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HOHE BIODIVERSITÄT IN BIOBÖDEN


Die UNO-Generalversammlung hat das Jahr 2015 zum "Internationalen Jahr des Bodens" erklärt. Ein gesunder Boden ist unersetzlich und Voraussetzung für gesunde Pflanzen, gesunde Tiere und folglich gesunde Nahrungsmittel. Er ist die langfristige Grundlage unseres Lebens.

Bio Suisse ist sich seit jeher bewusst, dass der Boden unersetzbar ist. Deshalb halten Knospe-Produzenten bei der Bodenbearbeitung und Pflege an strenge Richtlinien. Es geht ihnen dabei aber nicht nur ums Erfüllen der Richtlinien, sondern sie erwirken sich damit konkrete Vorteile: Sie erhöhen die Bodenfruchtbarkeit, senken den Krankheitsdruck, fördern die Speicherkapazität von Wasser und Kohlenstoff und verhindern Erosion. Damit fördern sie die Nachhaltigkeit per se.

36 VERSUCHSJAHRE ZEIGEN DIE UNTERSCHIEDE

Einer der weltweit bedeutendsten Vergleichsversuche ist der DOK-Versuch (www.fibl.org/fileadmin/documents/shop/1089-dok.pdf) in Oberwil/BL. Darin erhebt das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) seit 36 Jahre die Auswirkungen der unterschiedlichen Bewirtschaftungsverfahren auf den Boden. Es hat sich gezeigt, dass ein Bioboden eine grössere Artenvielfalt und eine höhere Anzahl von Bodenlebewesen hat, als wenn er konventionell bewirtschaftet wird.


ES KRABBELT, KREUCHT UND SCHAFFT IM UNTERGRUND

Ein gesunder Boden enthält eine Vielzahl von Lebewesen. Regenwürmer und andere Klein- und Kleinstlebewesen zersetzen Pflanzenreste, Mist und Kompost. Gliedertiere wie Spinnen, Kurzflügler und Laufkäfer, fressen andere Schadinsekten und helfen mit, das Gleichgewicht in der Erde zu erhalten. Die unzähligen Bodenmikroorganismen sorgen für eine höhere Stabilität und setzen Nährstoffe um. Gemeinsam schaffen sie einen fruchtbaren Boden, in dem sich Pflanzen wohlfühlen.

KNOSPE-PRODUZENTEN SCHAFFEN EIN HEIM

Lebewesen im Boden sind äusserst wichtig, doch je nach Bewirtschaftungsart stören oder fördern die Bauern die Entwicklung im Boden. Knospe-Produzenten haben es sich zum Ziel gesetzt, optimale Bedingungen für die Bodenlebewesen zu schaffen. Eine wichtige Rolle spielt dabei eine gezielte Humuswirtschaft. Dem Boden wird stets neues organisches Material hinzugefügt um einen Abbau des Humus zu verhindern. Auf chemisch-synthetischen Mineraldünger verzichten Knospe-Produzenten gänzlich, sie verwenden Mist, Gülle oder Kompost. Zudem geben sie dem Boden regelmässige Erholungsphasen indem sie zwischen den Ackerkulturen wie Weizen oder Mais jeweils Gründüngungspflanzen oder mehrjährige Gras-Klee-Mischungen anbauen.

EINE UNTERSTÜTZENDE BEARBEITUNG, DIE LEBEN SCHAFFT

Biobauern bearbeiten den Boden schonend und zurückhaltend, um die Bodenlebewesen und die Bodenstruktur nicht zu verletzten. Deshalb verzichten sie auf tiefes Pflügen und bearbeiten den Boden nur im trockenen Zustand. Der Boden wird dadurch geschont und die Erosion minimiert, so dass die Nährstoffe im Boden bleiben und nicht ins Grund- und Oberflächenwasser auswaschen.

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