung ein. Sofern die Initiative zustande kommt, wird der Vorstand statutengemäss eine Parole fassen.

LINKS

Valengiron (Initianten)
Bundeskanzlei

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